Fußball Kreisliga Süd
Freudenbergs Angst vor der Dunkelheit

Mehr Schatten als Licht: Trainer Florian Neiß hat mit seinem SV Freudenberg zurzeit eine kritische Phase zu überstehen. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
05.11.2016
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Drittletzter - der SV Freudenberg steckt überraschend im Abstiegskampf der Kreisliga Süd. Die 0:3-Pleite in Haselmühl lässt wenig Hoffnung auf Besserung zu. Die ist aber bitter nötig. Bei einer weiteren Niederlage sieht es für die Neiß-Truppe ziemlich düster aus.

Innerhalb von einem Jahr von der Bezirksliga direkt runter in die Kreisklasse - das will der SV Freudenberg vermeiden. Der erste Schritt aus der Krise wäre ein Heimerfolg gegen den FC Edelsfeld, der zurzeit ebenfalls schwächelt.

Die meisten Augen der Kreisliga dürften am Wochenende aber mal wieder auf den TuS/WE Hirschau gerichtet sein: Der souveräne Tabellenführer erwartet den SC Germania Amberg zum nächsten Topspiel. Mit einem weiteren Sieg würden die Hirschauer einen großen Schritt Richtung Aufstieg machen - zumindest hätte die Gottfried-Elf dann zehn Punkte Vorsprung auf den dritten Rang. Wie viel Punkte es nach dem 15. Spieltag auf den zweiten Platz sind, entscheidet sich in Rieden, wo der Gastgeber den Tabellenzweiten SV 08 Auerbach empfängt.

TuS/WE Hirschau SC Germania Amberg

(cgh) Mit dem 2:1-Sieg in Auerbach haben die Hirschauer den schärfsten Verfolger erst mal distanziert - der Blick auf die Tabelle macht deutlich, wie enorm wertvoll der Sieg beim SVA für die Kaoliner war. Mit nunmehr sechs Punkten Vorsprung stehen die Chancen gut, als Spitzenreiter zu überwintern. Drei Partien stehen noch auf dem Programm, den Auftakt macht die Heimpartie am Sonntag um 14.15 Uhr im Hirschauer Sportpark gegen die Germanen aus Amberg.

Die Truppe von Tom Ficarra spielt eine starke Saison und war bislang die einzige Mannschaft, die den Spitzenreiter schlagen konnte. Herauszuheben ist sicher das brandgefährliche Sturmduo des SCG mit Florian Danzer und Michael Behrend, die zusammen schon 13 Einschläge auf dem Konto haben. Coach Jörg Gottfried erwartet ein enges Spiel. Es gilt, so wenig Fehler wie möglich zu machen im Duell der beiden besten Defensivreihen der Kreisliga. Personell betrachtet kann Gottfried aus dem Vollen schöpfen, denn bis auf Florian Stegmann und Stefan Pfab sind alle Mann dabei. (Vorspiel SG - Germania II um 12.15 Uhr).

1. FC Neukirchen SV Inter Amberg

(röt) Am Sonntag empfängt der 1. FC Neukirchen den SV Inter Bergsteig aus Amberg. Es begegnen sich der Fünfzehnte und Fünfte der aktuellen Tabelle. Neukirchen bestritt zuletzt zwei Auswärtsspiele mit unterschiedlichen Leistungen. Bei Germania Amberg zeigte das Team aber eine deutliche Leistungssteigerung und unterlag nur äußerst knapp.

Inter blieb in den letzten fünf Spielen, darunter drei Remis, sieglos und wird sicher gegen den Aufsteiger voll auf drei Punkte spielen. Mit 27 erzielten Toren sind die Bergsteiger eines der torgefährlichsten Teams der Kreisliga. Also wird der Gastgeber versuchen, auf eine stabile Abwehrarbeit zu bauen, seine Chancenverwertung zu verbessern und seinen Heimvorteil zu nutzen.

DJK Utzenhofen SVL Traßlberg

(aun) Nachdem auch die schwere Auswärtshürde auf dem Edelsfelder Hahnenkamm erfolgreich übersprungen wurde, haben die Lauterachtaler durch einen Sieg am Sonntag die Möglichkeit, ihren guten Tabellenplatz beizubehalten. Um 14 Uhr empfängt die Pfeifer-Truppe zum ersten Rückrundenheimspiel am Wirlbach-Stadion das Ligaschlusslicht aus Traßlberg. Sieben Punkte hat das Team von Hans-Jürgen Plößl bisher eingefahren - dabei ist auch der Punkt vom Hinspiel (2:2). Die Utzenhofener tun trotzdem gut daran, den Gegner nicht am Tabellenstand zu messen, sondern sich der eigenen Stärke zu besinnen.

DJK-Coach Matthias Pfeifer warnt daher vor einem Gegner, der jeden Punkt braucht und dementsprechend kämpfen wird. Wieder mal steht ein ganz wichtiges Spiel bevor, aber das hörte man zuletzt ja schon häufiger. Die DJK muss es nun auf dem Spielfeld zeigen. Wenn Geitner, Abel und Co, die Traßlberger Abwehr knacken wollen, bedarf es mehr Kaltschnäuzigkeit und Durchschlagskraft als in den vergangenen Wochen. Die Serie der Ausfälle reißt allerdings nicht ab. Nach Michael Hummel, Johannes Prüfling und Tobias Meyer, die mit Meniskusverletzungen lang zuschauen müssen, hat es am vergangenen Wochenende Fabian Hummel und Michael Geitner mit leichten Muskelverletzungen erwischt. (Vorspiel der Reserven um 12.15 Uhr).

