Kinder ab vier Jahren sollen in einen Sportverein
Stadt zahlt ersten Jahresbeitrag

Beim Stadtverband für Sport geht es personell wie gewohnt weiter. Vorsitzender Norbert Fischer (stehend) wurde ebenso wiedergewählt wie sein Stellvertreter Richard Lengfelder. Mit auf dem Bild: OB Michael Cerny (Mitte), Kultur- und Sportreferent Wolfgang Dersch (rechts daneben) und Wolfgang Meier, Leiter des Schul- und Sportamts. Bilder: gfr (2)
Sport
Amberg in der Oberpfalz
21.12.2015
42
0
 
Helga Powalla erhielt die bronzene Ehrennadel des Stadtverbands. Sie ist seit 28 Jahren im Kulturamt der Stadt für den Sport zuständig.

Im Sport gibt es immer wieder Überraschungen. Nicht aber beim Stadtverband für Sport, wenn Neuwahlen auf der Tagesordnung stehen.

Nicht gerade unerwartet war, dass für die Posten der beiden Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport nur zwei Kandidaten infrage kamen. Ebenso vorhersehbar war, dass alle in der Mitgliederversammlung vertretenen Sportvereine einstimmig Norbert Fischer als Vorsitzenden und Richard Lengfelder als seinen Stellvertreter bestätigten.

Für die in Sportvereinen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter gebe es keine staade Zeit, betonte Oberbürgermeister Michael Cerny im Sportheim des SV Inter Bergsteig. Ereignisreich sei das Jahr gewesen, herausragende Leistungen einzelner Sportler habe es gegeben. Besonders hob er hervor, dass es in Amberg wieder einen starken Eishockeyverein gibt, dass der FC Amberg in die Regionalliga aufgestiegen ist und dass die Stadtwerke ein ordentliches Sport-Förderprogramm aufgelegt haben.

Hallen für Flüchtlinge


Einige Sportvereine mussten laut Cerny unvermeidbare Einschnitte hinnehmen, als Hallen für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wurden. Größere Veränderungen werde es geben, wenn Sparten des TV und der SGS verschmelzen und eine neue Nutzung der bisher von beiden Vereinen belegten Sportanlagen erarbeitet werden muss. Der OB wies auch auf das städtische Förderprogramm hin, aus dem es bis zu 25 Prozent Zuschuss gibt.

Norbert Fischer erinnerte an die vom Stadtverband organisierten und unterstützten Veranstaltungen wie Hallenfußball-Meisterschaft, Hobby-Volleyball-Turnier oder 24-Stunden-Schwimmen, bei dem seit Jahren die DLRG federführend ist. Für den Ehrenabend des Sports am Freitag, 29. Januar, werde der Stadtverband wieder für ein angemessenes Begleitprogramm sorgen, kündigte Fischer an.

Auch dafür machte Fischer Werbung: Eltern von Kindern, die 2016 ihr viertes Lebensjahr vollenden, werden von der Stadt angeschrieben und bekommen den ersten Jahresbeitrag für einen Sportverein bis maximal 50 Euro bezahlt. Kulturreferent Wolfgang Dersch wies auf die Partnerschaften und Städtefreundschaften hin. Falls Amberger Sportvereine mit Vereinen in den Partnerstädten Kontakt aufnehmen wollen, werde das Schul- und Sportamt gerne vermitteln. Die Stadt trage auch bis zu 50 Prozent der Fahrtkosten.

Ein Vertreter der DJK Amberg schlug vor, seinen Verein mehr zu unterstützen, da dieser vielen Flüchtlingen eine sportliche Heimat gebe. OB Michael Cerny zeigte Verständnis, meinte aber auch, dass eine einseitige Unterstützung zu Unmut und sozialen Konflikten bei finanzschwachen Mitbürgern führen könnte. Fischer konnte sich vorstellen, dass Firmen dafür gewonnen werden könnten, die DJK zu unterstützen.

Hausverbote erteilt


Der Tischtennisclub Luitpoldhütte hält die Hallennutzungsgebühren für viel zu hoch, die zum Beispiel im Landkreis nicht bezahlt werden müssen. TV, DJK und SGS legten mit Hausmeisterkosten nach und Norbert Fischer will mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Sportvereine, des Stadtverbands und den Hausmeistern, eine Lösung zeitnah erarbeiten. Wolfgang Meier, der Leiter des städtischen Schul- und Sportamts, erinnerte daran, dass es bei Eishockey- und Fußballspielen Krawalle gegeben habe. Die Polizei habe die Störer ermitteln können. Die habe ein Hausverbot von mindestens zwei Jahren für alle städtischen Sportstätten ausgesprochen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.