FC Amberg zurück in der Erfolgsspur
Die Franken gebeutelt

Hart angegangen: Sven Seitz (unten) bekommt die Einsatzfreudigkeit der Ansbacher Johannes Meyer (links) und Sebastian Mechnik zu spüren. Bild: Rügner
Sport
Amberg in der Oberpfalz
04.10.2016
73
0

Der Fußball-Bayernligist FC Amberg ist nach drei Niederlagen in Folge am Samstag beim Aufsteiger SpVgg Ansbach wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Aber wie.

Nach kleineren Startschwierigkeiten setzte sich die Elf von Trainer Günter Brandl bei den Mittelfranken vor 400 Zuschauern mit 4:0 (2:0) durch. "Unser Auftritt war absolut ergebnisorientiert. Denn nur allein vom Lob für die letzten drei Auftritte hatten wir nicht wirklich was", sagte nach dem Schlusspfiff Ambergs Teammanager Hubert Kirsch. Der war mit dem Auftritt der FC-Elf durchaus zufrieden.

Die Gastgeber um Trainer Andreas Heid mussten Ilian Ivanov wegen einer Knieverletzung ersetzen, dafür stand Torjäger Patrick Kroiß nach seinem Hexenschuss wieder zur Verfügung. "Mit Amberg bekommen wir einen Gegner, der besser ist, als es die Tabelle aussagt. Für uns wird es darauf ankommen dass wir von Anfang an gut ins Spiel kommen, nur so können wir gegen den FC etwas erreichen", hatte Heid vor dem Anpfiff gefordert.

Götz hält Strafstoß


Gesagt, getan: Die Ansbacher legten los wie die Feuerwehr, gaben in der Anfangsviertelstunde den Ton an, beherrschten Ball und Gegner. Vor allem mit den schnellen Offensivspielern Sebastian Mechnik und Patrick Pfahler hatte die Amberger Abwehr so ihre Probleme, brachte diese kaum unter Kontrolle. So auch in der zehnten Minute, als Michael Dietl im eigenen Strafraum ein Foulspiel an einem Ansbacher Akteur unterlief, und der sicher leitende Referee Sebastian Wieber ohne zu Zögern auf Strafstoß entschied. Pfahler trat an, hatte aber nicht mit der blitzschnellen Reaktion von FC-Schlussmann Matthias Götz gerechnet, der den Schuss parierte und so seine Elf vor einem frühen Rückstand bewahrte.

Seitz trifft zum 0:1


Der endgültige Hallo-Wach-Effekt für die Vilsstädter, die nach und nach die Partie in den Griff bekamen und mit der ersten Möglichkeit abgezockt das 0:1 markierten. Wieder einmal eine geniale Co-Produktion von Gratas Sirgedas, der das Leder lang genau auf Sven Seitz gezirkelt hatte. Seitz hatte aus zwölf Metern dann auch keinerlei Probleme, das Spielgerät ins linke untere Eck zu versenken (21.).

Ein Treffer, der dem Regionalliga-Absteiger noch mehr Sicherheit verlieh, zumal er in der Abwehr überhaupt nichts mehr für die Ansbacher zuließ. Auf der Gegenseite fiel dann noch vor dem Seitenwechsel das vorentscheidende 0:2. Im Vorfeld dessen wurde dieses Mal Dietl von der SpVgg-Abwehr in deren Strafraum zu Fall gebracht - ebenso ein klarer Elfmeter. Sirgedas vollstreckte sicher (39.). "In den ersten 15 Minuten hatten wir große Probleme. Danach kamen wir eindeutig besser in Spiel und führten zur Halbzeit nicht unverdient", so Ambergs Teammanager Kirsch beim Seitenwechsel.

Dietl bleibt in der Kabine


Für die zweite Hälfte musste dann Brandl sein Team erneut auf zwei Positionen verändern. Christian Knorr musste kurz nach Wiederanpfiff verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Dietl hatte nach dem Foul, das zum Foulelfmeter geführt hatte, starke Kopfschmerzen und blieb gleich komplett in der Kabine. Als in der 56. Minute der eingewechselte Fabian Helleder im Ansbacher Strafraum Pakorn Silaklang hart, aber in den Augen des Schiedsrichters nicht regelwidrig, im Zweikampf anging, bugsierte der Ansbacher den Ball ins eigene Tor. Den Doppelschlag des FC machte Marco Wiedmann in der 59. Minute perfekt: Ihm fiel nach einer unübersichtlichen Situation der Ball vor die Füße, er hielt aus 16 Metern drauf und der Ball zappelte zum 0:4 im Netz. Die Partie war gelaufen.

Der FC Amberg verwaltete in der Folgezeit das Ergebnis geschickt und gab der SpVgg keine weiteren Möglichkeiten. Die wiederum konnte nicht mehr zulegen.
Weitere Beiträge zu den Themen: FC Amberg (272)Fußball Bayernliga Nord (204)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.