Fußball
Die halbe Liga zittert

Sport
Amberg in der Oberpfalz
16.04.2016
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Für den einen steht viel auf dem Spiel, für den anderen geht es um nichts mehr: Im Stadtduell der Fußball-Kreisliga Süd muss der TuS Rosenberg gewinnen, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu halten, der SV Loderhof kann hingegen völlig ohne Druck aufspielen.

Seit vergangenem Wochenende ist auch rechnerisch fix, was sich schon recht früh in der Saison angedeutet hatte: Der SV Loderhof muss in die Kreisklasse. Der TuS Rosenberg hat zwar 21 Punkte mehr als der Ortsrivale, liegt aber nur drei Plätze vor ihm - auf dem Relegationsplatz. Doch nicht nur in Rosenberg geht vor dem 25. Spieltag die Angst um: Die halbe Liga zittert noch um den Klassenerhalt, selbst der Tabellensechste SSV Paulsdorf muss bei gerade einmal fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz noch mit bangen Blicken nach hinten schauen.

Inter Bergsteig ASV Haselmühl

Ein Punkt trennt die beiden Mannschaften. Haselmühl möchte alleine schon deswegen gewinnen, weil die Heimniederlage gegen den SV Inter in der Hinrunde noch in den Knochen steckt. ASV-Torjäger Matthias Schmidt ist zwar verletzt, wird aber sicherlich alles versuchen, gegen seinen ehemaligen Club auflaufen zu können. Die Amberger wollen in dem Prestigeduell ihre Erfolgsserie weiter ausbauen und die Saison ordentlich zu Ende bringen. Das sind sie nicht nur den Fans schuldig. Interimscoach Schneider kann trotz einiger Langzeitverletzten wieder ein gutes Team aufstellen.

SV Raigering SV Schmidmühlen

(gth) Der TuS Kastl ist an diesem Spieltag zum Zuschauen verdammt. Somit hat Spitzenreiter SV Raigering die Gelegenheit, den Vorsprung auf acht Zähler auszubauen. Diese Chance will Cheftrainer Martin Kratzer mit seinen Jungs nicht verstreichen lassen. Doch nicht nur ein Sieg ist für die "Panduren" Pflicht. Kratzer will diesmal über 90 Minuten hinweg guten Fußball sehen. Denn das blieb der SVR in den vergangenen Begegnungen seinen Fans meist schuldig. Raigering stellt sich jedenfalls auf einen SV Schmidmühlen ein, der um seine letzte Möglichkeit auf den Klassenerhalt kämpfen wird. Ähnlich erging es dem SVR am vergangenen Wochenende in Utzenhofen. Und somit war es wiedermal das erwartet schwere Spiel im Lauterachtal. "Meine Elf hat sich spielerisch und taktisch hervorragend auf die Enge des Platzes eingestellt", lobte der Übungsleiter. Der DJK wurde keine klare Torchance ermöglicht. Raigering spielte dafür geduldig. Der verdiente Siegtreffer gelang Nikolai Seidel mit einem wahnsinnigen Antritt ab der Mittellinie. "Es war ein wichtiger Dreier im Saisonendspurt."

SSV Paulsdorf TSV Königstein

(ac) Sieben Punkte aus den zurückliegenden drei Spielen haben den SSV Paulsdorf zwar bis auf den siebten Platz gebracht, allerdings trügt das Bild, da nur ein geringer Abstand zu den Abstiegsrängen besteht. Der TSV Königstein befindet sich punktgleich in der gleichen Situation wie die Heimelf. Im Hinspiel gab es nach einer desolaten ersten Hälfte die höchste Saisonniederlage (0:4), die die Mannschaft von Trainer Wolfgang Grünwald damals weit zurückwarf. Insofern ist man gewarnt und es besteht kein Anlass, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Vom Nachholspiel bei Germania Amberg kehrte der SSV mit einigen angeschlagenen Akteuren zurück, deren Einsatz sich erst kurzfristig entscheiden wird. Routinier Sascha Döhler wird wohl sicher ausfallen. In Amberg zeigte der SSV wieder sein anderes Gesicht und war läuferisch und gedanklich meist einen Schritt langsamer als der Gegner. Andererseits sollten die letzten Erfolge doch mehr Selbstvertrauen geben, um wieder mehr Sicherheit in die Aktionen zu bekommen. Die Mannen um den wieder einsatzbereiten Kapitän Peter Schmidl sollten nochmal die Kräfte bündeln, da sie dann zwei Wochen Zeit zur Erholung haben.

FC Edelsfeld TuS/WE Hirschau

(bkn) Mit einem verdienten 3:1-Sieg kehrte der FCE vom Gastspiel aus Schmidmühlen zurück. Dank dieses Erfolgs flackert der Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter. Nun gilt gegen den TuS/WE Hirschau den Rückenwind von drei Spielen ohne Niederlage zu nutzen. Doch gegen das Überraschungsteam der Liga ist äußerste Vorsicht geboten. Der Aufsteiger verfügt über hervorragende Offensivqualitäten und hat sich dadurch zurecht im vorderen Tabellendrittel festgebissen. Da für den FCE nur ein Sieg im Abstiegskampf zählt und die Gäste besonders in der Fremde ihre Höchstleistungen abrufen, darf eine spannende Partie erwartet werden.

