FC Amberg erwartet DJK Ammerthal zum Derby
Der Höhepunkt des Jahres

Sport
Amberg in der Oberpfalz
26.10.2016
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Der erste Spieltag der Rückrunde in der Fußball-Bayernliga Nord steht bevor und damit das Derby, das im Hinspiel fast 2200 Zuschauer angelockt hatte: FC Amberg gegen die DJK Ammerthal.

"Das Spiel hätte damals keinen Sieger oder Verlierer gehabt, das Tor fiel ja auch erst sehr spät," sagt Friedrich Lieder, der als "Königstransfer" (Ammerthals Sportdirektor Tobias Rösl) vor Beginn der Saison vom Regionalligisten SpVgg Bayreuth nach Ammerthal gewechselt war. Die 90. Minute lief im Eröffnungsspiel der Saison 2016/17, als Christian Knorr eine Hereingabe von Sven Seitz zum 0:1 für den FC Amberg verwandelte. Bis dahin sahen die Fans ein relativ ausgeglichenes Spiel zwischen dem Aufsteiger aus der Landesliga, der als Meister hochkam, und dem Absteiger, der ein Jahr lang Regionalliga-Luft geatmet hatte.

Am Samstag, 29. Oktober, um 14 Uhr, kommt es zum zweiten Treffen im Amberger Stadion am Schanzl. "Eigentlich ist es ein Spiel wie jedes andere, aber für mich ist es schon etwas Besonderes. Das ist es aber immer, wenn man gegen einen Ex-Verein spielt. Dieses Derby ist schon der Höhepunkt des Jahres", erklärt Lieder, der beim FC Amberg groß wurde und acht Jahre lang das gelb-schwarze Trikot der Herrenmannschaft trug.

Wer es seit 16 Jahren trägt, mit einem dreijährigen Intermezzo bei der DJK Ammerthal, das ist Torwart Matthias Götz. Vor seinen Leistungen hat Lieder großen Respekt, er hält ihn für den Rückhalt des FC Amberg: "Auf der Linie ist er brutal stark, auch in Eins-gegen-Eins-Situationen." Götz kontert: "Da schätzt er mich falsch ein. Meine Stärken sind die hohen Flanken" - und lacht dabei.

Wer sich im Tor als der Bessere erweisen wird, wird sich zeigen ("Lieder: "Ich halte auch unseren Torwart Marcel Schumacher für top"), vor allem, wenn eine Prognose zutreffen sollte: "Ich glaube, dass mehr Tore fallen als im Hinspiel", sagt Lieder. Wer als Sieger vom Platz geht, da wollte sich der Neu-Ammerthaler nicht festlegen. Ebenso wie Götz: "Das ist ein Derby, und da stehen die Chancen 50:50". Aber müsste er beim Buchmacher einen Tipp abgeben, so wäre dieser eine klare Sache: "Ich tippe immer auf den FC Amberg."

Der hat das letzte Spiel gegen den TSV Aubstadt richtig vergeigt, kassierte zwei Tore in Überzahl und musste sich mit einem 2:2 zufrieden geben. "Das macht die Sache für uns nicht einfacher. Die haben jetzt viel mehr Druck von der Vorstandschaft und sind dadurch mehr motiviert, als wenn sie 1:0 gewonnen hätten", schätzt Lieder die Lage bei seinem Ex-Verein ein.

"Der Trainer war richtig sauer", bestätigt auch Götz. "Aber es gibt so Phasen, wo nichts klappt. Im Spiel gegen Aubstadt hatten wir ein paar von dieser Sorte", und räumt ein: "Beim ersten Gegentor habe ich nicht gut ausgesehen." Gegen Ammerthal will er solche Fehler vermeiden, auch wenn die Woche nicht optimal verlaufen ist: "Die Trainingsbedingungen waren extrem schwierig. Unser Platz war gesperrt, wir mussten auf einen anderen ausweichen, und der war in keinem guten Zustand."

Spricht das für Ammerthal? "Wir haben zwar die besseren Einzelspieler. Aber die haben einen Lauf, man sieht, dass die Euphorie da ist", erklärt Götz. Der aktuelle Aufschwung bei der DJK Ammerthal freut natürlich auch Friedrich Lieder: "Wir waren schon in den letzten Spielen mit dem alten Trainer auf dem richtigen Weg. Natürlich ist unter einem neuen Trainer ganz anderer Zug in der Mannschaft. Besonders wichtig war für uns der erste Punkt auswärts in Aubstadt, das war ein richtiger Motivationsschub für uns." Danach folgte der 3:1-Sieg beim Würzburger FV - und da war Lieder nicht von Anfang an dabei war, sondern wurde erst in der zweiten Hälfte für Tom Abadjiew eingewechselt. Egal, sagt Lieder: "Wenn ich in Amberg von der Bank komme, und das Tor mache, sind auch alle zufrieden."

Auf der Linie ist er brutal stark, auch in Eins-gegen-Eins-Situationen.Friedrich Lieder über seinen Ex-Kameraden Matthias Götz


Meine Stärken sind die hohen Flanken.Matthias Götz, Torwart des FC Amberg
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