Kegeln 2. Bundesliga
FEB gewinnt Nervenkrimi

Matthias Hüttner von FEB Amberg (links) war im Derby gegen Rot-Weiss Hirschau mit 600 Holz zweitbester Amberger Kegler. Der Hirschauer Bastian Baumer (rechts) kegelte 561 Holz, verlor aber seine Partie gegen Michael Wehner. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
05.10.2016
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Das Kegelderby der 2. Bundesliga zwischen Amberg und Rot-Weiss Hirschau entscheidet sich im Kopf. Die Hausherren siegen, weil sie ihre Nervosität besser in den Griff kriegen.

Es war ein typisches Derby, was die Mannschaften von FEB Amberg und Rot-Weiss Hirschau sich am vergangen Samstag lieferten. Bei beiden Mannschaften konnte man die Anspannung spüren, letztendlich konnten sich die Amberger über einen 6:2 Sieg freuen. Allerdings zeigten beide Teams ihren Fans beim 3430:3345 ein Spiel das ständig zwischen sehr starken und schwachen Phasen schwankte.

Michael Wehner und Matthias Hüttner gingen gegen Bastian Baumer und Daniel Rösch auf die Bahn. Wehner ging gegen Baumer früh in Führung und entschied das Duell frühzeitig. Doch im letzten Lauf konnte der Amberger Kapitän die Spannung nicht mehr hoch halten und verschenkte so wichtige Kegel. Mit 3:1 bei 586:561 war der Punkt zwar eingefahren, aber trotzdem konnte Wehner mit seinem Ergebnis nicht ganz zufrieden sein. Auf der anderen Seite kam Matthias Hüttner gegen einen gut aufgelegten Daniel Rösch immer wieder unter Druck. Doch Hüttner präsentierte sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert und zeigte großen Kampfgeist. Im letzten Durchgang öffnete Rösch die Tür nur einen kleinen Spalt und diesen nutze der Amberger, um die Partie zu drehen. Mit 2:2 bei 600:593 blieb somit auch der zweite Punkt in Amberg.

In der Mittelachse machten sich André Gubitz und Wolfgang Häckl gegen Alexander Held und Patrick Krieger ans Werk. Gubitz startet eigentlich solide in die Partie, doch ab der Mitte des Spiels verlor er völlig den Faden und kam auch nicht mehr ins Spiel zurück. Das dieser Punkt trotzdem nach Amberg ging, lag letztendlich daran, dass sich Alexander Held ebenfalls von der Nervosität anstecken ließ und mit 2,5:1,5 (536:536) den Hausherren den Punkt wahrlich schenkte. Auch Wolfgang Häckl zeigt zu Beginn eine ansprechende Leistung. Doch auch dieser agierte in der zweite Spielhälfte unnötig nervös, was aber sein Gegner Patrick Krieger kaum zu nutzen wusste. Mit 1:3 bei 563:568 ging dieser Punkt allerdings nach Hirschau.

Ein 3:1- und 27-Kegel-Vorsprung waren die Ausgangsposition für Rainer Limbrunner und Bernd Klein. Klein kam eigentlich ganz ordentlich in die Partie und ging in Führung. Doch mit zunehmender Spieldauer kam auch er an diesem Tag nicht richtig in Fahrt. Mit 1:3 bei 536:548 musste sich Klein gegen Michael Öttl geschlagen geben, welcher aber keinen entscheidenden Nutzen ziehen konnte. Limbrunner hingegen konnte sich nach einer anfänglichen Drucksituation befreien und machte wieder ein sehr starkes Spiel gegen Robert Rösch. Mit 3:1 bei 609:539 sicherte Limbrunner den Sieg und setzte somit den Schlusspunkt in einem schwachen Spitzenspiel.

Kegeln2. Bundesliga

FEB Amberg - Rot-Weiss Hirschau 6:2 Wehner - Baumer 3:1/586:561/ 1:0 Hüttner - Rösch 2:2/600:593/ 2:0 Gubitz - Held 2,5:1,5/536:536/ 3:0 Häckl - Krieger 1:3/563:568/ 3:1 Klein - Öttl 1:3/536:548/ 3:2 Limbrunner - Rösch 3:1/609:539/ 4:2 Gesamt: 3430:3345/ 6:2
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