Halbmarathon
Anja Schneider-Scherl unterbietet EM-Norm in Barcelona

Anja Schneider-Scherl aus Ursensollen unterbot in Spanien die EM-Norm im Halbmarathon. Bild: Archivbild: Kiefner
Sport
Amberg in der Oberpfalz
16.02.2016
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Der Halbmarathon in Spanien erwies sich am Sonntag für eine bärenstarke Anja Schneider-Scherl sowie Franziska Reng (beide LG Telis Finanz Regensburg) und Katharina Heinig als erster Schritt nach Amsterdam - und vielleicht noch weiter.

Die drei Läuferinnen unterboten die EM-Norm (1:13:00 Stunden), obwohl an der Spitze der Felder die ganz starken Zeiten in diesem Jahr ausblieben - geschuldet einem böigen Wind, der an der Mittelmeer-Küste Barcelonas den Läufern das Leben schwer machte. Nach zwei Weltrekorden in Serie benötigte Florence Kiplagat (Kenia) daher diesmal rund vier Minuten mehr für die Strecke und musste sich mit 1:09:10 Stunden zufrieden geben.

Umso bemerkenswerter ist da besonders die Leistung von Anja Schneider-Scherl, wie auch der Leitende Bundestrainer Lauf Wolfgang Heinig bestätigte: "Das war sehr, sehr gut - ein Top-Ergebnis", lautete sein Fazit. Die Läuferin aus Ursensollen kam nach 1:11:17 Stunden als Vierte ins Ziel. In den vergangenen zehn Jahren waren im Halbmarathon mit Sabrina Mockenhaupt und Irina Mikitenko nur zwei deutsche Läuferinnen schneller.

Dahinter sortierten sich auf den Rängen fünf und sechs zwei weitere DLV-Athletinnen ein: Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg) überraschte bei ihrem Halbmarathon-Debüt in 1:12:33 Minuten, nach langer Verletzungspause meldete sich Katharina Heinig (Frankfurt) direkt mit 1:12:55 Stunden zurück.

"Mit den Resultaten der Frauen bin ich sehr zufrieden", bilanzierte Wolfgang Heinig. Nach den Resultaten von Barcelona deutet sich ein spannender Kampf um die fünf Halbmarathon-Startplätze für die Europameisterschaften und den integrierten Europacup in Amsterdam (Niederlande, 6. bis 10. Juli) an. Denn zahlreiche weitere Kandidaten könnten in Paderborn (26. März) oder Berlin (3. April) nachziehen.

Mit den Frühjahrs-Marathons geht auch der Kampf um die Olympia-Startplätze für Rio de Janeiro in die nächste Runde - und Anja Schneider-Scherl hat bislang gute Chancen, in Brasilien dabei zu sein.
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