Schießsport: Lehrgang in Pfreimd
Perfekt böllern

Sport
Amberg in der Oberpfalz
25.02.2016
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Pfreimd. Erfolgreich absolvierten 21 Lehrgangsteilnehmer einen Grundlehrgang zum Böllerschießen. Erstmals organisierte OSB-Böllerreferent Christoph Zinkl einen Kurs im Leistungszentrum des Oberpfälzer Schützenbundes. Zehn Stunden dauerten Ausbildung und Prüfung für den Umgang mit Hand-, Schaft- und Standböllern sowie mit der Kanone. Der staatlich anerkannte Lehrgangsträger Hermann Schillinger aus Vachendorf und Inspektor Erich Raßhofer vom Gewerbeaufsichtsamt München unterrichteten und nahmen die Prüfung ab. In ganz Bayern nimmt das Interesse am traditionellen Böllern zu. Der Kurs war binnen kürzester Zeit ausgebucht. Die meisten Teilnehmer kamen von den Bergschützen aus Pittersberg, sie planen die Gründung einer Böllergruppe. Weitere waren von Böller-, Schützen-, Krieger- und Reservistenvereinen aus Niedermurach, Furth im Wald und Amberg.

Zunächst stand die Theorie auf dem Programm, es folgten der rechtliche Teil und die praktische Ausbildung. Jeder Schütze hatte je einen Schuss für Handböller, Kanone und Standböller zu laden und das Gerät unter Aufsicht abzufeuern. Nach der praktischen stand die schriftliche Prüfung an. Dabei waren 20 allgemeine Fragen und je Gerät zusätzlich 10 Fragen zu beantworten.

"Alle haben bestanden!" Die Freude über die erfolgreich absolvierte Prüfung glich dann auch einem echten Knalleffekt. Bei der Abschlussbesprechung und Übergabe der Zeugnisse lobten Hermann Schillinger und Inspektor Erich Raßhofer die Prüfungsergebnisse, denn keiner musste in die mündliche Prüfung. In ihren Schlusswörtern legten die Verantwortlichen den Teilnehmern noch nahe, regelmäßig den sicheren Umgang mit den Böllergeräten trocken zu üben und nur zu angemessenen Anlässen zu böllern.

BöllerschießenBeim Abfeuern von Böllergeräten wird unterschieden zwischen Handböllern, Standböllern und Kanonen. Handböller unterteilen sich in pistolenartige oder auch gewehrartige, die Schaftböller, Böllerbüchse oder Böllerstutzen genannt werden. Die Böller werden mit Böllerpulver befüllt, das aus Schwarzpulver gewisser Körnung besteht. Die Entzündungstemperatur liegt bei etwa 300 Grad, die Verbrennungstemperatur bei etwa 2500 Grad. Das Pulver wird im Böllergerät mit Hilfe eines Korkens verdämmt. Mit einem Anzündhütchens wird der Schwarzpulversatz dann entzündet. Das Böllerpulver unterliegt dem Sprengstoffgesetz.
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