Handball: SV 08 Auerbach bei MSG Groß-Bieberau
Schlechte Erinnerungen an das Hinspiel

Ein ungemütlicher Nachmittag steht Auerbachs Torhüter Lars Goebel und seinen Vorderleuten bevor. Gastgeber MSG Groß-Bieberau/Modau hat mit 648 Treffern den stärksten Angriff der 3. Liga Ost. Bild: Ziegler

Auerbach. Langsam aber sicher neigt sich die Saison in der 3. Handball-Liga Ost dem Ende entgegen und die Möglichkeiten, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen, werden immer weniger. Nur noch acht Spiele liegen vor dem SV 08 Auerbach, vier zu Hause, vier in fremden Hallen. Eine der schwersten Auswärtspartien dürfte die am Sonntag, 6. März (17 Uhr), beim Tabellendritten MSG Groß-Bieberau/Modau sein.

Seit etlichen Jahren in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, wollen die "Falken" endlich wieder zurück in die 2. Bundesliga, der sie bereits dreimal für einige Zeit angehörten. Aber auch die aktuelle Situation macht den Verein zum Aushängeschild für die nur etwa 4700 Einwohner zählende Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Schmerzhafte Ausfälle


Da in dieser Runde dem mit erst zwei Minuspunkten souveränen Tabellenführer TV 05/07 Hüttenberg die Staffelmeisterschaft und der direkte Wiederaufstieg wohl kaum mehr zu nehmen sein wird, sowie mit dem Wissen und den Erfahrungen der vergangenen Jahre, rückt der zweite Tabellenplatz immer mehr in den Fokus der Verfolger. Schließlich könnte er zur Teilnahme an einer Relegationsrunde berechtigen und den Aufstieg auf diesem Weg ermöglichen. Aktuell streiten sich mit dem TuS Fürstenfeldbruck, der MSG Groß-Bieberau/Modau und dem HC Elbflorenz Dresden drei Teams, die nur wenige Punkte auseinander liegen, um die Vizemeisterschaft.

Die besten Chancen haben dabei derzeit die Oberbayern, seit die MSG nach acht Siegen am Stück am 20. Spieltag in Fürstenfeldbruck mit 26:31 verlor und am vergangenen Wochenende auch noch in Kirchzell eine 22:25-Derbyniederlage hinnehmen musste. Ein Grund ist sicherlich das Verletzungspech, mit dem das Team von MSG- Trainer Ralf Ludwig (43) seit Monaten zu kämpfen hat. So fehlten in letzter Zeit die beiden Kreisläufer Lucas Lorenz (63 Tore) und Nils Arnold (23 Tore), wobei Letzterer vor allem als Abwehrchef schmerzlich vermisst wurde.

Viel schwerer wiegt möglicherweise der Ausfall von Daniel Zele (101 Tore). Der ungarische Rückraumkanonier wurde nach einem Foul in Fürstenfeldbruck für drei Partien gesperrt und fehlt noch gegen Auerbach. Die Gäste um Spielertrainer Tobias Wannenmacher müssen sich auf ein ebenso erfahrenes wie mit einer durchschnittlichen Körpergröße von fast 1,90 Metern körperlich klar überlegenes Team einstellen. Schon im Hinspiel waren die Odenwälder verletzungsbedingt mit einem reduzierten Kader angetreten, hatten das Spiel jedoch bereits nach zehn Minuten beim Stand von 0:8 frühzeitig entschieden. "Das Wichtigste für uns wird sein, einen ähnlichen Fehlstart zu vermeiden und möglichst lange im Spiel zu bleiben", lautete daher die Vorgabe Wannenmachers.

Ohne Lux und Klima


Der Trainer muss auf Maximilian Lux (Bänderdehnung) und David Klima (Spiel mit der A-Jugend des HaSpo Bayreuth) verzichten. Da kommt es zur Unzeit, dass Philipp Schöttner wegen Knieproblemen nur sehr eingeschränkt trainieren konnte. "Ich habe schon vor dem Hinspiel gesagt, dass uns Groß-Bieberau spielerisch und körperlich klar überlegen und damit eindeutig favorisiert ist. Gerade deshalb müssen wir wieder zu einer mannschaftlich geschlossenen Einheit werden und alles geben, um überhaupt eine Chance zu haben."

SV 08 Auerbach: Tor: Bayerschmidt, Goebel. Feld: Tannenberger, Weiss, Neuß, Laugner, Wannenmacher, Schnödt, Büttner, Schramm, Müller, Wolf, Schöttner.
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