Kart-Slalom des NAC Amberg
Scherer rast zum Doppelsieg

Wenn Pylonen fliegen, müssen die Streckenposten ran, außerdem gibt es zusätzliche Strafsekunden. Bild: gf
Sport
Amberg in der Oberpfalz
28.07.2016
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Beim 26. und 27. Kart-Slalom des NAC Amberg fliegen nicht nur die Pylonen, wenn sie umgefahren werden. Auch die Amberger Kart-Junioren scheinen über die Bahn zu fliegen. Ein NAC-Talent gewinnt beide Rennen souverän.

Einen guten Draht zum Wettergott scheint der NAC Amberg zu haben, denn alle Teilnehmer konnten am Sonntag ihre Runden auf der Kart-Bahn im Freihölser Forst auf trockenem Asphalt drehen. Kaum war der Kart-Slalom zu Ende, hätte man glatt Wasserskifahren können.

Die letzten beiden Wertungsläufe zur Kart-Slalom-Meisterschaft des NAVC-Landesverbands Nordbayern wurden als Doppelveranstaltung beim Neuen Automobil-Club Amberg gefahren. Den Meisterschaftsbewerbern blieben Mehrfachanfahrten erspart. So konnten sie an einem Tag zwei Durchgänge fahren, jeweils mit einer ungezeiteten Trainingsrunde und zwei Wertungsläufen, von denen der bessere zählte.

Boliden mit bis zu 30 PS


Beide Kart-Slaloms des NAC Amberg wurden für die Bayerische und die Nordbayerische Kart-Meisterschaft, das NAVC-Sportabzeichen und die Motorsportspange des NAVC-Landesverbands Nordbayern gewertet. Für die "kleinen Klassen" war der Parcours auf der Weber-Kart-Bahn gut 330 Meter lang, drei Runden und damit fast 1000 Meter hatten die "großen Klassen" zu absolvieren. Knapp acht PS leisten die 80-ccm-Comer-Motoren der Klassen 16 und 17 (Jahrgänge 2004 bis 2008), die 125-ccm-Motoren bringen es auf gut 23 PS und in der Motorenklasse "über 100 ccm offen" schaffen es die Karts schon auf 30 PS und mehr.

Der Parcours auf der Kart-Bahn wurde mit Pylonen und Reifen verengt und wer zu schnell unterwegs war und eine Pylone "abräumte", bekam dafür Strafsekunden, die zur tatsächlich gefahrenen Zeit addiert wurden. Verantwortlich für die Strecke war NAC-Vorsitzende Anja Gebhard, die über Jahre hinweg selbst erfolgreich Kart-Rennen fuhr. Unterstützt wurde sie vom früheren NAC-Vorsitzenden Josef Niedermeier, der akribisch darauf achtete, dass die Strecke frei war, bevor er dem nächsten Kart-Fahrer "Start frei" signalisierte. Reinhold Lang saß an der Zeitnahme und informierte als Streckensprecher, wer gerade unterwegs war, wie schnell er war und ob Strafsekunden "abgeräumt" worden sind.

Weinmeier wird Zweiter


Für den Amberger Lokalmatador Maximilian Scherer hätte es nicht besser laufen können: Sowohl beim 26. als auch beim 27. Kart-Slalom fuhr er mit 28,24 Sekunden und 28,71 Sekunden jeweils Bestzeit seiner Klasse und ließ seine Konkurrenten mit deutlich hinter sich. Sein Bruder Matthias Scherer wurde in beiden Wertungsläufen in der Klasse 16 Dritter. Anton Weinmeier holte sich in der Klasse 17 einmal den zweiten, einmal den dritten Platz. Pech hatte in diesem Jahr Michael Eidenschink, denn während er in den Vorjahren den Klassensieg abonniert hatte, kam er heuer nicht in Tritt. Insgesamt waren beim 26. Kart-Slalom 53 Teilnehmer am Start, beim 27. Kart-Slalom war es einer weniger.
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