Fußball
Keine Geschenke im Nachbarduell

Der Rosenberger Innenverteidiger Stefan Luber (links vorne) und Mittelfeldspieler Kevin Kammerl (Zweiter von rechts) stemmen sich mit aller Macht gegen die Loderhofer Überzahl mit Kapitän Markus Schäffer (Mitte hinten), beobachtet vom Loderhofer Außenverteidiger Daniel Fenk (rechts). Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
18.04.2016
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Der bittere Gang nach unten ist nicht mehr zu verhindern. Doch ein Ziel hat der SV Loderhof noch: Er will sich sportlich anständig aus der Fußball-Kreisliga Süd verabschieden. Für den Nachbarn gab es im Stadtduell schon mal keine Geschenke.

Durch das 0:0-Unentschieden rutschte der TuS Rosenberg auf einen direkten Abstiegsplatz und liegt jetzt einen Zähler hinter dem FC Edelsfeld, der überraschend den Tabellendritten TuS/WE Hirschau besiegte. Erst in der Schlussphase wurde das Duell des Spitzenreiters SV Raigering gegen den Vorletzten SV Schmidmühlen eine klare Sache. Beim 5:1-Sieg der Panduren traf Nikolai Seidel viermal, die nun acht Punkte Vorsprung auf den diesmal spielfreien TuS Kastl haben. Der Tabellenzweite kann am Mittwoch im Nachholspiel gegen die DJK Utzenhofen den Abstand aber wieder auf fünf Zähler verkleinern.

SV Loderhof 0:0 TuS Rosenberg

SR: Gerd Lamatsch (Nürnberg) - Zuschauer: 90.

(bt) Das Stadtduell war spielerisch zwar qualitativ nicht immer hochstehend, aber kämpferisch konnte man beiden Teams nichts vorwerfen. Da beide Mannschaften die Offensive bevorzugten, gab es zahlreiche Torchancen. Während die Rosenberger in der ersten Hälfte in Führung hätten gehen können, erspielte sich die Heimelf in der Folgezeit gute Möglichkeiten. Die beste hatte Manuel Mignon, doch sein Ball sprang vom Innenpfosten wieder ins Feld. Insgesamt entsprach das Unentschieden dem Spielverlauf, wobei der SV Loderhof/Sulzbach damit besser leben kann als der TuS Rosenberg.

SV Raigering 5:1 (1:1) SV Schmidmühlen

Tore: 1:0 (14.) Nikolai Seidel, 1:1 (41.) Christopher Roidl, 2:1 (77.) Nikolai Seidel, 3:1 (80.) Max Prechtl, 4:1/5:1 (81./83.) Nikolai Seidel - SR: Julian Roidl (Ensdorf) - Zuschauer: 120.

(gth) Der SV Raigering mühte sich bis zur 77. Minute, dann drehte er auf - und der SV Schmidmühlen brach ein. Der SVR setzte auf seinen Tempomaten Nikolai Seidel, der diesmal als Mittelstürmer in der Dreierangriffskette ran durfte. Die offensive Ausrichtung brachte nach 14 Minuten auch den gewünschten Erfolg: Seidel zog in den Strafraum und traf mit viel Übersicht zur Führung. Schmidmühlen war in dieser Phase nur Zuschauer und konnte keine Akzente setzen. In der Folgezeit entwickelte sich ein absoluter Langweiler. Überraschend glich Schmidmühlen aus: Vier Minuten vor dem Seitenwechsel setzte Christopher Roidl einen langen Heber in die Maschen. Glück hatte Schmidmühlen in der 70. Minute: Einen Schuss von Seidel kratzte Christian Graf von der Linie. Seidel schaltete in der 77. Minute erneut seinen Turbo, überlief seinen Gegenspieler und erlöste den SVR mit dem 2:1. Dann brachen bei Schmidmühlen alle Dämme: Zunächst erhöhte Max Prechtl auf 3:1, eine Minute später traf Seidel zum 4:1 und machte weitere zwei Minuten später auch noch das 5:1.

