Fußball Ligeneinteilung
Ohne Vereinsbrille eine andere Sicht

Albert Kellner zeigt auf die Einteilung der beiden Kreisligen auf dem Bildschirm. Die bereitete dem Kreisspielleiter in diesem Jahr die wenigsten Probleme. Bild: Hartl
Sport
Amberg in der Oberpfalz
10.06.2016
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Im Norden zu viele, im Süden zu wenige Mannschaften. Das Problem in den Kreisligen löst Albert Kellner schnell. Etwas schwieriger ist es für den Fußball-Kreisspielleiter bei den Kreisklassen, richtig knifflig bei den B-Klassen. Doch jetzt steht die Ligeneinteilung für die neue Saison.

"Nach einer Woche intensiven Telefonierens, Diskutierens und auch Ärgerns" (Kellner) sind die 182 Mannschaften - exakt so viele wie vergangene Saison - in die zwei Kreisligen, drei Kreisklassen, vier A-Klassen und vier B-Klassen aufgeteilt. "Manchmal", so der Spielleiter des Fußballkreises Amberg/Weiden "musste ich Vereinsvertretern klarmachen, dass eine andere Sicht der Dinge herauskommt, wenn man die Vereinsbrille abnimmt."

Keine große Diskussionen gab es bei der Zusammensetzung der beiden Kreisligen: "Dank der guten Kooperation mit dem SC Luhe-Wildenau und dem SV 08 Auerbach konnte ich trotz des Überhangs im Norden zwei 14er-Ligen bilden", sagt Kellner. Der Absteiger aus der Bezirksliga Nord und der Nord-Kreisligist spielen in der kommenden Saison in der Kreisliga Süd. Die wurde durch einen zusätzlichen direkten Abstiegsplatz in der vergangenen Saison aus einer 15er- wieder zu einer 14er-Gruppe. Einen Überhang gibt es dafür in der Kreisklasse, so dass die Gruppe West in der neuen Runde mit 15 Mannschaften spielt - und damit drei statt zwei Direktabsteiger hat. Kreisklassen-Aufsteiger SV 08 Auerbach II hätte gerne im Süden gespielt, akzeptierte aber die Eingruppierung in den Westen.

Hohenburg einzige "Erste"


Bei den A-Klassen hat Kellner wieder die zweiten Mannschaften der Kreisliga Süd in einer Gruppe (A-Klasse Süd) zusammengefasst: "Dadurch gibt es an jedem Spieltag elf Vorspiele der Reserven." Komplettiert wird die A-Süd durch die "Zweiten" des Bezirksligisten DJK Ensdorf und des Kreisklassisten SV Schmidmühlen - sowie die einzige "Erste", den TuS Hohenburg. Ganz anders ist die Zusammensetzung der A-Klasse Nord: Hier spielen neun erste und nur fünf zweite Mannschaften.

Die Einteilung der B-Klassen musste Kellner am Freitag nocheinmal komplett umschmeißen, nachdem eine angedachte Spielgemeinschaft zweier Vereine kurzfristig doch nicht zustande kam. Die bisherige Planung war dadurch hinfällig. Nach stundenlangen Telefonaten und durch das "Entgegenkommen der DJK Irchenrieth II und des VfB Weiden" (Kellner), die nun beide in der "Amberger" Gruppe 1 spielen, gab es dann aber doch eine Lösung.

Auch bei den B-Klassen versuchte der Kreisspielleiter, "möglichst viele Vorspiele zu generieren, dadurch wurde manchmal der regionale Aspekt nicht zu sehr berücksichtigt". Neu am Start sind in der Saison 2016/17 die SpVgg Pirk II und der TSV Krummennaab II, gemeinsame Sache machen der TSV Waidhaus und der SV Pfrentsch, ebenso die SpVgg Ebermannsdorf und der TSV Theuern mit ihren zweiten Mannschaften. Der FC Roggenstein tritt künftig alleine an, der bisherige Spielgemeinschaftspartner DJK Leuchtenberg tut sich mit der DJK Letzau zusammen. Und auch der SV Etzenricht II hat einen "Neuen" an seiner Seite: Den SC Luhe-Wildenau II statt der TSG Weiherhammer II.

Wieder direkter Vergleich


Wie schon in der vergangenen Saison gilt auf Kreisebene nur in den Kreisligen der direkte Vergleich. In allen anderen Spielklassen gibt es bei Punktgleichheit in der Abschlusstabelle Entscheidungsspiele.

Ziel war es, möglichst viele Vorspiele zu generieren, dadurch wurde manchmal der regionale Aspekt nicht zu sehr berücksichtigt.Kreisspielleiter Albert Kellner zur Einteilung der B-Klassen
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