Mahnung vor dem Derby FC Amberg - SpVgg SV Weiden
„Nicht durchdrehen jetzt“

Drei Köpfe, ein Ball - und der Sieger heißt Julian Ceesay (rechts). Der Verteidiger des FC Amberg agierte mit seinen Kollegen gegen den SV Erlenbach beim 6:0-Erfolg fast immer souverän, die Abwehr stand relativ sicher. Heute kommt mit der SpVgg SV Weiden ein anderes Kaliber ins FC-Stadion. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
02.08.2016
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"Man hat schon gesehen, was möglich ist, wenn wir in Spiellaune kommen." Zitat: Günter Brandl, Trainer FC Amberg

Gut eineinhalb Jahre hat's gedauert, ehe die beiden wieder aufeinandertreffen: Der FC Amberg erwartet an diesem fünften Spieltag die SpVgg SV Weiden zum ewig jungen Oberpfalzderby in der Bayernliga Nord. Und FC-Trainer Günter Brandl ermahnt seine Spieler nach dem 6:0-Kantersieg gegen den SV Erlenbach.

Anstoß der Partie ist heute um 18.30 Uhr im FC-Stadion. Die Vorzeichen für dieses Duell könnten klarer eigentlich kaum sein, wenn man die letzten Auftritte der Kontrahenten heranzieht. Die Weidener zeigten am Wochenende bei der 1:3-Heimniederlage gegen den Würzburger FV eine äußerst schwache Leistung - der FC Amberg hingegen fegte den SV Erlenbach mit Spaßfußball 6:0 vom Platz und hat damit sieben Punkte gesammelt.

Die Weidener haben nach vier Spielen sechs Zähler auf dem Konto - die Bilanz von Trainer Tomas Galasek (43) fällt bisher durchwachsen aus: "Wir können nicht ganz zufrieden sein, denn wir lassen zu viele Chancen zu, das sind wir eigentlich nicht gewohnt. Leider konnten wir uns im letzten Spiel aber kein Selbstvertrauen holen, im Gegensatz zum FC Amberg."

Da ist die Laune nach dem 6:0-Kantersieg gegen Erlenbach bestens. "Das war ein Spiel, in dem sich die Spieler viel Selbstvertrauen holen konnten", fasste Günter Brandl die Partie zusammen, in der sein Team dennoch "das ein oder andere Tor mehr hätte machen können". Die Art und Weise, wie man Erlenbach dominierte, war beeindruckend. Das erlebte auch Weidens Trainer als Beobachter im Stadion am Schanzl mit. Amberg habe sich nach der frühen Entscheidung nicht besonders anstrengen müssen, der eine Tag mehr Regeneration sei also kein Vorteil für seine SpVgg, so Galasek.

Umso mehr sei man heute gefordert: "Wir müssen versuchen, die FC-Offensive auszuschalten und auf den Außenpositionen gut stehen. Und dann müssen wir Konterchancen oder Amberger Fehler nutzen und so nach vorne gefährlich werden", gibt Galasek die Richtung vor. Dass der FC Amberg nach dem 6:0 gegen Erlenbach mit breiter Brust auftreten wird, davon ist auszugehen. Zu einem echten Gradmesser taugt die Partie vom Sonntag aber nicht unbedingt, darauf wies Brandl gleich nach Abpfiff hin: "Ja nicht durchdrehen jetzt! Wir müssen gegen Weiden eine konzentrierte Leistung zeigen und dürfen jetzt nicht träumen. Wenn wir eine top Einstellung bringen und unser Spiel machen, dann können wir einen Sieg einfahren." So einfach wie Erlenbach wird es die SpVgg dem FCA aber nicht machen. Darauf ist man vorbereitet, doch Brandl zeigt sich selbstbewusst: "Man hat schon gesehen, was möglich ist, wenn wir in Spiellaune kommen."

Brisanz erhält die Partie natürlich auch durch die personelle Vergangenheit mehrerer Akteure. Im Blickpunkt steht dabei vor allem Thomas Schneider, der vor einem Jahr von Weiden nach Amberg und vor dieser Saison wieder zurückgewechselt war. Personell muss Günter Brandl auf die Langzeitverletzten Michael Busch (Sprunggelenk), Scott Kennedy (Knöchel) und Sebastian Schulik (Leiste) verzichten, auch Daniel Gömmel (Urlaub) wird fehlen. Bei der SpVgg SV Weiden kehrt Ralph Egeter wieder zurück, Martin Schuster fehlt weiterhin wegen eines Knorpelschadens.

Man hat schon gesehen, was möglich ist, wenn wir in Spiellaune kommen.Günter Brandl, Trainer FC Amberg


Wir müssen Konterchancen oder Amberger Fehler nutzen.Tomas Galasek, Trainer SpVgg SV Weiden
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