Fußball Regionalliga Bayern
Das Wunder bleibt aus

Keine Chance hatte FC-Amberg-Torwart Matthias Götz beim Elfmeter, der zum 1:0 führte. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
23.05.2016
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Zwei Trainer, die ihr Ziel nicht erreicht haben: Timo Rost (links) steigt ab, Heiko Vogel landet mit dem als Favoriten gehandelten FC Bayern II nur auf Platz sechs. Bild: ref

Im letzten Heimspiel der Regionalliga-Saison kassiert der FC Amberg gegen den FC Bayern München II eine 1:4-Niederlage - zu wenig für das Erreichen der Relegation. Doch selbst ein Sieg hätte der Mannschaft von Timo Rost nicht geholfen.

Damit ist das Kapitel Regionalliga für den FC Amberg nach nur einer Saison wieder beendet, denn der Konkurrent um diesen Relegationsplatz, der FC Augsburg II, gewann sein Heimspiel gegen den FC Memmingen mit 7:2. Das bedeutet: In der kommenden Spielzeit gibt es beim FC Amberg wieder Bayernliga-Fußball.

"Kein Vorwurf"


"Wir haben alles probiert, ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Aber man hat eben gesehen, dass wir noch nicht so weit sind. Es hat nicht gereicht, die Liga zu halten und das ist gerade dann so bitter, wenn man so eine gute Vorrunde gespielt hat wie wir", bilanzierte ein sichtlich enttäuschter Timo Rost nach der Partie.

Gästetrainer Heiko Vogel wusste mit der Situation auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auch nicht recht etwas anzufangen. Es sei ein verdienter Sieg gewesen, aber "aus Respekt gegenüber dem FC Amberg ist eine Analyse heute nicht angebracht." Die Geschichte des Spiels ähnelte vielen Partien des FC Amberg in dieser Saison. Nicht schlecht gespielt, selbst nicht oder (in diesem Fall) zu wenig getroffen und zum Teil ärgerliche Gegentreffer kassiert. Denn Chancen hätte man auch gegen den FC Bayern München II wieder etliche gehabt. Thomas Schneider (8.) und Julian Ceesay (11.) scheiterten in der Anfangsphase am gut reagierenden FCB-Schlussmann Andreas Rößl. Ambergs Keeper Matthias Götz entschärfte nach einer guten Viertelstunde einen Kopfball von Korbinian Burger mit tollem Reflex. Beim 0:1 (19.) durch Patrick Weihrauch per Elfmeter (nach Foul von Kevin Kühnlein) war er ebenso machtlos wie beim 0:2 (28.): Nach einem schnell ausgeführten Freistoß nutzte Karl-Heinz Lappe da die Unordnung in der FC-Abwehr.

Dreimal Lappe


Der FC hatte offensiv nicht viel entgegenzusetzen, abgesehen von einer Chance durch Tobias Wiesner, die jedoch am Pfosten landete (35.). Mit dem 0:3 (49.), erneut durch Karl-Heinz Lappe, war das Spiel entschieden - er setzte mit seinem dritten Treffer (83.) zum 1:4-Endstand später auch den Schlussakkord. Zuvor traf der eingewechselte Sebastian Hauck noch per Kopf zum zwischenzeitlichen 1:3-Anschlusstreffer (66.). Die Hoffnung auf das kleine Fußballwunder vor rund 1500 Zuschauern (offiziell 1112 Zahlende), darunter gut 100 Bayern-Anhängern, war am Ende vergebens. Große Kritik kassierten die Schwarz-Gelben von den Rängen dafür aber nicht. Das mag auch daran liegen, dass man nach den vergangenen Wochen damit rechnen musste, dass dieses Kapitel so enden könnte. "Wir haben die Rückrunde verkackt. Die Niederlage gegen Schalding war der Knackpunkt. Am Ende sind wir verdient abgestiegen. Das Ziel vom Verein muss jetzt der Wiederaufstieg sein. Aber ich weiß nicht, wie es weitergeht," brachte es Torhüter Matthias Götz auf den Punkt.

Ähnlich enttäuscht und selbstkritisch fiel das Fazit von Kapitän Michael Plänitz aus: "Jeder muss sich hinterfragen. Am Ende haben viele kleine Punkte eben nicht mehr zusammengepasst. Das muss man jetzt durchleuchten und schauen, wie es weitergeht." Noch offen ist auch die Personalie Timo Rost. Er hat einen Zwei-Jahres-Vertrag, wird aber in der kommenden Saison auch seinen Fußballlehrer machen: "Ich bin bereit, diese Schande mit auszumerzen. Wir müssen alles versuchen, um direkt wieder aufzusteigen. Aber wie es weitergeht, muss das Präsidium entscheiden." (Stimmen zum Abstieg auf Seite 15).
Man hat eben gesehen, dass wir noch nicht so weit sind.Timo Rost, Trainer FC Amberg
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