Fußball Bayernliga Nord
K.o.-Schlag in letzter Minute

Die Mannschaft hat es nicht verdient, als Verlierer vom Platz zu gehen. Der Platzverweis war da mitentscheidend, und dann wirst du einfach bitter bestraft.
Sport
Amberg in der Oberpfalz
26.09.2016
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Die Mannschaft hat es nicht verdient, als Verlierer vom Platz zu gehen. Der Platzverweis war da mitentscheidend, und dann wirst du einfach bitter bestraft.Günter Brandl, Trainer FC Amberg

Dem FC Amberg bleibt eine bittere Erkenntnis: Die Mannschaft hat sich nach einem 0:2-Rückstand zurückgekämpft - ging aber erneut leer aus. Viktoria Aschaffenburg gewann das Duell der Regionalligaabsteiger mit 3:2, Der entscheidende Treffer fiel für die Gäste dabei in der Schlussphase und in Überzahl.

"Die Mannschaft hat es nicht verdient, als Verlierer vom Platz zu gehen. Der Platzverweis war da mitentscheidend, und dann wirst du einfach bitter bestraft", ärgerte sich FC-Trainer Günter Brandl. Gästetrainer Jochen Seitz, der im dritten Spiel den dritten Sieg feierte, sah es ähnlich: "Wir hätten auch mit dem Unentschieden leben können. Der Platzverweis hat uns aber natürlich in die Karten gespielt." Günter Brandl reagierte auf die 3:4-Niederlage in Feucht mit einer auf drei Positionen veränderten Startaufstellung: Andreas Graml, Scott Kennedy und Caleb Clarke, für sie kamen Michael Dietl, Jan Fischer und Neuzugang Verteidiger Daniel Geissler (siehe Info).

Es entwickelte sich eine offene Partie, in der die FC-Defensive nach elf Minuten Daniele Toch aus den Augen verlor, der den Ball scharf in die Mitte auf Janis Häuser brachte, der zur Führung für die Gäste einschieben brauchte. Doch Amberg brauchte nur kurz, um diesen Schock zu verdauen. Marco Wiedmann schickte nach gut 20 Minuten ein Lebenszeichen per Distanzschuss, der aber knapp vorbeiging. Apropos Versuch aus der Distanz: Einen solchen gabs auch in der 26. Minute. Björn Schnitzer zog aus gut 25 Metern einfach ab und der Ball landete oben rechts im Amberger Toreck - das 0:2 für Aschaffenburg.

Die Reaktion der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur Sekunden nach dem 0:2 brachte Marco Wiedmann den Ball halbhoch in den Strafraum, wo ihn Christian Knorr artistisch annahm, einen Gegenspieler vernaschte und mit seinem sechsten Saisontor den Anschluss besorgte (27.). Jetzt war Aschaffenburg kurz geschockt - bis zur nächsten Gelegenheit in der 39. Minute: Jonas Fritsch stahl sich im Rücken der FC-Abwehr davon, umspielte den herauseilenden Matthias Götz, scheiterte dann aber am Pfosten. Als man sich mit dem Rückstand zur Halbzeit fast schon abgefunden hatte, gab es im Viktoria-Strafraum noch einen Zweikampf zwischen Fabian Galm und Ambergs Angreifer Sven Seitz: Galm berührte Seitz, der nahm dankend an, und es gab Elfmeter, den Gratas Sirgedas zum 2:2 ins linke Eck verwandelte (43.).

Interessant wurde es dann erst wieder nach einer knappen Stunde. düpierte Björn Schnitzer mehrere FC-Verteidiger und legte quer auf Aydin, doch im letzten Moment klärte Ambergs Neuzugang Daniel Geissler vor der Linie (63.). Aber auch der FC kam vor allem nach Standards zu Möglichkeiten, Julian Ceesay (65.) und Kevin Kühnlein (68.) scheiterten bei ihren Kopfbällen an Viktoria-Keeper Peter Neuberger.

In der 67. Minute ließ sich der eingewechselte Andreas Graml zu einer Tätlichkeit hinreißen, die mit Rot bestraft wurde - Amberg war die letzten 25 Minuten mit einem Mann weniger. Und so wurde die Schlussphase für den FC zur Abwehrschlacht, denn die Gäste erhöhten merklich den Druck - und hätten diese Überzahl fast nutzen können, doch Matthias Götz verhinderte das mit einem starken Reflex gegen Max Grünewald (73.). Auch in der Folge drückte Aschaffenburg weiter, schaffte es aber nicht, für richtige Gefahr zu sorgen - bis zur 90. Minute. Amberg konnte eine Ecke nicht entscheidend klären und aus dem Hintergrund rauschte Daniele Toch heran, der den Ball mit vollem Risiko annahm und zum 2:3-Endstand ins Tor hämmerte.

(lst) Daniel Geisler, Neuzugang des FC Amberg, stand bereits am Samstag gegen den SV Viktoria Aschaffenburg in der Start-Elf. Der 24-jährige Deutsch-Tscheche, der in seiner Jugend beim SV 08 Nürnberg-Süd spielte und in Fürth wohnt, kommt vom FK Mlada Boleslav und war vorher in der Westfalenliga 1 für den 1. FC Gievenbeck aktiv, davor für den SV Wilhelmshaven und den Heidmühler FC.

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