Fußball Bayernliga Nord
Feucht macht Amberg nass

Im Griff hatte der SC Feucht den FC Amberg (hier Caleb Clarke, vorne). Nicht wieder zu erkennen waren die Hausherren, die in dieser Saison noch keine vier Tore aus dem Spiel heraus schafften. Gegen den FC Amberg, der selbst drei schoss, gelang dies in einer packenden Partie. Bild: Kaufmann
Sport
Amberg in der Oberpfalz
17.09.2016
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"Wer solche Fehler macht, braucht sich nicht zu wundern. Eine vollkommen unnötige Niederlage, die wir uns selbst zuzuschreiben haben", sagt nach dem Schlusspfiff Fußballabteilungsleiter Werner Aichner.

/Feucht. Denn der Fußball-Bayernligist FC Amberg bleibt auch im fünften Ligaspiel in Folge ohne dreifachen Punktgewinn und muss den Kontakt zu den vorderen Tabellenplätzen komplett abreißen lassen. Die Mannschaft von Trainer Günter Brandl unterlag am Freitagabend vor 150 Zuschauern im Auswärtsspiel beim bis dato Vorletzten SC Feucht mit 3:4 (2:2).

"Nach guten Komplimenten und Unentschieden wollen wir wieder mal drei Punkte einfahren. Das ist unser Ziel in Feucht und darauf werden wir hinarbeiten", hatte Brandl vor der Partie ausgegeben. Eine Vorgabe, die seine Elf von Beginn an in einem von beiden Seiten temporeichen und offensiven Match mit in der ersten Halbzeit gleichverteilten Spielanteilen umsetzte. In der siebten Minute, als sich die Gastgeber in der Vorwärtsbewegung einen Ballverlust leisteten, schaltete Christian Knorr am schnellsten und netzte nach einer feinen Einzelleistung zur frühen Amberger Führung ein (7.).

Und wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätte Knorr nur drei Zeigerumdrehungen später etwas genauer gezielt. Nach eine weiten Flanke von Brian Gallo über die Feuchter Abwehr hinweg setzte der FC-Akteur seinen Versuch nur um Zentimeter neben den langen Pfosten (10.). Auf der Gegenseite leistete sich die Amberger Defensive in Person von Scott Kennedy im unmittelbaren Gegenzug eine folgenschwere Unachtsamkeit. Nach einer Flanke in den Strafraum der Vilsstädter war der Innenverteidiger etwas zu weit von Michael Eckert entfernt, der frei stehend aus fünf Metern keine Mühe hatte, per Kopf den Ausgleich zu markieren (11.). In der munteren Begegnung durfte sich der FC bei seinem Schlussmann Matthias Götz bedanken, der mach 16 Minuten glänzend reagierte und so den Rückstand verhinderte.

Chancenlos war er dann jedoch in der 27. Minute. Nach einer etwas zu kurzen Abwehr landete das Leder bei Stephane Sauvaget, der es volley aus 18 Metern unter die Latte hämmerte - Feucht führte 2:1. Die Freude darüber währte aber nicht lange, noch vor der Halbzeit markierte Sven Seitz nach einer feinen Einzelleistung den unterm Strich gerechten 2:2-Ausgleich (37.).

"Feucht agierte bei weitem nicht seinem Tabellenplatz entsprechend", zeigte sich in der Halbzeitpause Aichner überrascht vom starken Auftritt der Mittelfranken. Zwar erwischten wiederum die Amberger den besseren Start in den zweiten Abschnitt, aber der 1. SC hielt - wie von Coach Mösle gefordert - mit Leidenschaft dagegen. Erneut Seitz war es, der mit einem sehenswerten Freistoß aus 25 Metern ins rechte obere Eck das 3:2 markierte (57.).

Doch angesichts der Führung die nötige Sicherheit zu bekommen, verlor der FCA danach komplett seine spielerische Linie und leistete sich zudem völlig überflüssige Fehler. So in der 61. Minute, als die Abwehr nach einem Freistoß den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte und der aus übersichtlichen Situation heraus urplötzlich im Netz zappelte.

Die Gelb-Schwarzen hatten danach in Person von Knorr (70.) die große Möglichkeit zum 4:3, doch der Amberger vergab, obwohl er die Zeit gehabt hätte, völlig überhastet. Wie man es besser macht, zeigte dann Eckert, der, nachdem die Amberger Abwehr unnötigerweise zu weit aufgerückt war, einen langen Ball serviert bekam und eiskalt vollstreckte (74.). Und hätte Feucht nach der zu Recht gegebenen gelb-roten Karte gegen FCA-Abwehrchef Kevin Kühnlein wegen wiederholtem Foulspiel (78.) etwas mehr Nervenstärke bewiesen, wäre sogar das 5:3 möglich gewesen.
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