Fußball: FC Amberg gegen Unterhaching klarer Außenseiter
"Keiner erwartet etwas von uns"

Es ist momentan wie verhext, die Amberger (im Bild Thomas Schneider) finden einfach die Lücken in der gegnerischen Abwehr nicht. In diesem Jahr ist der Aufsteiger noch ohne Treffer. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
25.03.2016
125
0

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist Fußball-Regionalligist FC Amberg der große Außenseiter. Aber vielleicht braucht es genau diese Ausgangslage, um die Niederlagenserie nach der Winterpause zu stoppen.

Zu Gast am 26. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern im Stadion am Schanzl ist am Samstag, 26. März (14 Uhr), die SpVgg Unterhaching. Der Drittligaabsteiger holte in den drei Spielen im Jahr 2016 sieben Punkte. Abgesehen von einem mageren 1:1 in Schweinfurt feierten die Münchner Vorstädter beim FC Augsburg II (6:0) und im Stadtderby gegen den FC Bayern II (4:1) zwei klare Siege. "Mit dem Jahr sind wir mehr als zufrieden. Das liegt aber nicht nur an den Spielen, sondern auch an der Vorbereitung im Januar und Februar", sagt Hachings Trainer Claus Schromm (46).

Kein Lizenzantrag


Mit 40 Punkten hat die SpVgg, bei der man aus finanziellen Gründen keinen Lizenzantrag für die 3. Liga eingereicht hat, Anschluss nach oben. Bei noch einem ausstehenden Nachholspiel sind es auf den Drittplatzierten 1. FC Nürnberg II nur vier Punkte Rückstand, auf den Zweiten Wacker Burghausen sieben. Um den Aufstieg gehe es wegen des nicht eingereichten Lizenzantrags aber nicht mehr, so Schromm. Vielmehr wolle man für die restliche Saison den Weg mit den Spielern weitergehen, mit denen man sich nach dem Abstieg aus der 3. Liga neu aufgestellt habe.

Dass man aber so weit oben steht, hat Gründe. Zum einen zeigen die Hachinger nicht nur zu Hause, sondern auch auf fremden Plätzen starke Leistungen, sammelten in zwölf Partien in der Fremde bereits 18 Punkte. Dazu kommt eine treffsichere Offensive (43 Tore). Mit Vitalij Lux (1. FC Nürnberg II), der am Samstag wegen eins Länderspieleinsatzes für Kirgisien fehlt, und dem kanadischen Nationalspieler Caleb Clarke (Vancouver Whitecaps) wurden im Winter weitere Offensivoptionen geholt.

erwartet also eine bärenstarke Offensive - die Favoritenrolle ist klar vergeben. "Wir sind zurecht der Favorit. Allein aufgrund der Häufigkeit unserer Trainingseinheiten und dem professionellen Umfeld. Ich glaube aber nicht, dass es für uns so einfach wird wie zuletzt", schätzt Schromm die Partie in Amberg ein und erinnert an das knappe Hinspiel (1:0), bei dem Hachings Siegtor erst in der 92. Minute fiel. Aber vielleicht hilft diese Außenseitersituation den Ambergern, die ersten Punkte des Jahres zu holen. Nach drei Niederlagen bisher schmilzt der Abstand auf die Relegationsplätze. Panik will Trainer Timo Rost deshalb aber nicht aufkommen lassen: "Wir haben die Mentalität und Qualität dazu, uns aus unserem Tief zu befreien."

Wieder mit Kevin Kühnlein


Dazu ist man seit längerer Zeit mal wieder klarer Underdog - auch das sei sicher kein Nachteil, betont Rost: "Mit Unterhaching kommt die Mannschaft der Stunde zu uns. Wir gehen es respektvoll an und brauchen eine Topleistung. Dass wir Außenseiter sind, kann aber auch ein Vorteil sein, weil keiner etwas von uns erwartet." Kevin Kühnlein kehrt nach Gelb-Rot-Sperre wieder zurück, Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Michael Dietl (Grippe), Benjamin Werner (Innenband-reizung im Knie) und Thomas Schneider (Augenentzündung).

FC Amberg: Götz (1), Schober (25); Ceesay (15), Gorgiev (5), Fischer (2), Göpfert (4), Kühnlein (15), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Schneider (20) ?, Lincke (19), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8) ?, Hauck (27), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11) ?, Torunarigha (21).
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.