Fußball Regionalliga
„Nicht verrückt machen lassen“

Trost vom Präsidenten: Helmut Schweiger (links) und Stürmer Tobias Wiesner. Schweigers These: "Selbst die Underdogs, zu denen wir in der Regionalliga weiterhin absolut gehören, sorgen immer wieder für Überraschungen". Und das wolle und werde der FC Amberg am Freitag gegen Bayreuth und am Dienstag gegen den SSV Jahn auf alle Fälle versuchen. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
05.04.2016
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Fünf Spiele, kein Tor. Kein Punkt bisher im Jahr 2016. Damit verbunden der tiefe Fall des FC Amberg auf einen Relegationsplatz in der Regionalliga Bayern. Grund zur Panik? Nein. Ganz im Gegenteil.

"Wir arbeiten in Ruhe weiter, dann stellt sich auch der Erfolg sicherlich wieder ein", bricht Helmut Schweiger, Präsident des Fußball-Regionalligisten FC Amberg vor den beiden Heimspielen am Freitag, 8. April, um 18 Uhr gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth und am Dienstag, 12. April, um 17.45 Uhr gegen den Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg eine Lanze für seine Mannschaft. Und selbstverständlich auch für Trainer Timo Rost und Co-Trainer und Sportlichen Leiter Bernd Scheibel. Schweiger ist wohl bewusst, dass nach der Niederlagen-Serie die Stimmen der Kritiker wieder lauter geworden sind. "Aber das ist in diesem Geschäft normal. Wir lassen uns davon nicht beirren und stehen zu Hundert Prozent zueinander."

Der Präsident ist sich sicher, dass der FC Amberg den Klassenerhalt schaffen wird. "Die Leistungen unserer Jungs waren vor allem in den letzten beiden Spielen nicht schlecht. Und irgendwann fallen die Tore auch wieder. Wir dürfen uns nur nicht verrückt machen lassen", so Schweiger, der Höhen und Tiefen im Fußball bestens kennt. Deswegen bereitet ihm derzeit das Abrutschen auf den Abstiegsrelegationsplatz kein allzu großes Kopfzerbrechen. "Dass dies eintreten kann, war uns von vornherein bewusst. Wir arbeiten in aller Ruhe weiter und es gibt auch keinen einzigen Grund, an irgendwem zu zweifeln", hält der Präsident zur Truppe. Alle hätten es sich verdient, beim FCA weiter mit zu arbeiten, denn ohne ihren täglichen Einsatz wäre man nicht da, wo man heute stehe.

"Was wir beim FC in den vergangenen drei Jahren mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten erreicht haben, ist absolut klasse. Denn bei uns spielen im Vergleich zu den meisten Regionalliga-Vereinen keine Profis. Unsere Jungs müssen mit der Doppelbelastung fertig werden, dass sie neben eines normalen Arbeitstages von acht Stunden zusätzlich täglich noch bis zu drei Stunden trainieren und zudem am Wochenende mit den Spielen und anstehenden Trainings keine Zeit zum Verschnaufen haben", erklärt Schweiger, der - wie alle seine Vorstandsmitglieder - auf das bislang Erreichte ungemein stolz ist.

Er hebt dabei zudem vor allem die neu geschaffenen Vereins- und Infrastrukturen und die gegründete Sportpark GmbH hervor: "Alles Dinge, die die Zukunft des Vereins sichern, und die in unserer Region einmalig sind."

Der FC Amberg habe den Anspruch, sich mit den besten Amateurteams Bayerns zu messen, aber sich mit reinen Profiteams auf eine Ebene zu stellen - das liege fern. Wir arbeiten mit bescheidenen Mitteln, mit denen wir bislang das Optimale herausgeholt haben", so Schweiger, der darauf setzt, dass die Fans in und um Amberg den FCA durch positive Stimmung unterstützen. "Alles andere ist kontraproduktiv und hilft keinen weiter", hofft der FC-Präsident.
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