HG Amberg will Wiedergutmachung für Derbypleite
"Egal, wer kommt"

Sport
Amberg in der Oberpfalz
18.11.2016
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Die Handballer der HG Amberg stehen nach der überraschenden Derbypleite etwas unter Druck. Jetzt erwarten sie einen Gegner, der einen der besten Torjäger der Liga in seinen Reihen hat. Aber wurscht: Laut Roland Schmid ist es sowieso egal, wer kommt.

Am Samstag, 19. November, empfängt die HG Amberg um 19 Uhr den ESV 1927 Regensburg in der Handball-Bezirksoberliga Ostbayern. Im Duell zweier direkter Tabellennachbarn trifft der Fünfte auf den Sechsten. Die Vilsstädter hatten drei Wochen Zeit, die aus HG-Trainer Roland Schmids Sicht "unnötige, aber letztendlich verdiente" Niederlage gegen den Tabellenletzten HC Sulzbach II, der sich durch den 35:30-Erfolg auf Rang zehn des Zwölferfeldes verbesserte, zu verarbeiten.

Stark verstärkt


Mit den "Eisenbahnern" aus Regensburg stellt sich ein anderes Kaliber in Amberg vor. Der Fastabsteiger der vergangenen Saison, der die Liga nur durch den Rückzug des OG Erlangen gehalten hatte, hat sich laut Schmid "kräftig im übervollen Spielertopf der SG Regensburg bedient" und unter anderen mit Benedikt Fuchs sowie den Müller-Brüdern Müller "dicke Fische an Land gezogen". Ausnahmelinkshänder Steve Müller konnte aufgrund einer Schulterverletzung bislang zwar fast nur in der Abwehr eingesetzt werden, doch auch hier ist der bayernligaerfahrene Zwei-Meter-Mann eine imposante Erscheinung.

Tragende Säule in der Mannschaft von Neutrainer Bernhard Goldbach ist bislang Spielmacher Fuchs, der zu den besten Torschützen der Liga zählt. Doch bei allem Respekt vor dem starken Gegner ist es laut Schmid "eigentlich egal, wer am Samstag in die GMG-Halle kommt". Das Motto müsse Wiedergutmachung für die nicht geplante Derbypleite gegen Sulzbach heißen. "So wie die Spiele in der Bezirksoberliga in dieser Saison ausgehen, muss man zu Hause punkten und auswärts schauen, was man bekommt", streicht der HG-Übungsleiter die Bedeutung der Heimspiele heraus.

Beyer springt in Bresche


Zum schmerzlichen Verlust der zwei Zähler am letzten Spieltag kommt noch die langwierige Knieverletzung von Torhüter Benedikt Krieg hinzu. Hier wird Routinier Stefan Beyer in die Bresche springen und den ebenfalls angeschlagenen Stammkeeper Martin Feldbauer unterstützen. Die Blessuren der Feldspieler sollten nach der längeren Spielpause weitestgehend auskuriert sein und somit alle zur Verfügung stehen.

Für beide Teams ist die Partie durchaus richtungweisend: Aufsteiger Amberg will schnell weitere Zähler für den Klassenerhalt holen, der auswärts bislang punktlose ESV endlich auch einmal in der Fremde feiern. Schmids Formel für den Heimzweier: "Der Erfolg wird nur über die Abwehr zurückkommen. Wir haben die meisten Tore erzielt, aber auf die Soll-Seite des Torverhältnisses möchte ich gar nicht schauen."

HG Amberg: Beyer, Feldbauer, Streber, Strasser, Turner, Oursin, Pürckhauer, Nachtman, Klee, Niec, Termer, Schaller und Schräder.

So wie die Spiele in dieser Saison ausgehen, muss man zu Hause punkten und auswärts schauen, was man bekommtRoland Schmid, Trainer HG Amberg
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