Fußball Bayernliga Nord
Missverständnis kostet FC Amberg einen Punkt

Sport
Amberg in der Oberpfalz
17.10.2016
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Würzburg/Amberg. Nach zwei Siegen in Folge hat es die Bayernliga-Fußballer des FC Amberg am Samstag wieder erwischt. Die Mannschaft von Trainer Günter Brandl kassierte bei der Zweitliga-Reserve der Würzburger Kickers vor 78 Zuschauern ein 0:1 (0:1). Für Teammanager Hubert Kirsch eine "ärgerliche und unnötige Niederlage".

"Das hätte es nicht gebraucht. Beim frühen Gegentor hatten wir Abstimmungsprobleme. Wir brachten uns so um den Lohn einer kämpferisch starken Leistung. Was die Mannschaft, die erneut auf neun Stammspieler verzichten musste, zeigte, fordert Respekt ab", sagte Kirsch. Brandl konnte beim Gastspiel in Unterfranken immerhin wieder auf Andreas Graml zurückgreifen, er hatte seine Rotsperre abgesessen. Würzburgs Trainer Claudiu Bozesan wusste vor der Partie, dass "mit dem FC Amberg ein richtiger harter Brocken auf sein Team zukommt". "Dieses Team ist im Moment in einer sehr guten Verfassung. Es wird ein wichtiger Prüfstein für unsere junge Truppe sein", prognostizierte er. Die Vilsstädter, die ihre komplette Innenverteidigung notgedrungen umstellen mussten, standen noch nicht richtig auf dem Platz, da klingelte es schon das erste Mal im Kasten von Matthias Götz. Fabian Helleder und Julian Ceesay waren sich bei einem langen Ball aus dem Würzburger Mittelfeld alles andere als einig.

Zweitliga-Profis dabei


Die logische Konsequenz: Keiner der beiden FC-Verteidiger kam ans Spielgerät, während sich Leon Volz für dieses Missverständnis bedankte. Er zog aus 16 Metern ab und hämmerte das Leder zur frühen Führung für die Unterfranken unter die Latte (7.). "Ein ganz schlechter Start, an dem wir zu knabbern hatten", sagte Ambergs Teammanager nach dem Schlusspfiff. Und nicht nur daran: Die laufstarken Gastgeber, die mit den Zweitliga-Akteuren Dominik Nothnagel und Dennis Schmitt antraten, machten weiterhin unglaublich viel Druck, pressten die Amberger bereits in deren Hälfte an, die dagegen zunächst überhaupt kein Mittel fanden. Sie versuchten es mit spielerischen Mitteln und brachten durch Abspielfehler die Würzburger immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Vor allem die agilen Can Sakar und Onur Ünlücifci waren von der Defensive der Gelb-Schwarzen in den ersten 35 Minuten kaum zu kontrollieren. Sie hatten dann auch die besten Möglichkeiten, das Ergebnis auf 2:0 in die Höhe zu schrauben: Zunächst segelte Sakars Schrägschuss (17.) nur knapp am Pfosten vorbei, ehe zwei Minuten später Ünlücifci den Ball geschickt mit der Brust annahm und seinen Versuch aus 15 Metern nur um Zentimeter über die Latte des FCA-Gehäuses setzte.

Auf der Gegenseite musste Amberg bis zur 25. Minute warten, ehe es das erste offensive Ausrufezeichen gab. Sven Seitz probierte es mit einem Freistoß aus gut 27 Metern aus halbrechter Position. "Danach kamen wir wesentlich besser ins Spiel und befreiten uns von dem enormen Druck der Kickers", analysierte Kirsch vollkommen richtig. Denn der FCA setzte in der Schlussphase vermehrt auf lange Bälle und ließ sich im Spielaufbau nicht mehr auf Klein-Klein-Spielerei ein. Zudem stabilisierte sich die Abwehr nach und nach, so dass es zur Halbzeit beim 1:0 der Gastgeber blieb. Wie schon vor einer Woche beim 1:0 gegen den SC Eltersdorf kamen die Amberger wesentlich aggressiver und engagierter aus der Kabine. Es entwickelte sich so ein offener Schlagabtausch. "Die Partie kann 1:1 ausgehen, aber auch 2:0 für Würzburg", sagte Kirsch. In der Tat, denn sowohl die Gastgeber, als auch der FCA suchten ihr Heil in der Offensive. Die besten Chancen für die Vilsstädter hatten dabei Sven Seitz (68.), der aber genauso knapp vergab wie Caleb Clarke (75.).

Logisch, dass Amberg mit zunehmender Dauer die Abwehr weiter lockerte, was den Kickers Räume für Konter gab. Vor allem am Schluss tauchte Würzburg gefährlich vor FC-Schlussmann Matthias Götz auf, der jedoch zweimal gegen Fries und gegen Landshuter parierte und das 2:0 verhinderte.

Das hätte es nicht gebraucht. Beim frühen Gegentor hatten wir Abstimmungsprobleme. Wir brachten uns so um den Lohn einer kämpferisch starken Leistung.Hubert Kirsch, Teammanager FC Amberg
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