Löwen gewinnen 5:3 in Selb
Wölfe-Torwart bringt Amberger Stürmer zur Verzweiflung

Sport
Amberg in der Oberpfalz
24.10.2016
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Ein intensiver Schlussspurt bescherte dem ERSC Amberg beim VER Selb 1b den vierten Sieg in der Eishockey-Landesliga Gruppe 1 in Folge. Zuvor waren die Löwen beinahe an der "Wand" im Selber Tor verzweifelt, denn Wölfe-Torhüter Radek Uhrin war beim Einbahnstraßen-Eishockey des ERSC Endstation. "Wenn du solche Spiele noch gewinnst, dann sind das schon Big-Points", war nicht nur Alex Reichenberger am Ende froh über den zweifellos hoch verdienten Sieg seiner Mannschaft. Dem Löwen-Coach fielen mit Christoph Schönberger (Hüfte) und Markus Hausner (Virus) kurzfristig zwei wichtige Verteidiger aus. Das war aber nicht der einzige Grund, warum sich Amberg mehr als zwei Drittel lang unheimlich schwer gegen die clever verteidigenden und immer wieder gefährlich konternden Gastgeber taten. Da fehlte manchmal schon auch die nötige Konzentration im Passspiel und Abschluss. Bei gefühlter Heimspielatmosphäre mit deutlicher Amberger Überzahl auch auf den Rängen nahm der ERSC von Beginn an das Heft in die Hand. Das 0:1 durch Boris Flamik schien die logische Folge. Nach einem Zuckerpass von Florian Bartels ging der Verteidiger auf und davon und versenkte den Puck im linken oberen Toreck. Weitere Treffer für den ERSC lagen mehrfach in der Luft, da gelang Selb ein schneller Konter. Den Alleingang von Verhoeven konnte Oli Engmann im Amberger Tor noch parieren, gegen den Nachschuss von Bauer war aber auch der Löwengoalie machtlos. Das 1:1 mussten die Gäste erst einmal verdauen und gingen leicht angefressen in die Pause. Im Mittelabschnitt bot sich ein ähnliches Bild bei den Spielanteilen, aber Amberg fand einfach kein probates Mittel, den Abwehrriegel zu knacken. Statt dessen gingen die Franken durch Bauer erstmals in Führung. In der Folgezeit waren trotz der optischen Überlegenheit des ERSC auch weitere gute Tormöglichkeiten für die Gastgeber vorhanden und hier hielt Engmann seine Mannschaft im Spiel. Dass die Löwen über genügend Geduld und Selbstvertrauen verfügen, zeigten sie im Schlussdrittel, wo der Druck sich zu einer Art Belagerungszustand entwickelte. Dominik Schopper ließ mit dem 2:2 die Aktien des ERSC wieder steigen. Selbst die neuerliche Führung für Selb, begünstigt durch einen Scheibenverlust in der neutralen Zone, konnte die Löwen jetzt nicht mehr schocken. Innerhalb zwei Minuten drehten Flamik und Sebastian Aukofer die Partie. Den Schlusspunkte setzte Matti Swadzba, der den Schuss von David Rybka ins verwaiste Tor der Gastgeber verlängerte.

EishockeyLandesliga Gruppe 1

VER Selb 1b 3:5 (1:1, 1:0, 1:4) ERSC Amberg

Tore: 0:1 (9.) Flamik (Bartels), 1:1 (16.) Bauer (Verhoeven), 2:1 (24.) Bauer (Warkus), 2:2 (48.) Schopper (Gerber), 3:2 (50.) Verhoeven (Jeschke), 3:3 (54.) Flamik (Farnbauer), 3:4 (56.) Aukofer (Flamik), 3:5 (59.) Swadzba (Rybka/5-6).

Strafen: Selb 12 + 10 (Lück), Amberg 8 Minuten.

Schiedsrichter: Fiala, Kaderabek.

Zuschauer: 120.
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