Fußball Bayernliga Nord
Die Besten auf fremden Platz

Sport
Amberg in der Oberpfalz
22.10.2016
23
0

Es ist der 17. Spieltag der Bayernliga Nord und für den FC Amberg die letzte Chance, eine durchwachsene Hinrunde etwas aufzupolieren. Aber der Gegner kommt mit einer beeindruckenden Bilanz.

Am Samstag, 22. Oktober, um 16 Uhr kommt der TSV Aubstadt ins Stadion am Schanzl. Die Unterfranken sind in diesem Duell auch der Favorit, wenn man auf die Tabelle blickt. Dort steht der TSV mit 30 Punkten auf Platz drei und hat bereits 34 Treffer erzielt - der drittbeste Wert der Liga hinter Eichstätt (45) und Aschaffenburg (39).

Aber noch beeindruckender ist die Auswärtsbilanz mit 18 Punkten aus acht Spielen. Damit ist der TSV die beste Mannschaft der Liga auf fremden Terrain. Trainer Josef Francic, der inzwischen seine sechste Saison als Chef an der Aubstädter Linie absolviert, scheint da also fast immer die richtige Taktik zu finden. Denn auch defensiv passt es: Auswärts kassierte man erst sieben Gegentreffer, zu Hause bereits 13. "Die Heimbilanz müssen wir noch steigern", fordert Francic. Doch so richtig rund läuft es nicht in den vergangenen Wochen. In den letzten fünf Partien gab es nur zwei Siege - und die nur gegen die Kellerkinder Erlenbach und Frohnlach. Zuletzt verloren die Aubstädter zu Hause dann auch noch 1:2 gegen den Würzburger FV.

Grund zur Besorgnis hat man aber nicht beim TSV, zu sehr kann man sich auf die breit gestreute Qualität und Torgefahr in der Offensive verlassen. Einen richtigen Torjäger, der alles überstrahlt, haben die Aubstädter zwar nicht - dafür aber einige Akteure, die sich schon mehrfach in die Torschützenlisten eintragen konnten wie Max Schebak, Martin Thomann (je 6), Christoph Rützel (5) oder Ingo Feser (4).

"Vorne haben wir junge und schnelle Leute, dazu noch viel Erfahrung mit Julian Grell, auch wenn der noch nicht so oft getroffen hat", beschreibt Josef Francic seine Offensive. Die soll jetzt auch beim FC Amberg für Furore sorgen: "Wir können befreit nach Amberg fahren. Um da etwas zu holen, müssen wir den Kampf annehmen, wollen die Aufgaben dann aber auch spielerisch lösen", gibt Francic die Richtung vor. Und schiebt gleich nach: "Alles außer einer Niederlage wäre für uns ein Erfolg."

Mit einem ähnlichen Ziel fuhr der FC Amberg am vergangenen Wochenende zu den Würzburger Kickers II, verlor dort aber mit 0:1. Nach zuvor zwei Siegen in Folge ist damit der Abstand nach hinten schon wieder kleiner geworden - es sind nur noch drei Punkte auf den Relegationsplatz. Auf den kann die Brandl-Elf nach diesem Spieltag zwar nicht abrutschen, da sich die Konkurrenten die Punkte wegnehmen, aber man könnte dem Keller doch gefährlich nah kommen - zumal sich auch die Personalsituation nicht wirklich bessert.

Neben den Langzeitverletzten Schulik, Gömmel und Karzmarczyk muss Günter Brandl ohne Gratas Sirgedas, Martin Popp, Brian Gallo, Scott Kennedy, Emanuel Burgutzidis, Michael Dietl und Lennard Meyer eine Startelf finden. Nicht die besten Voraussetzungen, um für ein versöhnliches Ende der Hinrunde zu sorgen - aber vielleicht rückt ja gerade eine so dezimierte Mannschaft noch enger zusammen.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Fischer (2), Kühnlein (5), Ceesay (15), Graml (6), Helleder (13), Keilholz (4), Busch (20), Clarke (19), Knorr (7), Wiedmann (31), Seitz (9).

Alles außer einer Niederlage wäre für uns ein Erfolg.Josef Francic, Trainer des TSV Aubstadt
Weitere Beiträge zu den Themen: FC Amberg (275)Fußball Bayernliga Nord (206)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.