Olympia 2016
Sara Däbritz stürmt in Rio

Ein Grund zu Strahlen: Die 21-jährige Sara Däbritz wurde von Bundestrainerin Silvia Neid für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro nominiert. Bild: dpa
Sport
Amberg in der Oberpfalz
14.07.2016
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Mit 21 bei Olympia: Für Sara Däbritz aus Ebermannsdorf wird ein Traum wahr. Bevor die Fußballerin im August in der brasilianischen Hitze gegen Australien, Kanada und Simbabwe spielt, stehen in Deutschland noch stressige Wochen mit Training und Lernen an.

Bad Gögging. Offiziell wird der Kader für Olympia erst am Freitag bekannt gegeben, aber schon am Tag vorher war klar, dass die Ebermannsdorferin Sara Däbritz mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft zu den Spielen nach Rio de Janeiro fährt. "Einfach ein Traum. Ich freu' mich auf das ganze Drumherum. Das ist, glaub ich, nochmal etwas ganz was anderes als ein reines Fußballturnier wie die EM oder die WM. Das ist ja das größte Sportereignis der Welt", jubelte die 21-Jährige am Donnerstag. Bei ihr ist richtig zu spüren: Es ist selbst für eine Fußballerin, die bereits die U20-Weltmeisterschaft und die Europameisterschaft der Frauen gewonnen hat, ein ganz besonderes Erlebnis.

Vom ganzen olympischen Trubel bekommen die Fußballfrauen des DFB in Brasilien erstmal wenig mit. "Wir sind ja zuerst in Sao Paulo. Da bekommen wir noch nicht so viel von Olympia mit", sagt die Mittelfeldspielerin des FC Bayern. Das soll sich laut Däbritz im Lauf des Turniers ändern: "Ich hoffe, dass wir so weit wie möglich kommen, dass wir dann ins Olympische Dorf kommen und dann alles sehen und Olympia erleben. Am meisten freu' ich mich aber auf unser Turnier."

Am 3. August startet die Frauen-Nationalmannschaft gegen die Auswahl von Simbabwe in das Olympische Fußball-Turnier. In der Gruppe F treffen die deutschen Frauen noch auf Kanada und Australien. Das Endspiel um die Goldmedaille findet am 19. August im legendären Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro statt. Bis dahin ist es noch ein langer Weg für die DFB-Frauen um Sara Däbritz. Heute endet in Bad Gögging der dritte von vier Vorbereitungslehrgängen auf die Olympischen Spiele. Am Montag geht's weiter: Das letzte Trainingslager steht an. Dazwischen haben die Fußballerinnen zwei Tage frei. In die Heimat nach Ebermannsdorf kommt Däbritz da nicht: "Ich war ja vor dem Lehrgang daheim. Jetzt fahre ich nach München. Ich muss für zwei Prüfungen lernen. Daheim komme ich immer zu nichts. Da mache ich dann mehr mit der Family und den Freunden." In Brasilien lenkt die Familie Sara Däbritz nicht ab: "Die bleiben daheim, die verfolgen Olympia im Fernsehen."

Die bleiben daheim, die verfolgen Olympia im Fernsehen.Sara Däbritz auf die Frage, ob auch ihre Familie mitkommt.
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