Inter Bergsteig 2:2 (2:1) ASV Haselmühl

Tore: 1:0/2:0 (6./28.) Oktay Türksever, 2:1 (34./Foulelfmeter) Matthias Schmidt, 2:2 (67.) Philipp Paintner - SR: Matthias Kraus (FC Rieden) - Zuschauer: 100 - Rot: (90.+6) Albert Sejdiu (Inter) wegen Meckerns.

(hfz) Inter Bergsteig hatte den ASV Haselmühl 35 Minuten lang komplett unter Kontrolle. Das frühe 1:0 erzielte Türksever nach traumhaftem Zuspiel von Kubik. Der tauchte in der 19. Minute alleine vor dem Gästeschlussmann auf, verfehlte das Tor aber knapp. Kurz danach setzte Haselmühl einen Ball unter die Latte des Inter-Tors, die Torlinie überquerte der Ball allerdings nicht. Aus dem Mittelfeld herausgespielt entstand das 2:0 - Türksever vollstreckte, wieder nach Zuspiel von Kubik. In der Folgezeit verpassten es die Amberger, den Sack zuzumachen. Nach Foul von Granit Sejdiu an Matthias Schmidt zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt (35.): Der Gefoulte trat an - und traf zum 1:2. Nun kamen die Haselmühler besser in Fahrt, während Inter immer verunsicherter wirkte. Nach der Pause parierte Hahn eine ASV-Kombination von Hammerl und Philipp Paintner. Haselmühl drängte nun auf den Ausgleich, doch Hammerl, Paintner und Sarnowski scheiterten. Die Gäste gaben nicht auf - und wurden in der 67. Minute belohnt, als Philipp Paintner zum 2:2 traf. Wermutstropfen für die Gastgeber war die Rote Karte für Albert Sejdiu in der Nachspielzeit.

SSV Paulsdorf 3:2 (1:2) TSV Königstein

Tore: 0:1 (3.) Michael Pirner, 1:1 (15.) Christian Demel, 1:2 (18.) Thomas Scheidler, 2:2 (46.) Tobias Scherm, 3:2 (72.) Fabian Schreier - SR: Adrian Kohn (FC Amberg) - Zuschauer: 125 - Gelb-Rot: (86.) Ilir Mujku (SSV), Foulspiel.

(ac) Die Gäste begannen furios und lagen bereits nach drei Minuten vorne, als SSV-Torhüter Thomas Heldmann einen Aufsetzer von Michael Pirner passieren ließ. Königstein setzten die Heimelf weiter unter Druck, aber Christian Demel gelang nach einer Viertelstunde der Ausgleich nach einem Mujku-Eckball, der durch Freund und Feind hindurch ging, und der Schütze am langen Pfosten goldrichtig stand. Doch die Gäste legten wieder vor, eine weite Flanke nahm der stets gefährliche Thomas Scheidler direkt und ließ Heldmann keine Chance (18.). Gleich nach dem Wechsel legte Ilir Mujku per Kopf für Tobias Scherm auf, der den Ausgleich erzielte. Obwohl der SSV nun zielstrebiger nach vorne spielte, hatten die Gäste erneut eine riesige Kontermöglichkeit, die aber Tom Heldmann mit letztem Einsatz vereitelte (52.). Paulsdorf drängte nun auf die Führung. Fabian Schreiers Schuss wurde noch leicht abgefälscht und landete im langen Eck (72.). Drei Minuten traf sein Bruder Christian mit einem verdeckten Schuss nur den Pfosten. Der SSV zog sich nun zurück und musste nach der Gelb-Roten Karte gegen Mujku bange Minuten überstehen, ehe der glückliche, aber nicht unverdiente Sieg in trockenen Tüchern war.

FC Edelsfeld 3:1 (3:1) TuS/WE Hirschau

Tore: 1:0 (12.) Alexander Heldrich, 1:1 (34,) Matthias Brinster, 2:1/3:1 (39./44.) Bastian Kölbel - SR: Thomas Schneider (Speichersdorf) - Zuschauer: 190.

