Handball
HG Amberg vor der Rückkehr in die Bezirksoberliga

Auf ein volles Haus in der GMG-Halle hoffen die Spieler der HG Amberg und Trainer Roland Schmid (rechts vorne), wenn am Samstag um 16 Uhr das letzte und vermutlich entscheidende Spiel um den Wiederaufstieg bevorsteht. Zudem wird Tobias Hirsch nach 22 Jahren seine Laufbahn als aktiver Spieler beenden. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
01.04.2016
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Die Vorzeichen für dieses Handballspiel könnten kaum unterschiedlicher sein: Der Gast aus Obertraubling ist so gut wie abgestiegen, und die HG Amberg benötigt einen Sieg, um den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga zu realisieren. Und: Es ist das letzte Spiel für eine leicht ergraute Ikone.

Zur ungewohnten Anwurfzeit um 16 Uhr empfängt die HG Amberg am Samstag, 2. April, den SV Obertraubling zum letzten Saisonspiel der Handball-Bezirksliga West in der GMG-Dreifachturnhalle. Nach dem 31:29-Sieg im Auswärtsspiel in Buckenhofen vor knapp zwei Wochen und der damit verbundenen Tabellenführung wird für HG-Coach Roland Schmid die Hauptaufgabe im Vorfeld des Finales darin bestehen, seinen Mannen einzuimpfen, die Regensburger Vorstädter auf keinen Fall zu unterschätzen.

Im Hinspiel Anfang Januar, als sich gleich drei Amberger Spieler verletzten, tat sich der Klassenprimus lange Zeit sehr schwer und siegte am Ende nach einem Kraftakt mit 40:30. Die jungen Spieler von SV-Trainer Stefan Hinrichs können in der Vilsstadt locker aufspielen und die aus Amberger Sicht hoffentlich stattliche Kulisse genießen.

Prall gefüllte Ränge hätten sich die Hausherren nicht nur allein durch die starke Runde verdient: Im Falle eines Sieges wird HG-Ikone Tobias Hirsch nach 22 Jahren ohne Unterbrechung in der ersten Herrenmannschaft seine beeindruckende Karriere beenden. Nach mehreren tausend Toren für seine HG wird der "Bomber" - sofern im schlimmsten Fall als Tabellenzweiter nicht doch noch eine Relegation erforderlich wird - ein letztes Mal auf der linken Außenbahn wirbeln. Allein diese Tatsache ist schwer vorstellbar und der inzwischen "leicht ergraute Publikumsliebling" (HG-Coach Schmid mit einem Augenzwinkern) hätte sich für seine Leistungen und Vereinstreue einen großen Bahnhof mehr als verdient.

Doch bevor die "Schonzeit für den Hirsch" beginnt, muss ein Zweier her, dann ist genügend Zeit für Jubel und Sentimentalität.

Bei der "Mission Heimsieg" müssen die Hausherren auf Linkshänder Benjamin Termer verzichten, der durch sein taktisches Foul in der Schlussminute der Buckenhofen-Partie gesperrt ist.

Der verbliebene Kader ist aber stark und motiviert genug, die selbst gegebene Steilvorlage zu verwandeln und mit den Fans die Meisterschaft und damit die Rückkehr in die höchste Spielklasse des Bezirks Ostbayern zu feiern.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Marx; Feld: Hirsch, Schräder, Wagner, B. Schaller, Strasser, Turner, Klee, Oursin, Niec, Streber.
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