SSV Paulsdorf TSV Königstein

(ac) Der SSV Paulsdorf trifft am Sonntag auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, dem TSV Königstein. Beide Mannschaften holten in den zurückliegenden beiden Begegnungen vier Punkte und haben sich etwas von den Abstiegsrängen absetzen können. Doch die Abstände sind sehr klein und der Verlierer wird sich sicher dort wiederfinden. Die Gäste um Spielertrainer Christian Ringler, der auch Dreh- und Angelpunkt einer kampf- und laufstarken Mannschaft ist, haben schon im Hinspiel ihre Qualitäten bewiesen, als sie das Spiel in der Schlussphase umbogen.

Der SSV sollte also gewarnt sein und dem Gegner von Anfang an hochkonzentriert begegnen. Trainer Wolfgang Grünwald bangt um den Einsatz von Peter Schmidl und Michael Grosser, die schon in Traßlberg passen mussten. Michael Geiger gab dagegen im Abschlusstraining Entwarnung. Nicht dabei ist Innenverteidiger Thomas Aschenbrenner. Man darf gespannt sein, ob der SSV sein Oktober-Hoch fortsetzen kann. (Vorspiel der Reserven um 12.15 Uhr).

SV Freudenberg FC Edelsfeld

(koa) Dass Freudenberg mitten im Abstiegskampf angekommen ist, sollte spätestens nach der 0:3-Klatsche letzte Woche in Haselmühl auch dem Letzten klar geworden sein. Dort präsentierte sich der SV nicht Kreisliga-reif und verlor hochverdient. Im anstehenden Heimspiel wird die Aufgabe aber keineswegs leichter, denn mit dem FC Edelsfeld gastiert eine kampfstarke Mannschaft, die schon im Hinspiel die Freudenberger fast nach Belieben dominierte.

SVF-Trainer Florian Neiß ist momentan um seine Aufgabe wahrlich nicht zu beneiden. Vor allem die etablierten Spieler laufen ihrer Form meilenweit hinterher. Anspruch und Wirklichkeit klaffen schon die gesamte Saison sehr weit auseinander. Nur wenn man sich wieder auf die Grundtugenden des Fußballs besinnt, kann die aktuell prekäre Situation gemeistert werden. Die Möglichkeit dazu besteht - bis zur Winterpause stehen drei richtungsweisende Heimspiele in Folge an. Sollte hier nicht gepunktet werden, wird es zappenduster in Freudenberg.

1. FC Rieden SV 08 Auerbach

(riw) Mit dem SV 08 Auerbach gastiert am Sonntag bereits um 14 Uhr der Tabellenzweite im Vilstal. Im Hinspiel entschied Auerbach die Partie mit 3:2 für sich und wird alles daran setzen, einen weiteren Dreier einzufahren. Damit hätte Auerbach die Möglichkeit, weiter zu Tabellenführer TuS/WE Hirschau aufzuschließen, der im Spitzenspiel gegen den Dritten Germania Amberg antreten muss.

Bis zur Winterpause muss der FC Rieden (6.) noch gegen die drei Spitzenteams der Liga antreten. Wegen der engen Situation im Mittelfeld der Tabelle müssen die Jungs um Trainer Oliver Ruschitzka bis dahin mindestens noch vier Punkte einfahren, um einigermaßen beruhigt den Winter zu verbringen. Die Verletztenmisere hat sich beim FC jedoch mit dem langfristigen Ausfall von Martin Hillen weiter verschärft, so dass beim letzten Spiel in Königstein Trainer Ruschitzka selbst mit ran musste. Bekommt die Defensivabteilung des FC die beiden Auerbacher Topstürmer Matthias Förster (9 Tore) und Manuel Trenz (8) in den Griff, dürfte zumindest aufgrund der eigenen Offensivstärke ein Teilerfolg realistisch sein.

SC Luhe-Wildenau ASV Haselmühl

Zum ersten Heimspiel der Rückrunde empfängt der SC Luhe-Wildenau am Sonntag um 14 Uhr den ASV Haselmühl. Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften entschied der ASV mit 2:0 für sich. Diese Scharte möchte die Elf von Roland Rittner auswetzen. Zusätzliche Brisanz erhält die Partie aufgrund der Tabellensituation. Luhe-Wildenau hat als Neunter einen Punkt Rückstand auf Haselmühl. Die Heimmannschaft holte zuletzt einen Punkt beim SV Inter Bergsteig Amberg, schaffte es aber nicht, an die überzeugende Leistung aus der Partie gegen Neukirchen anzuknüpfen. Allerdings blieb man im sechsten Spiel in Folge unbesiegt. SC-Trainer Roland Rittner kann auf den Kader der letzten Woche zurückgreifen.

Kreisliga Süd

15. Spieltag

Rieden - Auerbach So. 14 Uhr

Paulsdorf - Königstein So. 14 Uhr

Utzenhofen - Traßlberg So. 14 Uhr

Freudenberg - Edelsfeld So. 14 Uhr

Luhe-Wildenau - Haselmühl So. 14 Uhr

FC Neukirchen - Inter So. 14 Uhr

Hirschau - Germania So. 14.15 Uhr



1. TuS/WE Hirschau 14 20:8 33

2. SV 08 Auerbach 14 28:19 27



3. Germania Amberg 14 20:11 26

4. DJK Utzenhofen 14 26:17 23

5. SV Inter Amberg 14 27:17 22

6. 1.FC Rieden 14 31:22 21

7. FC Edelsfeld 14 24:22 19

8. ASV Haselmühl 14 24:23 17

9. SC Luhe-Wildenau 14 21:19 16

10. SSV Paulsdorf 14 20:30 15

11. TSV Königstein 14 17:27 14



12. SV Freudenberg 14 18:26 12

13. 1. FC Neukirchen 14 15:26 11

14. SVL Traßlberg 14 14:38 7
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