(bkn) Von Beginn an zeigte Edelsfeld absoluten Siegeswillen und schnürte Hirschau förmlich ein. In der 12. Minute ließ Spielertrainer Heldrich mit einem satten Schuss dem Gästetorwart keine Chance. Der FCE blieb weiter am Drücker und erst Mitte der ersten Hälfte gelang es den Gästen, sich aus der Umklammerung zu befreien. In der 34. Minute musste Edelsfeld überraschend den Ausgleich hinnehmen, als sich FCE-Torhüter Fischer bei einem Freistoß von Brinster verschätzte und der Ball im Tor landete. Die Hausherren zeigten sich von dem Rückschlag keineswegs beeindruckt und drückten weiter aufs Tempo. In der 39. Minute war Kölbel nach einer mustergültigen Flanke von Heldrich per Kopf zur Stelle und traf zum 2:1. Der dritte Treffer fiel kurz vor der Pause, als der überragende Heldrich erneut seinen Sturmpartner Kölbel bediente und der Ball unhaltbar neben dem Pfosten einschlug. Nach der Pause schaltete der FCE einen Gang zurück, blieb aber spielbestimmend und ließ kaum Chancen des Gegners zu.

SVL Traßlberg 1:3 (1:2) DJK Utzenhofen

Tore: 0:1 (17.) Sebastian Schwarzfischer, 1:1 (37.) Alexander Egerer, 1:2 (39.) Michael Geitner, 1:3 (68.) Daniel Geitner - SR: Rabah Ghennam (Weiden) - Zuschauer: 115.

(degr) Jetzt kann es noch einmal eng werden für den SVL Traßlberg im Kampf um den Klassenerhalt. In der 9. Minute strich ein Freistoß von Bürzer knapp übers Tor, anschließend ein Weitschuss von Caliskan. Utzenhofen versteckte sich nicht und ging in der 17. Minute durch Sebastian Schwarzfischer nach einem Eckball in Führung. Wenig später wurde ein Treffer der Gastgeber wegen Abseitsstellung nicht gegeben. Der Ausgleich gelang schließlich Alexander Egerer mit einem Abstauber nach einem Freistoß von Thomas Behrend. In der 38. Minute nahm Michael Geitner ein Geschenk dankend an und schob zum 1:2 ein. In der zweiten Hälfte machte sich der SVL durch viele ungenaue Pässe das Leben schwer. Weitaus effektiver waren die Gäste, die in der 68. Minute durch Daniel Geitner zum 1:3 kamen. Traßlberg warf nun alles nach vorne, kam aber lediglich zu einem Pfostenknaller von Thomas Behrend. Utzenhofen konterte gefährlich und hätte bei besserer Chancenauswertung das Ergebnis durchaus noch in die Höhe schrauben können, doch Michael Geitner köpfte kurz vor Schluss nur an die Latte.

DJK Ursensollen 0:4 (0:3) Germania Amberg

Tore: 0:1/0:2 (22./31.) Thomas Weiß, 0:3 (39.) Christopher Reichenberger, 0:4 (58.) Thomas Schwab - SR: Matthias Kraus - Zuschauer: 80.

(mdl) Die Ursensollener hatten sich für die richtungsweisende Begegnung viel vorgenommen - auf dem Platz war davon allerdings gar nichts zu sehen. In der Offensive agierten die Gastgeber zu harmlos, in der Abwehr waren sie völlig von der Rolle. Gästestürmer Weiß bekamen die DJK-Mannen überhaupt nicht in den Griff, und dieser eröffnete auch den Torreigen der Gäste mit einem Verzweiflungsschuss vom Strafraumeck, der sich über Jakusevic ins Tor senkte. Kurz danach war es erneut Weiß, den die Ursensollener ziehen ließen und dieser frei einschieben konnte. Ein katastrophaler Rückpass sorgte schon für die Entscheidung, als Reichenberger zur 3:0-Pausenführung abstaubte. Von der Heimelf war in Hälfte eins nichts zu sehen. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts, Germania blieb weiter im Vorwärtsgang. Als Schwab freistehend per Kopf das 0:4 erzielte, bahnte sich ein Debakel für Ursensollen an. Erst als Germania einen Gang zurückschaltete und die Heimelf etwas umstellte, kam sie besser ins Spiel. Zählbares ergab sich aber nicht.
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