Fußball Regionalliga Bayern
Helmut Schweiger zieht sich aus sportlichem Bereich zurück

Wie geht es beim FC Amberg nach dem Rückzug von Helmut Schweiger (Mitte vorne) weiter? Teammanager Hubert Kirsch (links) war von dessen Ankündigung überrascht, und ob Timo Rost Trainer bleibt, ist ebenfalls offen. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
23.05.2016
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Im letzten Heimspiel der Regionalliga-Saison kassiert der FC Amberg gegen den FC Bayern München II eine 1:4-Niederlage - zu wenig für das Erreichen der Relegation. Doch selbst ein Sieg hätte der Mannschaft von Timo Rost nicht geholfen.

(ref/lst) Damit ist das Kapitel Regionalliga für den FC Amberg nach nur einer Saison wieder beendet, denn der Konkurrent um diesen Relegationsplatz, der FC Augsburg II, gewann sein Heimspiel gegen den FC Memmingen mit 7:2. Das bedeutet: In der kommenden Spielzeit gibt es beim FC Amberg wieder Bayernliga-Fußball.

Knapp 24 Stunden, nachdem die Mannschaft des FC Amberg aus der Regionalliga abgestiegen war, wurde bekannt, dass sich Helmut Schweiger zurückzieht: "Jetzt müssen andere Leute das Ruder übernehmen", erklärte Schweiger. Er wird sich nach dieser Saison als Präsident des FC Amberg aus dem sportlichen Bereich zurückziehen. Er werde aber als Mäzen den FC Amberg weiterhin tatkräftig unterstützen und in Zukunft - wenn gewünscht - die Aufgaben als Präsident des Verwaltungsrates der GmbHs wahrnehmen.

Schweiger begründet seinen Rückzug unter anderem damit, dass mit einem Abstieg aus der Regionalliga nach den sehr guten Ergebnissen der Vorrunde nicht zu rechnen gewesen. "Natürlich muss man sich seitens der sportlichen Verantwortlichen hinterfragen, ob es richtig war, der Aufstiegsmannschaft das Vertrauen in der Regionalliga zu schenken und nicht eher gehandelt zu haben in Sachen Verstärkungen", so Schweiger.

Denn wie sich jetzt herausgestellt habe, liegen einfach finanzielle und strukturelle Welten zwischen Bayernliga und der vierten Liga. Insbesondere wenn man sehe, wie sich andere Vereine noch in der Winterpause verstärkt hatten. "Das ist alles leicht gesagt, aber ohne entsprechende finanzielle Mittel, so wurde es mir von Seitens der Verantwortlichen mitgeteilt, kann man auch nicht handeln. Und die Anfragen nach mehr finanziellen Spielraum habe ich abgelehnt, da sie einfach ohne Risiko nicht vorhanden sind", erklärt Schweiger weiter.

Er sei angetreten, um den FC Amberg und das Gelände rund um den Schanzl mit seinen Mitstreitern strukturell, wirtschaftlich und sportlich weiter nach vorne zu bringen. Eines sei jedoch auch klar: Alleine könne man das auf Dauer nicht umsetzen.

Neu in seinen Überlegungen ist: "Ich möchte gerne zeitnah, in Zusammenarbeit mit meinem Marketing-Vorstandskollegen des FC Amberg, Frank Käfer, und den verantwortlichen Personen der Amberger Sportpark GmbH einen Wirtschaftsbeirat gründen, in dem sich mehrere Firmeninhaber der Stadt Amberg und Umgebung sowie ambitionierte Politiker wieder finden sollen. Dann werden wir in ein bis zwei Jahren sehen, was sich rund um Amberg im Fußball beim FC und um die Arena am Schanzl entwickelt."

Er habe, wie versprochen, den FC Amberg nicht in ein finanzielles Risiko geschickt, sagte er weiter. Das entspreche nicht seiner Mentalität, die er seit Jahren praktiziere. "Wenn wir aus finanziellen Gründen keine Spieler verpflichten können, die sicher die vierte Liga halten können, dann ist das eben so."
Jetzt müssen andere Leute das Ruder übernehmen.Helmut Schweiger
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