Fußball: Ex-Profi erstellt Nachwuchskonzept und sichtet Talente
FC Amberg holt Uwe Scherr ins Boot

Hand drauf: Ex-Profi Uwe Scherr (links), der bei der SGS und beim 1. FC Amberg seine Karriere startete, arbeitet künftig eng mit den Gelb-Schwarzen um Präsident Helmut Schweiger (rechts) zusammen. Bild: lst
Sport
Amberg in der Oberpfalz
10.03.2016
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Der FC Amberg macht den nächsten Schritt: Um den Nachwuchsbereich weiter zu stärken und mehr eigene Talente an die erste Mannschaft heranzuführen, arbeitet der Regionalliga-Neuling ab sofort mit Ex-Profi Uwe Scherr zusammen.

"Uwe ist aufgrund seines Werdeganges und seiner jetzigen Tätigkeit, bei der er weltweit für Profivereine Nachwuchskonzepte erarbeitet, ein absoluter Gewinn für uns", sagt Helmut Schweiger, der Präsident des Fußball-Regionalligisten, über die "Neuverpflichtung": Uwe Scherr, der in Amberg bei der SGS und dem 1. FC seine Fußballerkarriere begann, später 183 Bundesligaspiele für den 1. FC Kaiserslautern, FC Schalke 04 und 1. FC Köln bestritt, mit Kaiserslautern 1990 DFB-Pokal-Sieger und 1991 deutscher Meister wurde. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Scherr zwölf Jahre lang bei Schalke als Chefscout, Co-Trainer der U 19 und Nachwuchskoordinator, betreute dabei auch die späteren Weltmeister Manuel Neuer, Mesut Özil, Benedikt Höwedes und Julian Draxler.

"Uwe will seiner Heimatstadt etwas zurückgeben und sieht viele positive Ansätze beim FC Amberg", so Schweiger, der in den nächsten drei bis fünf Jahren die Gelb-Schwarzen in der höchsten Amateurliga Deutschlands stabilisieren und sportlich und strukturell weiterbringen möchte.

Um dies zu bewerkstelligen, das ist Schweiger bewusst, braucht es im Verein einen gesunden und professionellen Unterbau. Sprich: Die Arbeit im Jugendbereich muss weiter intensiviert werden. Der Hauptgrund, warum Scherr und der FCA nun zusammenarbeiten. "Unser Ziel ist es, dass alle talentierten Spieler und auch Trainer aus der Region bei uns spielen und mitarbeiten wollen und wir mittelfristig ein eigenes Nachwuchsleistungszentrum besitzen. Das ist aber nur mit gut ausgebildeten Trainern möglich, die mindestens den B- oder A-Schein haben", erklärt der Amberger Präsident. Timo Rost, der Trainer der Regionalliga-Mannschaft, ergänzt dazu: "Der FC Amberg war schon immer bekannt für eine sehr gute Jugendarbeit, in der Spieler hervorgebracht wurden, die es sogar bis in die Bundesliga geschafft haben." Da jetzt die erste Mannschaft in Deutschlands höchster Amateurliga spiele, sei es elementar wichtig, die eigenen Jugendspieler so auszubilden, dass er sie oben auch einsetzen könne.

Genau hier setzt die Kooperation mit Scherr an. Der 50-Jährige, der auch als Spielerscout für den FCA fungieren wird, soll ein Jugendförderprogramm entwickeln und mithelfen, die Infrastruktur des kompletten Geländes am Schanzl weiter ausbauen und zu verbessern. Angedacht ist dabei, dass die FCA-Nachwuchsakteure durch eintägige Lehrgänge, die einmal pro Monat stattfinden, geschult werden. Zudem will der FC in Zukunft mit Scherr als Referenten theoretische und praktische Fortbildungsmaßnahmen für alle vereinseigenen Trainer sowie Coaches aus der Umgebung ins Leben rufen.
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