FC Amberg beim 1. SC Feucht
Gegner komplett umgekrempelt

Der Ex-Feuchter Sebastian Schulik fehlt auch gegen seinen ehemaligen Verein. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
16.09.2016
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Für den FC Amberg geht es bereits am Freitag, 16. September (19 Uhr), um Punkte in der Bayernliga Nord. Gegner am 12. Spieltag ist der 1. SC Feucht. Die Partie beim Ligavorletzten wird auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

Die Mittelfranken hatten einen schwachen Start in die Saison. Derzeit steht man mit acht Punkten auf Rang 17 und hat bereits fünf Punkte Rückstand auf einen Nicht-Relegationsplatz. Einer der Hauptgründe dafür ist wohl, dass der SCF vor dieser Spielzeit personell einmal auf links gedreht wurde. Rund 20 Abgänge hatte Trainer Klaus Mösle, der seit 2011 Regie an der Seitenlinie führt, zu kompensieren. Zwei seiner Akteure aus der Vorsaison wechselten dabei auch zum FC Amberg, doch sowohl Daniel Gömmel als auch Sebastian Schulik werden das Duell mit dem alten Verein verletzungsbedingt verpassen.

Die vielen Verluste sollten mit fast ebenso vielen Neuzugängen aufgefangen werden, darunter beispielsweise der letztjährige Weidener Matthias Heckenberger, der regionalligaerfahrene Keeper Andreas Sponsel, der von der SpVgg Bayreuth kam, oder der Ex-Amberger Michael Brandl (2014/2015, 10 Spiele, zuletzt in Pilsach aktiv). Der in unserer Region bekannteste Neuzugang ist aber der ehemalige Amberger Mittelfeldstratege Frank Lincke, der sich kurz nach Beginn der aktuellen Saison dem SC Feucht anschloss. "Es ist natürlich schwer, in der kurzen Zeit eine komplett neue Mannschaft zu formen. Das ist aber völlig normal und braucht einfach eine gewisse Zeit", beschreibt Lincke die aktuelle Situation in Feucht.

Der SC holte in den letzten fünf Partien nur einen Sieg, der war gegen das Schlusslicht Frohnlach am vorletzten Spieltag (2:1). Zuletzt kassierte man beim Würzburger FV eine 0:3-Niederlage - dabei standen zehn Neuzugänge in der Startelf. Es hakt vor allem in der Offensive, wo sich das Fehlen eines echten Knipsers wie Sebastian Schulik, der in der vergangenen Saison 24 Tore erzielte, schmerzlich bemerkbar macht. Denn in den letzten fünf Partien erzielten die Mittelfranken gerade mal zwei Tore. In der gesamten Saison konnte man erst sechs Mal jubeln und stellt damit die ungefährlichste Offensivabteilung der Liga. Nicht nur deshalb ist die Favoritenrolle in diesem Spiel natürlich klar verteilt. Das weiß natürlich auch Frank Lincke, der sich nach drei Jahren im schwarz-gelben Trikot jetzt dem alten Verein gegenüber sieht: "Natürlich freue ich mich drauf, die Jungs wieder zu sehen. Aber am Ende ist es ein Spiel wie jedes andere."

Aus Sicht des FC Amberg darf das Spiel in Feucht aber gern früher entschieden sein als das letzte gegen Eichstätt. Mit dem Schlusspfiff holte man sich da noch ein 1:1 und verhinderte so die dritte Liga-Niederlage in Folge. Mit 16 Punkten belegt die Elf von Günter Brandl damit aktuell Rang 7. Beim Auftritt in Feucht ist der FC jetzt aber natürlich in der Favoritenrolle. Und mit einem Sieg könnte man auch in der Tabelle wieder ein Stück nach vorne rutschen und möglicherweise eine neue Erfolgsserie starten. Fehlen wird dabei neben Sebastian Schulik und Daniel Gömmel weiterhin André Karzmarczyk. Hinter den Einsätzen von Martin Popp und Emanuel Burgutzidis stehen noch Fragezeichen.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Fischer (2), Kühnlein (5), Ceesay (15), Kennedy (21), Burgutzidis (3)?, Graml (6), Helleder (13), Keilholz (4), Busch (20), Gallo (27), Sirgedas (10), Clarke (19), Knorr (7), Dietl (8), Wiedmann (31), Seitz (9), Popp (16)?
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