Neun Spieler fehlen
Personell gebeutelter FC Amberg zur schwächelnden Alemannia Haibach

Immer mehr leere Plätze auf der Bank des FC Amberg, Trainer Günter Brandl muss auf die Reservespieler zurückgreifen. Bild: ref
Sport
Amberg in der Oberpfalz
03.09.2016
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Nach der Serie ist vor der Serie - darauf hofft man zumindest beim FC Amberg. Denn an diesem 10. Spieltag in der Bayernliga Nord muss das Team von Günter Brandl am Samstag, 3. September, um 16 Uhr beim SV Alemannia Haibach antreten - eine Aufgabe, die man allerdings mit einem äußerst dezimierten Kader angehen muss.

Nur ein Dreier


Bei den Unterfranken läuft es derzeit aber auch nicht rund. Tabellenplatz 16 mit fünf Punkten, erst ein Sieg (und der gegen das aktuelle Schlusslicht Frohnlach), fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen - es ist der Wurm drin beim Team von Trainer Klaus Hildenbeutel, seit Frühjahr 2014 verantwortlich für die Alemannia. Vor allem die Defensivschwäche ist ein Grund, warum man weit unten steht: 22 Gegentore kassierte man bereits, der zweitschwächste Wert der Liga nach dem VfL Frohnlach (27).

Auch im letzten Saisonspiel zeigte Haibach sich defensiv anfällig, verlor gegen den Würzburger FV mit 0:3 - auch wenn der WFV in seiner aktuell starken Verfassung nicht unbedingt der geeignetste Gradmesser ist. Die Instabilität vor dem eigenen Tor mag aber auch am Verletzungspech liegen. So fehlen der Alemannia derzeit einige Verteidiger verletzungsbedingt. Einer, der in der Defensive weiterhelfen soll, kam vor dieser Saison aus der Jugend des Bundesligisten Darmstadt 98: Jannik Schmidt. Der 19-Jährige spielte bei Darmstadt und zuvor bei Eintracht Frankfurt in den jeweiligen Junioren-Bundesligen, hat also viel Potenzial - ein Allheilmittel ist er aber noch nicht. Und so kann es also eigentlich nur besser werden für den Vorjahressechsten, der inzwischen seine fünfte Saison in der Bayernliga absolviert.

Breunig trifft


Vier davon hat auch der aktuell beste Torschütze der Alemannia, Christian Johannes Breunig, hinter sich. Der Haibacher Kapitän hat bisher fünf Tore auf dem Konto und auch jetzt wünscht man sich in Unterfranken, dass er trifft - wobei man natürlich weiß, was für ein Brocken jetzt mit dem FC Amberg wartet.

Beste Defensive


Denn das Team vom Schanzl hat - bis zur vergangenen Woche - sechs Spiele in Folge nicht verloren. Da kam allerdings die Niederlage gegen den starken Aufsteiger Neumarkt, wegen der man den Anschluss nach ganz oben wieder etwas abreißen lassen musste. "Wir haben da durch eine Unachtsamkeit verloren, aber davon lassen wir uns nicht verrückt machen", beruhigt FC-Coach Günter Brandl. Denn seine Elf steht weiterhin auf Rang sechs und stellt mit erst fünf Gegentoren die beste Defensive der Liga, gemeinsam mit dem Würzburger FV. Diese Bilanz will man beibehalten, auch wenn die personelle Situation etwas Sorge bereitet.

Kennedy zurück


Neun Ausfälle hat man zu verzeichnen: Neben den Langzeitverletzen Sebastian Schulik, Michael Busch und Daniel Gömmel fallen die angeschlagenen Michael Dietl, Martin Popp, Andre Karzmarczyk, Jan Fischer und auch Neuzugang Caleb Clarke aus, Brian Gallo ist zudem beruflich verhindert. Immerhin kehrt Scott Kennedy nach Knöchelverletzung zurück. Trotz aller Personalsorgen gibt sich Brandl aber selbstbewusst: "Wir werden alles tun, um etwas Zählbares aus Haibach mitzubringen." Der Rumpfkader macht das aber sicher nicht einfacher.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Kühnlein (5), Ceesay (15), Kennedy (21), Burgutzidis (3), Graml (6), Helleder (13), Keilholz (4), Sirgedas (10), Knorr (7), Wiedmann (31), Seitz (9).

Davon lassen wir uns nicht verrückt machen.Günter Brandl, Trainer Fc Amberg, nach der Niederlage gegen den ASV Neumarkt
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