SVL Traßlberg DJK Utzenhofen

(degr) Der SVL Traßlberg ist in diesem Jahr noch ungeschlagen. Die Ergebnisse (4:0, 0:0, 0:0, 1:1) und die wenigen Gegentore sprechen für eine stabile Leistung des Teams um Spielertrainer Ilker Caliskan. Seit Mitte August haben die Traßlberger auf eigenem Platz nicht mehr verloren. Das sind gute Voraussetzungen, doch Spiele gegen Utzenhofen waren in den vergangenen Jahren schon immer schwere Aufgaben. Daniel und Michael Geitner gilt ein besonderes Augenmerk, die beiden haben zusammen schon knapp 20 Tore auf dem Konto. Die DJK wird alles daran setzen, in Traßlberg zu punkten, um einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Hier gilt es für die Heimmannschaft wieder dagegenzuhalten, mit einem Sieg wäre auch der SVL so gut wie gesichert. Eine kämpferische Einstellung des gesamten Teams ist gefragt. Es spielt der Sechste gegen den Elften, der Abstand beträgt nur vier Punkte. SVL-Kapitän Martin Erras ist noch angeschlagen, dagegen kommt Michael Behrend wieder aus dem Lazarett zurück, der die Offensive mit Sicherheit beleben wird.

SV Loderhof TuS Rosenberg

(bt) Während es für den SV Loderhof/Sulzbach nach dem nicht mehr zu vermeidenden Abstieg nur noch darum geht, sich sportlich zu verabschieden, steht für den TuS Rosenberg noch einiges auf dem Spiel. Die Gäste, die derzeit auf dem Relegationsplatz stehen, werden in den letzten Spielen alles versuchen, zu verhindern, dass sie auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Aus diesem Grund werden sie dem Gastgeber nichts schenken, der nichts mehr zu verlieren hat. Aber, wie bei so vielen Derbys, ist eine Überraschung nicht ausgeschlossen.

DJK Ursensollen Germania Amberg

(mdl) Exakt 585 Minuten dauerte die Torflaute der DJK Ursensollen. Nach acht Spielen ohne Sieg wurden gegen den Absteiger aus Loderhof drei wichtige Zähler eingefahren und der Abwärtstrend zumindest vorübergehend etwas gestoppt. Allerdings wurde auch in dieser Begegnung wieder einmal fahrlässig mit den zahlreichen guten Möglichkeiten umgegangen. In den kommenden Begegnungen gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf sollte sich daher die Treffsicherheit langsam wieder einstellen - insbesondere bei Stürmer Jiri Abel hofft man darauf, dass der vielzitierte Knoten endlich wieder platzt. Der Zeitpunkt wäre ideal, da die punktgleichen Germanen aus Amberg nach Ursensollen kommen. Die Wagrainer sind die Remis-Könige der Liga und treten derzeit ebenfalls etwas auf der Stelle. Aus den vergangenen sieben Partien gelang auch nur ein Sieg, und in der Nachholbegegnung gegen Paulsdorf musste sich Germania trotz Überlegenheit erneut mit einem Remis begnügen. Sicherlich zu wenig für die Ficarra-Elf, die aber in diesem Jahr zumindest noch keine Niederlage hinnehmen musste. Beide Mannschaften haben noch ein anspruchsvolles Restprogramm vor sich und wollen sich mit einem Dreier im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen.

Kreisliga Süd

25. Spieltag

Raigering - Schmidmühlen Sa. 16 Uhr

Inter - Haselmühl Sa. 16 Uhr

Ursensollen - Germania So. 15 Uhr

Paulsdorf - Königstein So. 15 Uhr

Edelsfeld - Hirschau So. 15 Uhr

Loderhof - Rosenberg So. 15 Uhr

Traßlberg - Utzenhofen So. 15 Uhr



1. SV Raigering 22 48:15 47

2. TuS Kastl 22 46:24 42



3. TuS/WE Hirschau 23 44:35 37

4. SV Inter Amberg 22 39:27 36

5. ASV Haselmühl 22 31:21 35

6. SVL Traßlberg 22 27:23 33

7. SSV Paulsdorf 23 37:30 31

8. TSV Königstein 23 33:46 31

9. Germania Amberg 22 43:27 30

10. DJK Ursensollen 22 33:29 30

11. DJK Utzenhofen 21 35:24 29



12. TuS Rosenberg 22 24:38 26

13. FC Edelsfeld 23 33:40 25

14. SV Schmidmühlen 23 25:51 21

15. SV Loderhof 22 12:80 5
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