Fußball Bayernliga Nord
Wir haben die Messlatte hoch gelegt

Sie können's manchmal nicht mehr sehen, was auf dem Spielfeld passiert: Trainer Günter Brandl, Teammanager Hubert Kirsch und Sportlicher Leiter Bernd Scheibel (von links). Fakt ist: Der FC Amberg ist die einzige Mannschaft im 18er-Feld der Bayernliga Nord, die gegen den Letzten und Vorletzten verloren hat. Fakt ist aber auch: Gegen Spitzenteams wie Neumarkt und Eichstätt sieht der FC Amberg deutlich besser aus. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
24.09.2016
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Vor einem Jahr spielten beide noch in der Regionalliga, jetzt treffen sie sich eine Klasse tiefer beim FC Amberg im Stadion am Schanzl. Die Favoritenrolle ist dabei klar vergeben.

Am Samstag, 24. September, um 16 Uhr erwartet Amberg die Viktoria Aschaffenburg. Wer auf die aktuelle Form und die letzten Auftritte schaut, der weiß, wer Favorit ist: die Gäste aus Unterfranken. Nicht nur deswegen, weil der FC Amberg die einzige Mannschaft im 18er Feld der Bayernliga Nord ist, die pikanterweise gegen den Tabellenletzten VfL Frohnlach und den Vorletzten SC Feucht verloren hat.

Vier Trainer in 14 Monaten


Die Saison begann für die Viktoria an sich ganz passabel, doch nach 15 Punkten aus zehn Spielen trennte man sich Anfang September etwas überraschend von Trainer Jürgen Baier, der diesen Schritt nicht nachvollziehen konnte. Sein Nachfolger - und damit der vierte Trainer innerhalb von 14 Monaten in Aschaffenburg nach Slobodan Komljenovic, Rudi Bommer und eben Jürgen Baier - wurde Jochen Seitz (39).

Der Ex-Profi, unter anderem mit Einsätzen für Unterhaching, Stuttgart, Schalke oder Hoffenheim, führte Aschaffenburg in den ersten beiden Spielen unter seiner Leitung zu zwei Kantersiegen: Zum Debüt gab es einen 8:0-Erfolg beim VfL Frohnlach, es folgte ein 4:0-Heimsieg gegen den Würzburger FV, der ja auch nicht gerade zur Laufkundschaft der Bayernliga gehört.

Rauf auf Platz vier


Die Folge dieses Zwischensprints: Mit 21 Punkten hat sich die Viktoria inzwischen auf Rang vier der Tabelle vorgeschoben und ist damit in Tuchfühlung zum Verfolgerduo Neumarkt und Aubstadt. Und das mit einem Team, das nach der missglückten Relegation und dem daraus resultierenden Abstieg aus der Regionalliga viele Abgänge verkraften musste. Der Kader wurde punktuell verstärkt, aufgefüllt mit vielen Spielern aus der eigenen Jugend. "Man muss sehen, dass die Mannschaft Leidenschaft und Wille zeigt", betont Seitz. Der neue Trainer der Viktoria scheint auf Anhieb die richtigen Stellschrauben gefunden zu haben. Gerade die Rückwärtsbewegung hat Seitz nach seinem Amtsantritt als Baustelle ausgemacht. Das Selbstbewusstsein scheint wieder zurück zu sein am Main.

Und doch weiß Seitz auch, dass mit dem FC Amberg jetzt ein Gegner wartet, den man nicht unterschätzen sollte - trotz der letzten Ergebnisse. "Wir haben die Messlatte hoch gelegt und hoffen, daran jetzt anknüpfen zu können", war von Seitz nach dem letzten Sieg gegen Würzburg zu vernehmen.

Runter auf Platz acht


Beim FC Amberg will es derzeit einfach nicht so recht klappen. Durch die 3:4-Niederlage beim SC Feucht wurde die Serie der sieglosen Spiele auf fünf Partien vergrößert, in dieser Zeit holte man nur zwei Unentschieden gegen Eichstätt und Großbardorf. In der Tabelle bedeutet das Rang acht für das Team von Günter Brandl. Und so ist der Favorit für das Duell der Regionalligaabsteiger vor dem Spiel eigentlich klar. Doch zumindest der Blick in die Statistik macht etwas Mut: Denn in den letzten vier Partien dieser beiden Teams in der Bayernliga (2014/15) und Regionalliga (2015/16) gab es drei Unentschieden und einen Sieg für den FC Amberg. Diese Bilanz könnte ja ausgebaut werden - ohne die Langzeitverletzten Sebastian Schulik und Daniel Gömmel sowie Andre Karzmarczyk. Hinter den Einsätzen von Jan Fischer und Emanuel Burgutzidis stehen noch Fragezeichen.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Fischer (2) (?), Kühnlein (5), Ceesay (15), Kennedy (21), Burgutzidis (3) (?), Graml (6), Helleder (13), Keilholz (4), Busch (20), Gallo (27), Sirgedas (10), Clarke (19), Knorr (7), Dietl (8), Wiedmann (31), Seitz (9), Popp (16).
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