Handball
Nahe dran am Sieg

Der 2,04 Meter große Auerbacher Rückraumspieler Andreas Wolf (Mitte) setzt zum Torwurf an, Korbinian Lex, der beste Werfer des TuS Fürstenfeldbruck, kann ihn nicht stoppen. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
13.03.2016
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Nur wenige Sekunden fehlen: Fast hätte es erneut eine Riesenüberraschung gegeben, fast hätten die Drittliga-Handballer des SV 08 Auerbach dem Tabellenzweiten TuS Fürstenfeldbruck wie schon im Hinspiel beide Punkte abgenommen. Aber eben nur fast.

Auerbach. Nach einer spannenden Partie trennten sich der SV 08 Auerbach und der TuS Fürstenfeldbruck unentschieden mit 25:25 (10:15). Knapp 500 Zuschauer sahen in der Helmut-Ott-Halle zwei unterschiedliche Hälften. Die Oberpfälzer bleiben mit nun 20:28 Zählern auf Rang zwölf, bauten ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze der 3. Liga Ost aber leicht aus.

Zunächst sah es allerdings gar nicht so gut aus für die Gastgeber, bei denen Mario Schmidke für den noch verletzt ausgefallenden Maximilian Lux auf der Bank saß, denn nach etwas mehr als neun Minuten lagen sie bereits mit 2:6 zurück. Schon früh zeigte sich, dass die Defensive den Fürstenfeldbrucker Korbinian Lex nicht unter Kontrolle bringen würde - er avancierte mit zehn Treffern zum besten Werfer. Für TuS-Kreisläufer Tobias Prestele war die Partie nach einem Schubser gegen Ralph Weiss und der Roten Karte schnell vorbei. "Der Ausfall hat uns vor allem in der Abwehr weh getan", sagte TuS-Trainer Martin Wild nach dem Spiel.

Wieder kein Strafwurf


Mit einem 4:1-Lauf kam Auerbach auf 9:10 heran, doch Fürstenfeldbruck war für den Rest der ersten Hälfte das bessere Team und hatte, sehr zum Unmut des Publikums, nicht nur in den ersten 30 Minuten, etwas mehr Glück mit den Entscheidungen der Unparteiischen. "Wir müssen in manchen Situationen einfach cleverer agieren und Fouls auch deutlicher anzeigen, um den entsprechenden Pfiff der Schiedsrichter zu bekommen. Das war jetzt das zweite Spiel in Folge, in dem uns nicht ein Strafwurf zugesprochen wurde", sagte Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher. Der stellte zur zweiten Hälfte sein Team um, und überließ nun Ferdinand Neuß die Leitung auf der Mittelposition. "Ferdi hat das richtig gut gemacht und hat uns mit seiner Dynamik wieder ins Spiel gebracht. Wenn man bedenkt, dass er erst 18 Jahre alt ist, muss man seine Leistung doch hervorheben", lobte Wannenmacher seinen jüngsten Spieler. Stark war auch Torhüter Andreas Bayerschmidt, der zwei Strafwürfe und einige Tempogegenstöße vereitelte. Den Oberbayern gelang von der 37. bis zur 49. Minute kein Treffer, Auerbach dagegen spielte sich fast in einen Torrausch - und drehte das Spiel (19:17).

Ein Mann weniger


Die Gäste glichen zum 20:20 aus, lagen wenig später aber wieder zurück (23:25). Doch die Auerbacher brachten den Vorsprung nicht über die Zeit und kassierten kurz vor Schluss den 25:25-Endstand. "Es ist sehr schwer, mit einem Mann weniger auf dem Feld die letzten 90 Sekunden zu überstehen. Zum dritten Mal hintereinander haben wir heute kurz vor dem Ende eine Zeitstrafe bekommen", versuchte Tobias Wannenmacher die letztlich unglückliche, wenn auch gerechte Punkteteilung zu begründen.

Handball3. Liga Ost

SV 08 Auerbach 25:25 (10:15) Fürstenfeldbruck

SV 08 Auerbach: Tor: Bayerschmidt, Goebel. Feld: Tannenberger, Weiss (2), Neuß (4), Laugner (2), Schmidtke, Wannenmacher, Schnödt (1), Büttner (1), Schramm (7), Müller (1), Wolf (3), Schöttner (4).

Strafwürfe: 0/5 - Strafzeiten: 5/2 - Rot: Tobias Prestele (Fürstenfeldbruck) - SR: Johannes Marchlewitz, Christian Stadtmüller - Zuschauer: 490 - Spielfilm: 1:0, 1:2, 2:2, 2:6, 6:10, 9:10, 9:13, 10:15 - 11:15, 12:17, 19:17, 20:20, 22:20, 25:23, 25:25.
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