Fußball Regionalliga
FC Amberg reif für den Dreier gegen FC Augsburg II

Sven Seitz (links) ist nach seiner Verletzung wieder richtig fit und könnte von Anfang an gegen Augsburg spielen. In der Offensive, so sagt Trainer Timo Rost, habe er einige Alternativen mit Tobias Wiesner, Benjamin Werner, Sebastian Hauck, Michael Dietl und eben Sven Seitz. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
18.03.2016
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"Wir müssen uns nach dem 0:6 Gedanken machen, ob wir eher stabilisieren oder etwas riskieren." Christian Wörns, Ex-Nationalspieler und Trainer FC Augsburg II

Der Pfeil zeigt nach unten, der FC Amberg - als euphorischer Aufsteiger top in die Regionalliga Bayern gestartet - muss sich intensiver mit dem Thema Klassenerhalt beschäftigen. Im ersten Heimspiel des Jahres 2016 scheint der erste Dreier nach langer Durststrecke möglich.

Der FC Augsburg II kommt am Samstag, 19. März (14 Uhr) ins Stadion am Schanzl - der Tabellenvorletzte, der am vergangenen Wochenende zu Hause eine 0:6-Klatsche von der SpVgg Unterhaching verpasst bekam. Trainiert wird die Mannschaft seit der Winterpause von Ex-Nationalspieler Christian Wörns (43). Und der weiß noch nicht so recht, ob seine Elf die Pleite schon verdaut hat: "Das zeigt das Spiel gegen Amberg, die sechs Gegentreffer waren natürlich schmerzhaft", sagt Wörns. Er hatte sich die Aufgabe gestellt, diese Woche seine Spieler in Gesprächen wieder aufzubauen. Denn "grundsätzlich", so Wörns, "wollen wir beim FC Augsburg gepflegten und offensiven Fußball spielen. Wir müssen uns nach dem 0:6 Gedanken machen, ob wir eher stabilisieren oder etwas riskieren."

Vom gepflegten und offensiven Stil der Bundesliga-Reserve war Hubert Kirsch schon beeindruckt: "Ich habe die Augsburger beim 1:1 gegen Schweinfurt vor zwei Wochen gesehen. In der ersten Halbzeit haben sie klar dominiert und sind ein hohen Tempo gegangen." Aber noch etwas hat der Teammanager des FC Amberg beobachtet, und das stimmt ihn zuversichtlich: "In der zweiten Hälfte sind sie total eingebrochen." Dazu kommt, dass der nach einer Leistenoperation im Winter wieder genesene Innenverteidiger Dominik Reinhardt nach einer Roten Karte zwei Spiele gesperrt ist und in Amberg fehlen wird.

Augsburgs Bester, Shawn Parker (23), der schon über 30 Bundesliga-Einsätze für Mainz 05 und den FC Augsburg hinter sich hat, verletzte sich in der Partie gegen Schweinfurt und konnte bislang noch nicht mittrainieren. Ebenso wie Erik Thommy, ein 21-jähriger Perspektivspieler, von dem Kirsch sehr viel hält. "Das Spiel kommt für uns zur richtigen Zeit, denn das weitere Programm hat's in sich", erklärt Hubert Kirsch. Nach den Schwaben geht's gegen Drittligaabsteiger Unterhaching, dann nach Illertissen, gegen Bayreuth und zur Krönung kommt am Dienstag, 12. April, der SSV Jahn Regensburg. Die entscheidende Phase sei es, und deswegen lautet das Minimalziel gegen Augsburg: "Auf keinen Fall verlieren."

Der Amberger Teammanager sieht trotz der Niederlagen in Ingolstadt und Schweinfurt seine Mannschaft auf einem guten Weg. Eine knappe Schlappe in Oberbayern und späte Gegentore bei den Franken bescherten dem FC Amberg zwar keine Punkte, aber andere wichtige Erkenntnisse: "Sven Seitz ist nach seiner Verletzung wieder fit und könnte von Anfang an spielen, wie in Schweinfurt. Er ist einer, der richtig Druck machen kann."

Fehlen werden Kevin Kühnlein nach der Gelb-Roten Karte und Andreas Graml (verletzt). Hinter Sebastian Hauck und Oliver Gorgiev stehen auch noch Fragezeichen, beide verletzten sich diese Woche im Training, ebenso wie Benjamin Werner.

Timo Rost geht aber davon aus, dass die leichten Blessuren bis Samstag überwunden sind und zumindest Hauck oder Werner einsatzfähig sind. Denn der Amberger Trainer will nach wie vor den offensiven Stil pflegen und mit zwei Stürmern spielen. "Das macht keinen Sinn, auf defensiv umzustellen. Das können wir gar nicht", sagt Rost. Respekt vor Augsburg hat er - wie immer vor einer Mannschaft in der Regionalliga: "Alle diese Bundesligareserven sind Wundertüten. Augsburg wird, da bin ich mir sicher, am Ende der Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben." Wie so einem Gegner beizukommen ist, wird sich zeigen. Vor allem weil die Plätze in dieser Jahreszeit alle tief sind: "In Schweinfurt war das nach 20 Minuten ein Rübenacker, da siehst du mit kurzen Pässen kein Land."

FC Amberg: Götz (1), Schober (25); Bleisteiner (22), Ceesay (15), Gorgiev (5), Fischer (2), Göpfert (4), Karzmarczyk (18), Hempel (14), Knorr (17), Schneider (20), Lincke (19), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11), Torunarigha (21).
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