Fußball Regionalliga Bayern
FC Amberg erwartet Jahn Regensburg zum Oberpfalzderby

12 689 Zuschauer lockte das Hinspiel zwischen dem Jahn Regensburg und dem FC Amberg in die Continental-Arena. In das Stadion des FC Amberg passen offiziell knapp 4800 Zuschauer - und die Verantwortlichen des Aufsteigers sind gespannt, wie viele Fans heute Abend ab 17.45 Uhr zum Derby kommen. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
12.04.2016
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Einsatz und Kampf sind da, aber dafür immer nur Komplimente zu bekommen, hilft uns nicht weiter.

"Du hättest die im Prinzip abschießen müssen bei der Vielzahl an Torchancen", sagt Heiko Herrlich nach dem spärlichen 1:0-Sieg seiner Mannschaft gegen den Tabellenletzten TSV Rain am Lech. Die große Frage vor dem Oberpfalzderby: Schießt der SSV Jahn Regensburg dann jetzt den FC Amberg ab?

Mit gut eineinhalb Monaten Verspätung steht das Nachholspiel des 23. Spieltags der Regionalliga Bayern an. Anpfiff für das Oberpfalzderby ist am Dienstag, 12. April, um 17.45 Uhr im Stadion am Schanzl. Und als ob das Derby zwischen dem FC Amberg und dem SSV Jahn Regensburg nicht naturgemäß schon genug Pfeffer in sich hätte, bekommt es aufgrund der Tabellensituation beider Team einen Schuss Brisanz zusätzlich.

Nur zwei Siege


Der Tabellenführer ist haushoher Favorit und könnte mit einem Sieg den Vorsprung auf Verfolger Burghausen auf vier Punkte ausbauen. Für seine Verhältnisse gesehen schwächelt der Jahn derzeit etwas. Aus den letzten fünf Ligaspielen gab es nur zwei Siege, davor blieb die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich (44) drei Spiele ohne Sieg, verlor dabei auch in Buchbach. Zumindest am vergangenen Wochenende gewann man wieder, doch auch gegen den Tabellenletzten Rain musste Regensburg sich beim knappen 1:0 mehr strecken als erwartet. Manche Situation aus diesem Spiel könne "einem Angst machen", so das Fazit von Herrlich, der dabei auch mit seiner Offensivabteilung nicht voll zufrieden war: "Wir haben es ein weiteres Mal im letzten Drittel schlecht ausgespielt und die Torchancen liegenlassen."

Ernüchternde Bilanz


Das erlösende Tor kam von Markus Ziereis, Top-Torjäger des Jahn. Der 23-Jährige hatte in den acht Spielen zuvor nur eines seiner insgesamt 13 Tore erzielen können. Trotz seiner Treffer ist die Auswärtsbilanz der Regensburger eher ernüchternd: 18 Punkte aus 13 Spielen holte man nur, den letzten Auswärtssieg gab es Anfang September beim TSV 1860 München II.

Viel wichtiger sei aber, dass sich sein Team darauf einstellen müsse, dass Amberg nichts zu verlieren habe. "Da liegt die Schwierigkeit für meine Mannschaft. Dass die Leute da wahrscheinlich auch klatschen, wenn ein Ball mal nur auf die Tribüne geschlagen wird. Wir müssen das ganz geduldig angehen und auch defensiv gut stehen." Selbstvertrauen über gute Aktionen holen und mit Willen und Leidenschaft ins Spiel beißen - so wird der FC Amberg wohl dieses Derby angehen. Nach sechs Niederlagen in Folge ohne einziges Tor steckt man mitten im Abstiegskampf. Jetzt sind die Spieler gefordert. "Einsatz und Kampf sind da, aber dafür immer nur Komplimente zu bekommen, hilft uns nicht weiter", so FC-Trainer Timo Rost, der weiterhin von seinen Spielern verlangt, "Gras zu fressen". Klar ist eines: Wer für dieses Spiel motiviert werden muss, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

Das Thema Klassenerhalt ist bei weitem noch nicht durch, auch wenn es äußerst schwierig wird. Aber eine Überraschung im Derby gegen den Titelfavoriten der Liga - einer von Rost als "Bonusspiel" bezeichneten Partie - könnte Kräfte freisetzen, die für die letzten Spiele der Saison unabdingbar wären. Dafür braucht es aber weiterhin vor allem eines: Tore.

Lincke gesperrt


Nicht zur Verfügung stehen Rost Frank Lincke (fünf Gelbe Karten) und der weiterhin verletzte Benjamin Werner (Innenband), Jan Fischer hat seine Rot-Sperre hingegen abgesessen und kehrt zurück.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Ceesay (15), Gorgiev (5), Fischer (2), Göpfert (4), Kühnlein (31), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Schneider (20), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seitz (9), Wiesner (7), Torunarigha (21).
Da liegt die Schwierigkeit für meine Mannschaft. Dass die Leute da wahrscheinlich auch klatschen, wenn ein Ball mal nur auf die Tribüne geschlagen wird.Heiko Herrlich, Trainer Jahn Regensburg, vor dem Spiel in Amberg
Einsatz und Kampf sind da, aber dafür immer nur Komplimente zu bekommen, hilft uns nicht weiter.Timo Rost, Trainer FC Amberg
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