Fußball-Relegation
Ein langer und steiniger Weg

Die Stimmung beim FC Amberg ist nach dem Abstieg aus der Regionalliga alles andere als gut. Etwas verbessern könnte sie die zweite Mannschaft um Kapitän Heiko Giehrl (rechts), die um den Aufstieg in die Landesliga spielt. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
25.05.2016
80
0

Der FC Amberg II verspielt im Saisonendspurt einen komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung und muss in die Landesliga-Relegation. Dort erwartet den Vizemeister der Fußball-Bezirksliga Nord eine Knochenmühle.

"Die Landesliga-Clubs sind qualitativ wesentlich stärker einzuschätzen", sagt FCA-Trainer Tobias Pinzenöhler vor dem ersten Relegationsspiel am Donnerstag, 26. Mai (16 Uhr), im Stadion am Schanzl gegen die SpVgg Lam. Das Rückspiel ist am Sonntag, 29. Mai (16 Uhr). SpVgg Lam, SV Neukirchen/Hl. Blut, FC Tegernheim und der FC Amberg II - diese vier Mannschaften spielen in der Oberpfalz-Gruppe einen Platz für die Landesliga aus. Zunächst haben die beiden Bezirksligisten Neukirchen und Amberg Heimrecht. Die Sieger, die im Europapokal-Modus ermittelt werden, treffen dann erneut in Hin- und Rückspiel aufeinander. Es ist also eine wahre Knochenmühle, die die Amberger durchlaufen müssen. Allerdings sind sie durchaus relegationserprobt. Vor zwei Jahren besiegten sie als Vizemeister der Kreisliga Süd auf dem Weg in die Bezirksliga den FC Weiden-Ost (4:1), TSV Neutraubling (4:1) und den 1. FC Schwarzenfeld (1:0). Dennoch sieht Pinzenöhler seine Elf gegen die Lamer in der krassen Außenseiterrolle.

Die SpVgg um Trainer Franz Aschenbrenner lag bis zum 20. Spieltag auf dem sicheren Platz 14 der Landesliga Mitte, ehe sie doch noch auf einen Relegationsplatz abrutschte. Mit ausschlaggebend dafür war die Tatsache, dass die "Osserbuam" ihre letzten drei Partien gegen Tegernheim (0:1), Hauzenberg (1:2) und Fortuna Regensburg (2:3) verloren.

Ein Grund dafür, dass der FC Amberg II einen Fünf-Punkte-Vorsprung verspielte, waren die sechs Unentschieden seit Mitte März. Dadurch zog Sorghof am Ende noch am FCA II vorbei und rettete einen Zähler Vorsprung ins Ziel. Allerdings sind die Amberger seit dem 0:2 am grünen Tisch gegen die SpVgg Pfreimd (4. Oktober 2015) nun schon seit 18 Begegnungen in Folge ohne Niederlage.

Auch wenn die Stimmung beim FC Amberg nach dem Abstieg der ersten Mannschaft aus der Regionalliga alles andere als euphorisch ist, hofft Pinzenöhler, dass er dies aus den Köpfen seiner Akteure herausbringt. "Wir werden gegen Lam versuchen, ein Ergebnis zu erreichen, das uns Möglichkeiten für das Rückspiel lässt. Wir gehen die Aufgabe mit dem nötigen Respekt an, wir wissen, dass wir schon zwei sehr gut Tage brauchen, um bestehen zu können." Verzichten muss der Trainer am Donnerstag auf Florian Holfelder, Philipp Wagner, Dennis Kramer (alle angeschlagen) und Daniel Maltsev (Urlaub). Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von André Knoll.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.