Fußball Bayernliga Nord
FC Amberg hat Spitzenreiter am Rande einer Niederlage

Sport
Amberg in der Oberpfalz
21.04.2017
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Aschaffenburg/Amberg. Was für ein Wahnsinnsspiel: Sechs Tore, zweimal führte der FC Amberg beim Tabellenführer Viktoria Aschaffenburg - um ein paar Minuten vor Schluss den 3:3-Ausgleich zu kassieren. Für die Hausherren eine gefühlte Niederlage - und FC-Trainer Lutz Ernemann war nach dem Spiel über den einen Punkt froh ("In den letzten 20 Minuten waren wir festgenagelt"). Während der läuferisch hochklassigen Partie - eine der besten, die in dieser Saison im Stadion am Schönbusch ausgetragen wurden - und nach der 2:0-Führung seiner Elf sah er es noch anders: "Uns ist nach einem Foul an Geissler ein klarer Elfmeter verweigert worden. Wenn wir den kriegen, und wir führen 3:0, dann sind die tot." Doch im direkten Gegenzug bekam Aschaffenburg einen Strafstoß, der zum Anschlusstreffer führte.

Dennoch: "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie sie hier bei der spielstärksten Truppe der Bayernliga aufgetreten ist", lobte Ernemann. Vor allem einen: Torwart Matthias Götz ("Der ist sonst schon gut, aber heute war er Weltklasse") entschärfte mit etlichen Paraden in der Sturm- und Drangphase der Aschaffenburger einige Bälle.

Mit der ersten Torchance ging der FC Amberg in Führung: Daniel Geissler erwischte nach einem Abwehrfehler im Fünfmeterraum der Viktoria den Ball, spielte noch Peter Neuberger aus und traf unhaltbar zum 0:1. Treffer Nummer zwei resultierte aus einem klassischen Konter: FC-Keeper Matthias Götz wehrte einen Ball ab, die Kugel und der FC Amberg marschierten nach vorne. Aschaffenburg bekam das Spielgerät nach einigen Abwehrversuchen nicht aus dem Strafraum, und Michael Busch machte das 0:2. Dann das ungeahndete Foul an Geissler, und im Gegenzug wurde Daniele Toch im Amberger Sechzehner gelegt: Hier gab's Elfmeter. Den verwandelte Björn Schnitzer sicher zum 1:2. Danach häuften sich die Chancen der Unterfranken, die nun vehement auf den Ausgleich drängten. Doch erst nach Wiederanpfiff gelang Daniel Cheron das 2:2 nach einer kurz ausgeführten Ecke.

Nun machten die Hausherren auf, wollten den Dreier - und kassierten das 2:3 durch Michael Dietl, der einsame Spitze spielte in einem 4-5-1-System. Das stachelte die Viktoria noch mehr an, die das Tor von Matthias Götz berannten. In dieser Phase (76.) brachte FC-Trainer Lutz Ernemann für Dietl ("Der war platt") zum ersten Mal in dieser Saison Sebastian Schulik (Ernemann: "Er wird uns noch viel Freude bereiten"). Glück für den FC in der 79. Minute, als Janis Häuser nur die Unterkante der Latte traf. Der Ausgleich war mehr als überfällig - und Gökhan Aydin machte ihn in der 88. Minute. Und beinahe wäre sogar der eine Punkt für den FC Amberg flöten gewesen, aber der Schiri entschied bei einem Treffer Aschaffenburgs in der 90. Minute auf Abseits.
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