Fußball Bayernliga Nord
SpVgg Ansbach sieht FC Amberg „unter Zugzwang“

Für zwei Spiele gesperrt: Andreas Graml. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
01.10.2016
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Vor der Saison dachte man eigentlich, dass die Rollen klar verteilt sind, wenn am 14. Spieltag ein Aufsteiger aus der Landesliga einen Regionalliga-Absteiger empfängt. Die Realität sieht aber anders aus, wenn die SpVgg Ansbach am Samstag, 1. Oktober, um 15 Uhr den FC Amberg empfängt. Denn es treffen zwei punktgleiche Teams aufeinander. Die Mittelfranken haben wie der FC Amberg 16 Punkte auf dem Konto und sind damit der zweitbeste Aufsteiger nach dem ASV Neumarkt.

Da wundert es nicht, dass Trainer Andreas Heid (48) mit der aktuellen Situation eigentlich ganz gut leben kann: "Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir nach dem 13. Spieltag so da stehen, dann wäre ich da absolut zufrieden gewesen ist. Aber wir haben auch einige Punkte liegen lassen, es wäre oft mehr drin gewesen." Häufig habe die Cleverness gefehlt, gegen das Spielerische könne er aber nichts sagen, so Heid, der nach dem Abstieg in der Saison 2014/15 im vergangenen Jahr mit Ansbach souverän Meister der Landesliga Nordwest wurde und so in die Bayernliga zurückkam.

Seit drei Spielen ist sein Team ungeschlagen, gewann dabei gegen Ammerthal und Frohnlach und holte zuletzt ein 1:1 beim Würzburger FV. Grundstein dafür ist auch die starken Offensivabteilung der SpVgg Ansbach: Mit 23 Toren ist man - abgesehen von den Top 4 der Liga, also Eichstätt, Aubstadt, Aschaffenburg und Neumarkt - das torgefährlichste Team der restlichen Bayernliga. Treffsicher zeigt sich dabei vor allem Patrick Kroiß (7 Tore). "Wir sind offensiv stark aufgestellt, das liegt auch daran, dass wir gut eingespielt sind. Und ich denke, wir spielen schon einen ansehnlichen Fußball", beschreibt Heid, Ex-Profi-Keeper beim TSV 1860 München unter Karsten Wettberg, den Spielstil seiner Elf.

Das will der 48-Jährige natürlich auch gegen den FC Amberg sehen, einen "extrem schweren Gegner", so Heid. Von einer richtungsweisenden Partie will er aber nicht sprechen, wenngleich man in Ansbach aber auch selbstbewusst ist: "Wir wollen die Relegation vermeiden, Amberg hat ganz andere Ziele. Spielen wir jetzt unentschieden, sind wir nicht traurig, aber eigentlich wollen wir daheim gegen jeden gewinnen. Unter Zugzwang steht aber sicher mehr der FC Amberg", urteilt Heid.

Das will man am Stadion am Schanzl so nicht ganz hinnehmen, wobei Günter Brandl das Ziel für das Auswärtsspiel schon deutlich vorgibt: "Nach den zwei bitteren Niederlagen zuletzt mit einem Tor Unterschied wollen wir jetzt aber wieder drei Punkte holen." Diese Pleiten haben Schwachstellen aufgedeckt, um die man auch beim FC weiß: "Wir müssen noch besser verteidigen und wieder mal zu Null zu spielen."

Neben den Langzeitverletzten werden auch Martin Popp und Emanuel Burgutzidis verletzt ausfallen. Andreas Graml ist nach seiner roten Karte gegen Aschaffenburg für dieses und das kommende Spiel (zu Hause gegen Eltersdorf) gesperrt.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Fischer (2), Kühnlein (5), Ceesay (15), Kennedy (21), Helleder (13), Keilholz (4), Geisler (3), Busch (20), Gallo (27), Sirgedas (10), Clarke (19), Knorr (7), Dietl (8), Wiedmann (31), Seitz (9).

Spielen wir jetzt unentschieden, sind wir nicht traurig.Andreas Heid, Ex-Profi von 1860 München, jetzt Trainer SpVgg Ansbach
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