Fußball
Löwen beißen auf Beton

Brenzlige Situation im Amberger Strafraum: Torhüter Matthias Götz unterschätzt eine Flanke und fliegt am Ball vorbei, doch im letzten Moment köpft Kevin Kühnlein (links) den Ball vor dem lauernden Lukas Aigner ins Aus. Rechts beobachtet Kai Hempel die Szene. Bild: Anne Wild
Sport
Amberg in der Oberpfalz
17.04.2016
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Zum achten Mal in Serie steht vorne die Null - zum zweiten Mal in Folge aber auch hinten. Fußball-Regionalligist FC Amberg erkämpft sich beim TSV 1860 München II einen Punkt, der noch Gold wert sein könnte.

"Damit können wir sehr gut leben", sagte FC- Teammanager Hubert Kirsch nach dem 0:0-Unentschieden der Amberger am Samstagnachmittag im Grünwalder Stadion. Die abstiegsgefährdeten Mannschaften in der Fußball-Regionalliga Bayern rückten nach diesem Spieltag noch enger zusammen. Schon alleine deshalb, so Kirsch, sei der in München errungene Zähler ungemein wichtig. Und: "Wir stehen in der Abwehr wieder stabil und haben jetzt zweimal zu null gespielt."

Torunarigha einzige Spitze


s Trainer Timo Rost blieb seinem Defensiv-Stil aus dem Regensburg-Spiel treu. Da er auf die erkrankten Angreifer Tobias Wiesner und Sebastian Hauck verzichten musste und Benny Werner nach seiner langen Verletzungspause erst einmal auf der Bank saß, ebenso wie die offensiver ausgerichteten Michael Dietl und Sven Seitz, begann Junior Torunarigha als einziger Stürmer. Frank Lincke rückte nach seiner Sperre wieder in die Anfangself.

Die erste gefährliche Aktion gab es nach neun Minuten: TSV-Schlussmann Michael Netolitzky schoss bei einem Klärungsversuch seinen Mitspieler Lukas Aigner an. Der Ball prallte von dessen Rücken nur knapp über das Tor. Auf der Gegenseite brannte es in der 18. Minute lichterloh: Nach einem Freistoß köpfte zunächst Hürzeler an die Latte, Torunarigha stand goldrichtig und klärte, den Abpraller köpfte Mayer aufs Tor, doch FC-Schlussmann Matthias Götz war zur Stelle. Die Elf von TSV-Trainer Daniel Bierofka hatte mehr Ballbesitz, biss sich aber an der FCA-Abwehr, die erneut mit einer Fünferkette operierte, die Zähne aus. Die Rost-Elf hingegen lauerte auf Konter und auf Möglichkeiten nach Standardsituationen.

Kühnlein rettet


In der 35. Minute unterschätze Götz eine Flanke, doch Kevin Kühnlein war zur Stelle und klärte. Nur 60 Sekunden später bewies Götz aber seine ganze Klasse, als er gegen Karger die Oberhand behielt. Bei einem Konter kurz vor der Pause schoss Marco Wiedmann aus 15 Metern über die Latte. Ansonsten waren Amberger Chancen Mangelware. Nach dem Seitenwechsel gaben die Gastgeber das erste kleine Lebenszeichen von sich, als Nicolas Helmbrecht seinen Drehschuss aus rund 18 Metern in die Wolken setzte (49.). Auch wenn die Löwen-Bank fünf Minuten später im Amberger Strafraum ein Foul an Nicolas Andermatt gesehen haben wollte - Schiedsrichter Christopher Schwarzmann ließ weiterspielen. In einer Partie, in der sich weiterhin viel im Mittelfeld abspielte, kämpften die Amberger um jeden Zentimeter, konnten jedoch die nächste Möglichkeit der Platzherren nicht verhindern, als Simon Seferings aus 16 Metern den Ball nur knapp neben den Pfosten setzte (63.). Im unmittelbaren Gegenzug leistete sich die TSV-Defensive einen Schnitzer, der Thomas Schneider 20 Meter vor dem Tor in aussichtsreiche Position brachte. Allerdings reagierte Schlussmann Netolitzky schneller und schlug den Ball gerade noch vor dem Amberger weg (64.). Die Münchener mühten sich weiter, fanden aber kein Mittel, die FCA-Betonabwehr auszuhebeln.

"Das wäre es fast gewesen"


Zwei Aufreger gab es dann noch in den letzten Minuten, als Götz zunächst mit Felix Bachschmid im Strafraum zusammenprallte - der Schiedsrichter entschied nicht auf Elfmeter (90.) - und in der 93. Minute verpasste Benny Werner nach einem Gewühl im TSV-Strafraum den Ball. "Das wäre es dann fast noch gewesen", so Kirsch, der mit dem einen Zähler aber zufrieden war.

TSV 1860 München II - FC Amberg 0:0

TSV 1860 München II: Netolitzky - Genkinger (75. Kelmendi), Aigner, Mayer, Kokocinski - Scheidl (75. Bachschmid), Seferings, Helmbrecht, Hürzeler (59. Katidis) - Andermatt - Karger.

FC Amberg: Götz - Gorgiev, Plänitz, Ceesay, Graml - Wiedmann, Kühnlein, Hempel (88. Fischer), Lincke - Schneider (75. Dietl) - Torunarigha (67. Werner).

SR: Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz) - Zuschauer: 625.
Wir stehen in der Abwehr wieder stabil.Ambergs Teammanager Hubert Kirsch
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