Fußball Relegation
FC Amberg II vor dem Aufstieg in die Landesliga

So wollen sie am Samstag um 19.15 Uhr jubeln: Die Spieler der zweiten Mannschaft des FC Amberg können im vierten Relegationsspiel den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
04.06.2016
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Drei Schritte sind gemacht, der vierte soll folgen: Der FC Amberg II kann gegen den SV Neukirchen den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen. Das wäre das schönste Abschiedsgeschenk für Trainer Tobias Pinzenöhler.

Am Samstag, 4. Juni, um 17.30 Uhr soll im Heimspiel gegen den SV Neukirchen Hl. Blut der Höhepunkt folgen: Die U23-Fußballer des FC Amberg stehen ganz kurz vor dem großen Coup, dem Aufstieg in die Fußball-Landesliga. Noch 90 Minuten, unter unglücklichen Umständen vielleicht auch länger, dann würde sich Tobias Pinzenöhler mit seinem zweiten Aufstieg binnen vier Jahren als Trainer von den Gelb-Schwarzen verabschieden.

Geht es nach dem Willen der Amberger Verantwortlichen, soll am Samstag gegen 19.15 Uhr der schon fast unglaublichen Erfolgsserie der zweiten Mannschaft ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden. Die begann in der Saison 2010/11 in der A-Klasse, es folgten zwei Meisterschaften hintereinander und der Durchmarsch in die Kreisliga. Dort hielt sich die FCA-Elf dann auch nur eine Spielzeit auf, ehe 2014 nach dem starken Auftritt in der Relegation der Aufstieg in die Bezirksliga unter Dach und Fach gebracht wurde.

Was Pinzenöhler dann die letzten 24 Monate mit seinen Akteuren auf die Beine gestellt hat, ist aller Ehren wert: Im ersten Bezirksliga-Jahr um Haaresbreite dem Abstieg entronnen, legte die die Zweite mit fast unverändertem Kader in der abgelaufenen Saison einen starken Auftritt hin und musste erst im Schluss-Spurt dem SV Sorghof als Meister den Vortritt lassen. Wäre da nicht die 0:2-Wertung des gewonnenen Spiels gegen die SpVgg Pfreimd gewesen, dann hätte der FC Amberg II den direkten Sprung in die Landesliga geschafft. Für den Amberger Coach inzwischen trotz des damaligen großen Ärgers Schnee von gestern. Denn er konnte sich auf die Relegations-Erfahrung des Großteils seiner Akteure verlassen. Nur zur Erinnerung: Vor zwei Jahren blieben die Gelb-Schwarzen mit jeweils 4:1 gegen den FC Weiden-Ost und dem TSV Wacker Neutraubling sowie einem 1:0 gegen den 1. FC Schwarzenfeld in der Relegation zur Bezirksliga ungeschlagen.

Gleiches trifft derzeit zu: 5:0 und 4:1 gegen den Landesligisten SpVgg Lam und 2:0 am Mittwoch beim SV Neukirchen Hl. Blut - die Ausgangslage könnte für die FC-U23 besser gar nicht sein. Aber wer Pinzenöhler kennt, weiß, dass er seine Jungs trotz des 2:0-Sieges in Neukirchen ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. "Wir haben bislang in der Relegation wirklich sehr gut gespielt. Wir arbeiten in der Abwehr hochkonzentriert, lassen den Gegnern kaum Chancen und nutzen die sich uns bietenden Möglichkeiten eiskalt aus", resümiert der 36-Jährige. Aber: "Wir haben noch nichts erreicht und dürfen uns auf dem 2:0 nicht ausruhen", fordert der FCA-Coach nochmals vollstes Engagement und höchste Konzentration.

"Unsere Ausgangslage ist gut, nicht mehr und nicht weniger. Wir haben es selbst in der Hand, den Landesliga-Aufstieg zu realisieren." Pinzenöhler erwartet am Samstag im Stadion am Schanzl einen Gegner, der "nochmals Vollgas geben und druckvoll" agieren wird. "Ich denke, dass der SVN mit einer zweiten echte Spitze auflaufen wird, uns aber auch sicherlich nicht ins offene Messer laufen möchte", schätzt der Amberger Coach die taktische Ausrichtung der Gäste ein. Dennoch ist ihm auch bewusst: "Wir müssen die Null lange halten und dürfen kein frühes Gegentor kassieren." Um das zu realisieren, steht Pinzenöhler nahezu der gleiche Kader wie die letzten beiden Wochen zur Verfügung. Verzichten muss er lediglich auf Michael Reinwald, der sich mit muskulären Problemen herumplagt.
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