Fußball Bayernliga Nord
FC Amberg bissig gegen Erlenbach

Manchmal verzweifeln die Trainer an der Außenlinie, wenn sie den Eindruck haben, ihre Spieler wollen den Ball huckepack ins Tor tragen - im Angriff hapert's beim FC Amberg noch. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
30.07.2016
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Zu einem ungewohnten Zeitpunkt erwartet der FC Amberg an diesem Wochenende den SV Erlenbach zum vierten Spieltag in der Bayernliga Nord. Anpfiff der Partie im Stadion am Schanzl ist am Sonntag, 31. Juli, um 16 Uhr. Die Unterfranken haben nach der vorgezogenen Partie gegen Aschaffenburg (0:0) bereits vier Partien absolviert und sieben Punkte auf dem Konto. Eine Ausbeute, mit der Trainer Marco Roth (43) durchaus zufrieden ist: "Wir sind gut reingekommen, obwohl wir das Auftaktspiel verloren haben. Für uns geht es in erster Linie aber darum, so schnell wie möglich 40 Punkte zu holen und die Liga zu halten."

Die ersten Schritte dafür hat der Vorjahres-14. bereits gemacht. Das liege auch einer sehr guten Vorbereitung, erklärt Roth: "Wir konnten richtig gut arbeiten und die Jungs haben verstanden, was ich sehen will. Wir haben uns in allen Bereichen extrem weiterentwickelt." Der 43-Jährige hatte den SV Erlenbach im Frühjahr diesen Jahres übernommen und kann jetzt auf einen eingespielten Kader zurückgreifen, in dem es personell kaum große Änderungen gab: "Von unseren Möglichkeiten konnten wir auch nicht so viel machen, da haben wir nicht die finanziellen Mittel wie andere Teams in der Umgebung."

Seinen Wunschspieler Patrick Badowski aber hat er bekommen. Der 25-Jährige kam mit der Empfehlung von 20 Toren in der Bezirksliga Unterfranken und soll als Zentrumsstürmer ganz vorne für Gefahr sorgen. Geht es nach Roth, dürfte er seine bisherige Ausbeute von einem Treffer am Sonntag gerne ausbauen. "Wir wollen Fußball spielen mit schnellem Passspiel und viel Ballbesitz. Dafür braucht man Selbstvertrauen, das man sich durch Ergebnisse holt - und das haben wir zuletzt geschafft. Aber es gibt eben auch Spiele, wo wir tiefer stehen und auf Konter warten. Gegen Amberg müssen wir kompakt sein, wollen aber auch mutig spielen", kündigt der Trainer der Unterfranken an.

Diese gegnerische Spieleinstellung ist jetzt nicht unbedingt Neuland für den FC Amberg, der mit vier Punkten aus den bisherigen drei Spielen nicht perfekt in die Saison startete. Mit einem Dreier gegen Erlenbach würde die Situation aber ungleich besser aussehen. Dafür braucht es aber Tore und deshalb stand, nach dem 0:0 gegen Würzburg, gerade die Offensive in dieser Woche im Mittelpunkt beim Training. FC-Trainer Günter Brandl hofft außerdem, dass sein Team vom Erlenbacher Spiel während der Woche profitieren kann. "Dafür müssen wir uns aber entsprechend präsentieren. Wenn wir langsam spielen und das Tempo rausnehmen, wird der Gegner keine Verschleißerscheinungen zeigen. Das heißt für uns, dass wir das Tempo hochhalten und weiterhin laufstark, bissig und agil sein wollen."

In diesem zweiten Heimspiel der Saison fehlen Brandl mit Michael Busch (Sprunggelenk), Scott Kennedy (Knöchel) und Sebastian Schulik (Leiste) weiterhin drei Akteure. Gerade Schulik würde der Amberger Offensive als echter Stürmer gut tun, bei ihm wird es aber noch einige Zeit dauern. Andreas Graml kehrt hingegen wieder zurück in den Kader.

FC Amberg: Götz (1), Bleisteiner (22), Fischer (2), Kühnlein (5), Ceesay (15), Burgutzidis (3), Graml (6), Helleder (13), Gömmel (17), Keilholz (4), Karzmarczyk (18), Gallo (19), Sirgedas (10), Knorr (7), Dietl (8), Wiedmann (31), Seitz (9), Popp (16).
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