Frauenfußball
Ein Zettel voller Wünsche

Sabine Bucher, Vorsitzende des Verbands Frauen- und Mädchenausschuss und Mitglied im BFV-Vorstand und Fritz Attmannsbacher, Moderator und Konfliktmanager. Bild: bra
Sport
Amberg in der Oberpfalz
17.12.2015
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Demografischer Wandel, Verbandsfinanzen, Schiedsrichter, zeitgemäßer Jugendspielbetrieb - seit knapp vier Jahren bietet der Bayerische Fußballverband Runde Tische zu verschiedenen Themen an. Das aktuelle: "Frauen- und Mädchenfußball - ein wichtiges Standbein für alle Vereine." In allen 24 Fußballkreisen gibt es dazu Veranstaltungen; die für den Kreis Amberg/Weiden war im Landhotel Aschenbrenner in Paulsdorf.

Moderiert von Fritz Attmannsbacher (Eichstätt), Konfliktmanager beim Bayerischen Fußball-Verband, stellte Sabine Bucher (Hof), die Vorsitzende des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses, die auch im BFV-Vorstand Sitz und Stimme hat, Aktionen zur Gewinnung von Mädchen über "Ballbina kickt" und die "Tage des Mädchenfußballs" vor. Der Spielbetrieb, die Talentförderung und die Frauen- und Mädchenordnung waren weitere Punkte. Von den 134 Vereinen des Kreises Amberg/Weiden haben 26 ein Frauen- und 16 ein Juniorinnenteam. Damit liegt der Kreis mit 19,4 Prozent und 11,9 Prozent über dem Bayern-Schnitt.

Nach einer Vorstellungsrunde ging es um die Gewinnung und den Erhalt von Spielerinnen, die Integration des weiblichen Fußballs im Verein, die Probleme mit der Belegung der Plätze und die finanzielle Unterstützung. Für die Freizeitliga der Frauen wünschen sich die Vereine einerseits eine Beschränkung für den Einsatz aus einer Mannschaft der Verbandsspielklasse, aber anderseits auch flexiblere Mannschaftsgrößen, oder eine Teilung des Spielbetriebs über eine Qualifikationsrunde.

Das Zusatzspielrecht bei den Juniorinnen und eine Zulassung auch im Freizeitfußball stand ebenfalls auf der Wunschliste. Genauso dezentrale Trainerausbildung mit dem Schwerpunkt Frauen- und Mädchenfußball, eine Öffnung der Spielgemeinschaften und die Rückstellung von Mädchen bei den Junioren.

Auch wenn es im Spielbetrieb der Frauen und Juniorinnen um Punkte und Tore geht, vorrangig sehen die Vereinsvertreter die Motivation für eine sportliche Betätigung, die Gemeinschaft als Gruppe und gemeinsame Unternehmungen.

Nach Abschluss der Runden Tische in den 24 Fußballkreisen wird der Verbands-Frauen- und Mädchenausschuss die Anregungen und Wünsche der Vereine bewerten und prüfen, welche davon umgesetzt werden können.
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