Fußball Relegation
FC Amberg II scheitert am Aufstieg in die Landesliga

FC-Trainer Tobias Pinzenöhler (Mitte hinten) und Ersatzspieler Jakob Hüttner (rechts hinten) sowie der derzeit verletzte Florian Hollfelder (vorne rechts) trösten die am Boden zerstörten, nach 120 Spielminuten restlos fertigen Spieler Fabian Helleder, Lennard Meyer und Mario Schmien (von rechts). Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
06.06.2016
153
0
 

Die Erfolgsgeschichte des FC Amberg II ist seit Samstagabend um 20.10 Uhr nicht um ein Kapitel erweitert worden. Denn der vierte Aufstieg seit der Saison 2010/11 ist verwehrt geblieben.

Trainer Tobias Pinzenöhler musste seine Karriere als Coach der U23 mit einer Niederlage gegen den SV Neukirchen Hl. Blut beenden: Mit 1:5 (0:1/0:2) nach Elfmeterschießen vor 350 Zuschauern im Stadion am Schanzl. Der Aufstieg in die Landesliga bleibt damit verwehrt. "Ganz bitter, wenngleich die Jungs wirklich eine tolle Saison gespielt haben", sagte Pinzenöhler unmittelbar nach dem Ende, als er seine Akteure getröstet hatte.

SVN-Trainer Franz Koller vertraute der gleichen Anfangsformation, die daheim das erste Spiel mit 0:2 verloren hatte. Auch für Pinzenöhler, der auf Michael Reinwald verzichten musste, gab es keinen Anlass, seine Startelf im Vergleich zum Mittwoch zu verändern. Und die hatte nach nur zwei Minuten die erste Möglichkeit: Doch Ali Yetkin stand beim Zuspiel von Michael Dietl ganz knapp im Abseits. Ansonsten agierten die Gastgeber aus der gewohnt sicheren Abwehr heraus und ließen die Gäste das Spiel machen. Der FC hatte in der 19. Minute seine große Möglichkeit, als nach einem Freistoß Ibrahim Devrilen und Mario Schmien nur um Zentimeter am Ball vorbeisprangen. Im Gegenzug ließ Bleisteiner einen Ball nach einer Flanke fallen und hatte Glück, dass die FC-Abwehr zur Stelle war (24.).

Auf der Gegenseite kam Michael Dietl nach feinem Zuspiel von Devrilen gegen Jirka Krejci einen Schritt zu spät (26.), ehe Andre Knoll als letzter Mann gegen Baumann die Notbremse zog und nach 28 Minuten die rote Karte sah - ein streitbarer Platzverweis, dem unterm Strich entscheidende Bedeutung beikam. Den Freistoß aus 16 Metern setzte Michael Bachl aber über die Latte. Besser machte es Thomas Iglhaut in der 30. Minute, als er gegen die numerisch unterlegenen Amberger aus 20 Metern das 1:0 markierte. Dabei gab FCA-Schlussmann Bleisteiner keine allzu glückliche Figur ab. Der FC brauchte danach einige Minuten, um sich wieder zu sortieren, rettete aber den knappen Rückstand irgendwie in die Kabine, zumal Heiko Giehrl (45.) einen Freistoß in zentraler Position aus 25 Metern in die Wolken setzte.

In unveränderten Aufstellungen gingen beide Teams in die zweiten 45 Minuten. Und erneut erwischte Neukirchen, das weitaus engagierter auftrat als am Mittwoch, den besseren Start und drängte auf das 2:0. Der FCA hingegen beschränkte sich in einer immer hektischer werdenden Partie, in der sich am Spielfeldrand auf der Haupttribüne die SVN-Fans ziemlich daneben benahmen und auf der Gegengerade die FCA-Anhänger Bengalos zündeten, auf die Defensive, investierte nach vorne nicht wirklich viel. Von Neukirchen war die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte nicht allzu viel zu sehen, setzte dann aber durch Vlcek den wichtigen 2:0-Treffer, als dieser aus acht Metern keine Mühe hatte, ins fast leere Amberger Tor einzuschieben - die Relegation war dadurch wieder völlig offen.

Und das Pendel schlug Richtung Neukirchen aus: Der durchgebrochene Baumann (72.) verzog aus elf Metern aus halbrechter Position nur knapp. Aber auch die Gelb-Schwarzen hatten die Chance, die Partie vorzeitig zu entscheiden, als Andreas Hausmann (76.) nach einem Freistoß an den Ball kam, aber die Hereingabe volley am rechten oberen Dreieck vorbeisetzte.

So blieb es nach 90 Minuten beim 2:0 für die Gäste. Nach dem Amberger 2:0 im Hinspiel ging es in die Verlängerung, in der es zu Beginn wenige Höhepunkte gab, eh sich Bleisteiner in der 95. Minute dem Hammer von Vlcek entgegenwarf und so mit dem Gesicht den dritten Gegentreffer verhinderte. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem jeder auf einen Fehler des anderen wartete. Der kam jedoch nicht. Im Elfmeterschießen hatte der SVN dann die besseren Nerven. Für den FC Amberg scheiterte Giehrl an Krejci, Michael Rudert setzte das Leder an den Pfosten und Marion Schmien schoss drüber. Bei den Gästen verwandelten alle Akteure.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.