Fußball Bayernliga Nord
Überraschungs-Elf beim FC Amberg

Auf viele Zuschauer hoffen Spieler und Verantwortliche des FC Amberg am heutigen Freitag, wenn bei bestem Fußballwetter der Zweite der Bayernliga Nord, der ASV Neumarkt, im FC-Stadion aufkreuzt. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
25.08.2016
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Kurz vor dem Start der Bundesliga geht die Fußball-Bayernliga in die neunte Runde. Und da kommt es heute ab 18 Uhr im Stadion am Schanzl nicht nur zu einem Oberpfalzderby, sondern auch zum Top-Spiel des Tages, wenn der Tabellenzweite ASV Neumarkt beim Vierten FC Amberg antritt.

Die Neumarkter sind das Überraschungsteam der Saison. Der letztjährige Meister der Landesliga Nordost kehrte zu dieser Saison in die Bayernliga zurück, in der der ASV bereits von 2012 bis 2014 spielte. Jetzt sorgt der Aufsteiger mit 17 Punkten aus acht Spielen und dem daraus resultierenden Platz zwei für ordentlich Furore und mischt die Liga auf.

"Damit war natürlich nicht zu rechnen. Man hofft zwar immer auf einen guten Start, aber das ist für mich auch überraschend", so ASV-Trainer Dominik Haußner (37), der die Neumarkter inzwischen das vierte Jahr in Folge trainiert. Im Sommer holte man sich neue Qualität an Bord, unter anderem mit Torhüter Kevin Schmidt, der vom SC Feucht zum ASV stieß. Den Keeper kennt man noch aus dessen Zeit bei der DJK Ammerthal (2012 - 2015). Er kassierte erst sieben Gegentore, einer der Top-Werte der Liga. Und damit ist auch er einer der Gründe für den aktuellen Lauf der Neumarkter, die seit drei Ligaspielen ohne Niederlage sind: Den Siegen gegen Ammerthal (5:0) und in Frohnlach (1:0) folgte zuletzt ein 1:1 daheim gegen den VfL Frohnlach.

Eine Erfolgsserie, die mehrere Gründe hat, so Trainer Dominik Haußner: "Wir sind eingespielt, die Neuzugänge sind gut integriert und wir haben eine Spielidee gefunden, die gut zu unseren Spielern passt." Großen Anteil am aktuellen Tabellenplatz haben auch die beiden Top-Torschützen des ASV: Stürmer Christian Schrödel traf in erst drei Partien viermal, Mittelfeldakteur Alexander Pfindel hat bereits drei Treffer auf dem Konto. Zwei Spieler, auf die der FC Amberg ein Auge werfen muss. Denn die Neumarkter werden mit breiter Brust nach Amberg kommen: "Wir wollen immer ein Gegner sein, der für ein gutes Spiel mit verantwortlich ist. Es wird spannend, ob es klappt, aber wir versuchen alles, um gegen Amberg mithalten zu können", gibt Haußner die Richtung vor.

Im Gegensatz zum ASV war der FC Amberg während der Woche im Pokal aktiv, gewann dabei mit 2:1 beim Landesligisten SV Fortuna Regensburg. Kein leichtes Stück Arbeit, doch am Ende setzte sich das Team von Trainer Günter Brandl verdient durch und steht in der nächsten Runde. Jetzt ist aber wieder Liga-Alltag angesagt und den meistert man am Schanzl derzeit ganz gut. Seit sechs Spielen ist man da ohne Niederlage und steht mit 15 Punkten auf Platz 4. Zudem stellt man mit erst vier Gegentreffern die besten Abwehr der Liga - die ließ seit drei Partien kein Gegentor mehr zu. Eine Bilanz, die man gegen den Aufsteiger aus Neumarkt sicher ausbauen möchte.

Fehlen werden da weiterhin Sebastian Schulik, Michael Busch und Daniel Gömmel. Hinter dem Einsatz von Michael Dietl (Oberschenkelzerrung) steht noch ein Fragezeichen. Dafür hat Scott Kennedy nach seiner Knöchelverletzung das Aufbautraining aufgenommen und könnte wieder im Kader stehen.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Fischer (2), Kühnlein (5), Ceesay (15), Kennedy (21) (?), Burgutzidis (3), Graml (6), Helleder (13), Keilholz (4), Karzmarczyk (18), Gallo (19), Sirgedas (10), Knorr (7), Dietl (8) (?), Wiedmann (31), Seitz (9), Popp (16).

Damit war natürlich nicht zu rechnen. Man hofft zwar immer auf einen guten Start, aber das ist für mich auch überraschend.Dominik Haußner, Trainer ASV Neumarkt, über den zweiten Platz seiner Elf
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