Handball: Erste Heimniederlage seit über einem Jahr
Ein gebrauchter Tag für Handballerinnen der HG Amberg

Hinten funktionierte so gut wie nichts, vorne viel zu selten: Die Handball-erinnen der HG Amberg (in den grauen Trikots mit Julia Engel beim Wurf und Katharina Frisch im Hintergrund) verloren gegen den TSV Röthenbach überraschend deutlich. Bild: Brückmann
Sport
Amberg in der Oberpfalz
14.02.2016
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(zyz) Nach über einem Jahr ohne Heimniederlage hat es die Handballerinnen der HG Amberg nun erwischt. Sie unterlagen am Samstag dem TSV Röthenbach überraschend deutlich mit 16:29 (9:14). Das Duell der Mittelfeldmannschaften der Handball-Bezirksoberliga Ostbayern ließ eigentlich eine spannende Partie erwarten, da auch das Hinspiel nur knapp mit 21:20 an den TSV ging. In den ersten 22 Minuten war das dann auch so.

Die Ambergerinnen gingen in Führung, verpassten es aber durch unkonzentrierte Abschlüsse gleich zu Beginn davonzuziehen. Stattdessen liefen sie einem knappen Rückstand hinterher, ehe sie nach einem 3:0-Lauf mit 8:7 vorne lagen. Ab diesem Zeitpunkt gaben laut Interimstrainer Roland Schmid, der den beruflich verhinderten Martin Feldbauer vertrat, die Ambergerinnen "die Abwehrarbeit auf". Nach einem 7:1-Zwischenspurt in den letzten acht Minuten der ersten Hälfte führten die Gäste zur Pause mit 14:9.

Umsetzung klappt nicht


In der Kabine appellierte der Trainer an das Team, in der Abwehr wieder mehr Kampfgeist zu zeigen und im Angriff kooperative Handlungen auszulösen, um so die kompakte TSV-Abwehr in Bewegung zu bringen und Lücken zu erzeugen. Die Umsetzung der klappte jedoch nicht. Die Mittelfränkinnen hatten den besseren Start, erzielten drei Treffer am Stück und so erhöhte sich der in der ersten Hälfte gestartete Lauf auf 10:1.

Endlich trafen auch die Ambergerinnen wieder, aber "leider deutlich zu selten" (Schmid). Die Gäste spulten ihr Programm im Angriff ab und überzeugten durch eine konsequente, harte Abwehrarbeit, die zwar mit neun Siebenmetern bestraft wurde, aber dennoch der Schlüssel zum Erfolg war. Die HG war vom Punkt nicht erfolgreicher als bei anderen Würfen und vergab vier der neun zugesprochenen Strafwürfe.

Der größere Wille


Eine Abwehrumstellung auf eine 5:1- und kurzfristig auf eine 4:2-Formation gegen die TSV-Rückraumschützinnen zeigte Wirkung, aber die Außenspielerinnen trafen weiterhin nach Belieben und so war die deutliche Niederlage unter Dach und Fach. Schmids Fazit: "Solche gebrauchten Tage gibt es leider im Sport. Schwamm drüber, Kopf hoch und im nächsten Spiel alles besser machen. Der Gegner wollte an diesem Tag den Sieg deutlich mehr als das Amberger Team und das gab den Ausschlag."

HG Amberg: Tor: Hübner, Schobert. Feld: Behringer (7/5), Pohl (5), Deml (2), Frisch, Lösch (je 1), Wagner, Mertel, Hirschmann, Beer, Hillen.
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