Handball Bezirksoberliga Herren
HG-Abwehr rettet Auftaktsieg

Der Erfolgsgarant der HG Amberg im Spiel gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld: Torhüter Martin Feldbauer (rechts hinten) macht sich beim Sprungwurf des Nabburgers Sebastian Blödt ganz breit. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
04.10.2016
57
0

Am Ende zählt nur der Sieg. Die HG Amberg gewinnt die Zitterpartie gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld zum Bezirksoberligastart. Dank HG-Keeper Martin Feldmann, der eine sensationelle Leistung zeigt.

Es gibt viele Sportlerphrasen: "Aller Anfang ist schwer", "Eine neue Liga ist wie ein neues Leben" oder "Sieg ist Sieg". Alle drei passen zum Auftakt der HG Amberg beim 25:24 (16:11) über die HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Am Ende einer hausgemachten Zitterpartie im Derby kann sich der Aufsteiger aber über zwei Punkte gegen ein Spitzenteam der Vorsaison freuen.

Nach einer Saison in der Bezirksliga waren die Vilsstädter heiß auf das Premierenspiel in "ihrer" Bezirksoberliga. Die Mannschaft von Trainer Roland Schmid zeigte viel Elan und lag von Beginn an in Führung. Die Deckung stand gut gegen die Gäste und hatte zudem mit Martin Feldbauer einen überragenden Keeper hinter sich: Feldbauer konnte gegen seinen Ex-Verein insgesamt 28 Paraden verbuchen - schlichtweg sensationell. Auch in der Offensive wussten die Amberger durchaus zu überzeugen und spielten gerade in der Schlussphase sehr gute Möglichkeiten heraus, die auch hochprozentig verwertet wurden. Der Lohn war eine 16:11-Führung zur Pause, die in dieser Höhe wohl die wenigsten Zuschauer in der gut gefüllten GMG-Dreifachturnhalle erwartet hatten.

Nach dem Seitenwechsel schmolz der Vorsprung, da die Amberger in ihrer Chancenverwertung nicht mehr so konsequent waren. HSG-Keeper Florian Sturm näherte sich der Topform seines Gegenübers und entschärfte drei Gegenstöße sowie einen Siebenmeter. Die HG agierte verunsichert, leistete sich unnötige Ballverluste sowie zahlreiche Fehlwürfe und büßte Tor um Tor ein. Aber auch die Gäste ließen viele Chancen liegen, nur Rückraum-Hüne Armin Kiener schaffte es häufiger mit seinen Gewaltwürfen, den bärenstarken Feldbauer zu überwinden.

Neuzugang Marek Nachtman, der ebenso wie Max Pürckhauer sein Pflichtspieldebüt feierte, sorgte dann mit zwei sehenswerten Schlagwürfen für Entlastung. Eine harte Zeitstrafe gegen den Tschechen ließ die Hausherren, die mehrfach die Vorentscheidung verpassten, dann wanken, aber Torhüter und Pfosten sicherten im Verbund den knappen 25:24-Erfolg. "Der Sieg war am Ende glücklich, aber auch verdient", sagte ein erleichterter HG-Coach Roland Schmid nach Spielende.

Ausschlaggebend waren für den Übungsleiter die Abwehr samt Torhüter, die den wurfgewaltigen Gästen nur 24 Treffer ("Eine Marke") erlaubten. In der Offensive sah Schmid noch einiges an Verbesserungspotenzial, zeigte sich aber auch zuversichtlich: "Das mit dem Angriff bekommen wir schon noch hin."

HG Amberg: Feldbauer, Termer (6/2), Nachtman (5/2), Schaller (4), Klee (3), Schräder (2), Strasser (2), Pürckhauer (1), Streber (1), Turner (1), Niec

Das mit dem Angriff bekommen wir schon noch hin.Roland Schmid, Trainer HG Amberg
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.