Fußbball Bezirksliga Nord
Sorghof vor dem größten sportlichen Triumph

Sport
Amberg in der Oberpfalz
20.05.2016
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Eine kuriose Situation: Der SV Sorghof kann bei einem Sieg im letzten Spiel der Bezirksliga Nord den größten sportlichen Triumph seiner Vereinsgeschichte schaffen und es damit dem Nachbarverein FV Vilseck gleichtun, dem diese Sensation vor zwei Jahren gelang und der in die Landesliga aufstieg. Der einzige, der dies verhindern kann: der FV Vilseck.

Sorghof. Unter diesen Vorzeichen steigt am Freitag, 20. Mai (18.30 Uhr) das vorverlegte Stadtderby, auf das nicht nur die Anhänger der beiden Vereine hinfiebern. "Wir hätten gerne am Samstag gespielt, aber das ist für uns jetzt kein Weltuntergang", sagt Thomas Daschner, Trainer des FV Vilseck. Die Ansetzung sei vor allem "sehr kurzfristig" erfolgt.

Der SV Sorghof hat in der bisherigen Saison weit mehr erreicht, als man es nach dem gerade noch gesicherten Klassenerhalt in der Vorsaison erwarten durfte. SV-Coach Thorsten Baierlein hat es verstanden, aus der Mischung von routinierten Spielern und ehrgeizigen Akteuren aus unterklassigen Vereinen ein starkes Team zu formen. Mit großem Kampfgeist und toller Moral gewann der SV Sorghof trotz einiger Personalprobleme seine letzten beiden Auswärtsspiele mit jeweils 2:1. Deshalb ist jetzt die Konstellation entstanden, mit der keiner rechnen konnte: Einen Spieltag vor Schluss liegt der SV Sorghof nach dem gleichzeitigen Punktverlust des Mitkonkurrenten FC Amberg II (1:1 in Katzdorf) mit einem Zähler Vorsprung an der Tabellenspitze und hat die einmalige Chance, eine großartige Saison mit dem Meistertitel zu krönen. Der Sorghofer Patenverein FV Vilseck zeigte bis zur Winterpause eine konstant gute Leistung und lag lange mit vorne in der Spitzengruppe der Liga. Dann folgten sechs Niederlagen am Stück, aber jetzt fand der FV rechtzeitig zurück in der Erfolgsspur und sicherte sich mit 3:1-Sieg über Hahnbach und dem 1:1 beim damaligen Spitzenreiter FC Amberg II vorzeitig den Klassenerhalt. Der FV Vilseck wird dem SV Sorghof den letzten Schritt zur Meisterschaft so schwer wie möglich machen keine Gastgeschenke verteilen. Dafür ist trotz aller freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Spielern und Funktionären die sportliche Rivalität zu groß. Daschner glaubt, dass jeder seiner Spieler "hochmotiviert" ins Derby gehen wird und hat ein klares Ziel: "Drei Punkte."

Baierleins Devise lautet: "Kühlen Kopf bewahren und die Leistung der letzten Wochen wiederholen." Die Derbybilanz der letzten vier Spielzeiten ist völlig ausgeglichen: je zwei Siege für Vilseck und Sorghof bei drei Remis. Im Hinspiel gelang Sorghof ein glückliches 3:3. Ein Unentschieden oder gar eine Niederlage könnte das Ende aller Meisterschaftsträume bedeuten, falls Amberg II den Dreier gegen Schwarzenfeld einfährt.

Beim SV Sorghof deutet sich die Rückkehr von Johannes Regler und Andreas Weihermüller in die Anfangsformation an. Ungeachtet dessen wer aufläuft, jeder Akteur wird alles in die Waagschale werfen, dessen ist sich Baierlein sicher. Auf die zahlreichen Zuschauer könnte ein packender Showdown zukommen.

Bezirksliga Nord

30. und letzter Spieltag

FC Amberg II - Schwarzenfeld Fr. 18.30 Uhr

Sorghof - Vilseck Fr. 18.30 Uhr

Kulmain - Detag Wernberg Sa. 14 Uhr

Schwarzhofen - Grafenwöhr Sa. 14 Uhr

Hahnbach - Vohenstrauß Sa. 14 Uhr

Ensdorf - Katzdorf Sa. 14 Uhr

Freudenberg - Luhe-Wildenau Sa. 14 Uhr

Kemnath - Pfreimd Sa. 14 Uhr



1. SV Sorghof 29 69:27 66

2. FC Amberg II 29 69:25 65



3. 1. FC Schwarzenfeld 29 65:40 55

4. DJK Ensdorf 29 84:30 54

5. SpVgg Pfreimd 29 56:38 50

6. SV Schwarzhofen 29 64:38 48

7. FV Vilseck 29 58:51 40

8. SpVgg Vohenstrauß 29 46:51 39

9. SV Grafenwöhr 29 42:45 37

10. SC Katzdorf 29 45:60 37

11. SV Hahnbach 29 52:53 35

12. TSV Detag Wernberg 29 42:46 34



13. SV Kulmain 29 42:50 30

14. SV Freudenberg 29 46:81 30

15. SVSW Kemnath 29 32:62 27

16. SC Luhe-Wildenau 29 9:124 2
Wir müssen kühlen Kopf bewahren.Torsten Baierlein, Trainer SV Sorghof
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