Fußball: FC Amberg verliert in Schweinfurt
"Unnötig wie ein Kropf"

Die Amberger Abwehr um Oliver Gorgiev und Kevin Kühnlein (von links) hielt 83 Minuten. Dann trafen die Schweinfurter (rechts Michael Kraus) doch noch, Kühnlein sah kurz vor Schluss die Gelb-Rote Karte und ist in der nächsten Partie gegen den FC Augsburg II gesperrt. Bild: Horling
Sport
Amberg in der Oberpfalz
11.03.2016
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Ein Sieg wäre ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt gewesen. Ein Unentschieden hätte den 1. FC Schweinfurt zumindest auf Abstand gehalten. Doch nach der bitteren Niederlage vom Freitagabend wird die Lage für den Fußball-Regionalligisten FC Amberg so langsam ernst. Dabei sah es in einem typischen 0:0-Spiel bis kurz vor Schluss tatsächlich nach einem Punkt für die Rost-Elf aus.

"Das hätte es nicht gebraucht", kommentierte Teammanager Hubert Kirsch das 0:2 in Schweinfurt - nach dem 0:1 am Dienstag in Ingolstadt die zweite Niederlage des FC Amberg binnen drei Tagen. "Wir haben gar nicht mal schlecht gespielt", so Kirsch, "aber Schweinfurt war aggressiver, zeigte mehr Einsatz und Laufbereitschaft - und war einen Tick cleverer."

Im Vergleich zum Dienstagsspiel stellte Ambergs Trainer Timo Rost seine Startelf auf drei Positionen um: Der gegen Ingolstadt gelbgesperrte Marco Wiedmann kehrte ins Team zurück, für ihn musste Michael Dietl auf die Bank, Sven Seitz und Benjamin Werner kamen für Junior Torunarigha und den diesmal gelbgesperrten Sebastian Hauck. Neben dem verletzten Andreas Graml musste Rost auch auf Kai Hempel (Grippe) verzichten. Den besseren Beginn hatten die Schweinfurter - und gleich in der 3. Minute die Riesengelegenheit zur Führung, doch Ambergs Schlussmann Matthias Götz boxte einen Drehschuss von Tom Jäckel aus dem Eck. Auch an der nächsten Aktion im Gästestrafraum war der Schweinfurter Torjäger beteiligt: Der Schubser von Frank Lincke gegen Jäckel war wohl grenzwertig, für Schiedsrichterin Angelika Söder aber nicht elfmeterwürdig (16.).

Die einzige gute Möglichkeit der Amberger in der ersten Hälfte hatte Benjamin Werner, der in der 30. Minute alleine auf Torhüter Julian Schneider zulief, diesen aus 15 Metern aber anschoss. Die zweite große Chance hatten die Schweinfurter kurz nach dem Seitenwechsel: Nach einem Foul am Strafraum bekam Christian Knorr "Gelb", und die Gastgeber Freistoß, den Johannes Bechmann an die Latte donnerte. Der Druck der Unterfranken nahm zu, doch die Amberger Defensive stand sicher. Schweinfurts Schlussmann war in dieser Phase wenig gefordert, bei einem gefährlichen Kühnlein-Kopfball (72.) aber hellwach.

Anders als die Amberger Defensive elf Minuten später, als Bastian Lunz flankte und Ingo Feser im Strafraum gegen die Laufrichtung von Matthias Götz zum 1:0 einköpfte. Ein Tor wie aus heiterem Himmel. "Da haben wir einmal gepennt", gab FC-Verteidiger Oliver Gorgiev nach dem Spiel zu. Als die Gäste nach der Gelb-Roten Karte gegen Kevin Kühnlein (wiederholtes Foulspiel) in Unterzahl alles nach vorne warfen, sorgte Kevin Fery nach einem klassischen Konter für die endgültige Entscheidung.

"Jetzt stehen wir wieder mit leeren Händen da. Das war unnötig wie ein Kropf", sagte ein enttäuschter Hubert Kirsch nach dem Spiel: "Ich hoffe, wir wachen jetzt auf. Sonst wird's noch einmal eng."
Ich hoffe, wir wachen jetzt auf. Sonst wird's noch einmal eng.Hubert Kirsch, Teammanager des FC Amberg


1. FC Schweinfurt 05 –
FC Amberg 2:0 (0:0)
1. FC Schweinfurt 05: Julian Schneider, Lunz, Bechmann, Bauer, Messingschlager – Wenninger, Fery – Krautschneider, Kraus (61. Diroll), Feser (84. Krämer) – Jäckel (61. Müller).
FC Amberg: Götz – Gorgiev, Kühnlein, Plänitz (76. Ceesay), Knorr – Lincke, Thomas Schneider (46. Dietl), Wiedmann, Seitz – Wiesner, Werner (83. Torunarigha).
Tore: 1:0 (83.) Ingo Feser, 2:0 (90.+2) Kevin Fery – SR: Angelika Söder (Ochenbruck) – Zuschauer: 979 – Gelb-Rot: (86.) Kevin Kühnlein (FCA), Foulspiel.
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