FC Amberg trifft auf Schlusslicht VfL Frohnlach
Klare Sache - oder doch nicht?

"Natürlich ist die Stimmung nach so einem verlorenen Derby nicht die beste. Aber wir müssen die Situation annehmen." Zitat: Bernd Scheibel, Co-Trainer FC Amberg
Sport
Amberg in der Oberpfalz
05.11.2016
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"Natürlich ist die Stimmung nach so einem verlorenen Derby nicht die beste. Aber wir müssen die Situation annehmen." Zitat: Bernd Scheibel, Co-Trainer FC Amberg

Am 19. Spieltag der Bayernliga Nord tritt der FC Amberg am Samstag, 5. November, den Weg nach Oberfranken an. Auf dem Papier scheint die Partie gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten VfL Frohnlach eine klare Sache - doch dass man gegen den VfL stolpern kann, hat der FC Amberg in dieser Saison ja schon einmal gezeigt.

Das war am 21. Juli, als das Team von Oliver Müller mit 2:1 beim FC Amberg gewann. Zur Einordnung: Das blieb bis Mitte Oktober der einzige Dreier für die Oberfranken, dann gelang auch gegen den SV Erlenbach ein Sieg. Dazwischen holte man noch zwei Unentschieden - macht in der Summe acht Zähler. Der letzte Tabellenplatz überrascht da also nicht sonderlich. Das Kuriose an diesem Sieg damals in Amberg war, dass die drei Zähler die einzigen Punkte sind, die der VfL bis jetzt auf des Gegners Platz holen konnte.

Lange Pleitenserie


Es folgte eine Serie von zehn Niederlagen am Stück von Anfang August bis Mitte Oktober, bis das Team von Oliver Müller dem SC Eltersdorf ein 1:1 abtrotzte und danach den SV Erlenbach mit 5:0 schlagen konnte. In zwei Spielen verdoppelte man zuletzt also die Punktzahl der Vorrunde. Auch die Niederlage am vergangenen Spieltag beim Würzburger FV trübt den neu gefassten Mut nicht.

"Wir haben in der Hinrunde viele Tore gefressen, die nicht hätten sein müssen. Aber jetzt kommen unsere Verletzten langsam alle zurück. Das Positive ist, dass der Abstand nach vorn nicht so groß ist", beschreibt Michael Werner, Sportlicher Leiter der Frohnlacher, die aktuelle Situation.

Schlechtestes Torverhältnis


Und doch ist den VfL-Anhängern ein genauer Blick auf die Tabelle ein Graus: Drei Punkte Rückstand sind es auf die Relegation, elf auf einen Nichtabstiegsplatz. Mit 15:53 Toren stellt man mit dem SV Erlenbach die harmloseste Offensive und hat selbst schon die meisten Gegentore der Liga gefangen. Aufgegeben habe man sich aber noch lange nicht, sagt Werner. Er fiebert jetzt dem Spiel gegen den FC Amberg entgegen.

Dort könnte der Tabellenletzte den nächsten Schritt machen. Wie man gegen den FC besteht, weiß man ja in Frohnlach. Das Hinspiel sei aber zu weit weg, außerdem blicke man sowieso auf sich selbst, so Werner: "Wir wollen auf unseren Leistungen der letzten Wochen aufbauen. Da waren wir nicht schlecht, auch nicht bei der Niederlage gegen Würzburg." Das kann man beim FC Amberg so jetzt nicht behaupten.

Nur einen Punkt gab es aus den letzten drei Spielen, am letzten Wochenende verlor man auch das Derby gegen die DJK Ammerthal vor heimischer Kulisse mit 1:3. Die Folge: Platz 12 und nur noch vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsrelegation. "Natürlich ist die Stimmung nach so einem verlorenen Derby nicht die beste. Aber wir müssen die Situation annehmen und uns darauf einstellen", beschreibt Co-Trainer Bernd Scheibel die aktuelle Lage am Schanzl.

Erfolg doppelt wichtig


Ein Sieg gegen Frohnlach wäre da natürlich doppelt praktisch: Einerseits um den Abstand nach hinten mindestens zu halten, andererseits um für frisches Selbstvertrauen zu sorgen.

Das wird aber erneut nur mit eingeschränktem Personal funktionieren: Neben den Langzeitverletzten werden auch Caleb Clarke, Scott Kennedy, Gratas Sirgedas und Martin Popp fehlen. Hinter dem Einsatz von Andreas Graml steht noch ein Fragezeichen.

Natürlich ist die Stimmung nach so einem verlorenen Derby nicht die beste. Aber wir müssen die Situation annehmen.Bernd Scheibel, Co-Trainer FC Amberg
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