Soziales Engagement und Integration
Doppelte ehren bei DJK

Die Ehrenamtsbeauftragten für den DJK-Sportbund und den Fußball-Kreis Amberg-Weiden, Wilhelm Daller bzw. Karl Bauer, freuten sich mit Bürgermeister Martin Preuß (von links) über die Silberne Raute. BFV-Kreischef Albert Kellner und Vorsitzender Theo Daller zeichneten außerdem Martin Häusler, Josef Albrecht, Max Weiß, Andreas Blödt, Leo Linke und Adolf Schöpf (alle von rechts) für ihre jeweils 60-jährige Mitgliedschaft aus. Bild: ath
Sport
Amberg in der Oberpfalz
26.01.2016
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"Ehre, wem Ehre gebührt": Unter diesem Motto stand der erste Ehrenamtlichen-Abend des DJK-Sportbunds. Er rückte damit treue Mitglieder und den Wert ihres freiwilligen Engagements in den Mittelpunkt. Außerdem erhielt der Verein, der 2014 sein 90-jähriges Bestehen feierte, bei dieser Premiere selbst eine hohe Ehre.

Er wurde vom Bayerischen Fußballverband (BFV) mit dem Gütesiegel Silberne Raute für seine vorbildliche Arbeit ausgezeichnet. Wie Karl Bauer, der Ehrenamtsbeauftragte des Fußballkreises Amberg/Weiden, sagte, ist der DJK-Sportbund derzeit der einzige Verein im Stadtgebiet, der eine gültige Raute hat. "Schon seit einiger Zeit haben sich die Verantwortlichen, aber ganz besonders ihr Ehrenamtsbeauftragter Wilhelm Daller, bemüht, die Kriterien zum Erhalt dieses Prädikats zu erfüllen", würdigte Bauer bei der Überreichung der Urkunde im DJK-Sportheim an Vorsitzenden Theo Daller und dessen Bruder Wilhelm, der nicht nur die Auszeichnung, sondern auch den Abend initiiert hatte.

Bauer verglich die Silberne Raute mit einer Zertifizierung in der freien Wirtschaft, "denn der Verein demonstriert damit sichtbar nach außen, dass er in Führung, Organisation, sozialem Engagement und in seinen Angeboten den hohen gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen unserer Zeit gerecht wird". Auch die "sozialpolitische Arbeit" samt Integration von Ausländern und Flüchtlingen, die auf neuen Halt in Deutschland angewiesen seien, ist für Bauer ein wichtiger Bestandteil.

Aktive Integrationsarbeit


Ein "Dankeschön für die Integrationsarbeit, die hier geleistet wird", richtete auch Bürgermeister Martin Preuß an Theo Daller und seinen Vorstand. Was der Staat bei diesem Thema alleine nicht bewerkstelligen könne, gelinge oft "ganz leicht über die Vereine". "Und ihr macht das mit innerer Überzeugung", lobte Preuß die DJK, die Integration nicht erst seit der großen Flüchtlingswelle 2015 begonnen hat, sondern mit ihrer Nähe zum Asylbewerberheim an der Kümmersbrucker Straße schon seit vielen Jahren aktiv betreibt.

Dass man "sich abmühen muss, um die Silberne Raute zu bekommen", wusste auch Richard Lengfelder, der als stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbands für Sport zu diesem Qualitätssiegel gratulierte. Es wird zunächst für zwei Jahre verliehen und danach auf Antrag und nochmalige Überprüfung erneuert - bis hin zur Goldenen Raute mit weiteren Aufstiegsmöglichkeiten.

Lengfelder und Preuß war aber auch der zweite Anlass ihres Kommens und des Abends wichtig: Sechs Männer wurden für ihre jeweils 60-jährige Treue zum DJK-Sportbund geehrt. Für den Bürgermeister "etwas ganz Besonderes, auf das jeder Verein stolz sein kann. Denn das sagt etwas über euer Leben und eure Bedeutung aus und über die Menschen, wie wohl sie sich hier im Verein fühlen". Den Zusammenhalt, der über den Sport hinausgeht und sich oft im Vereinsheim bei Gesprächen und gemeinsamen Erlebnissen fortsetzt, würdigte auch BFV-Kreisvorsitzender Albert Kellner. Gemeinsam mit Theo Daller überreichte er die Ehrenmedaille seines Verbands in Gold an Leo Linke, Josef Albrecht, Adolf Schöpf, Martin Häusler, Max Weiß und Andreas Blödt. Aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend waren Heinz Krieger und Franz Birner, die dem Sportbund ebenfalls seit sechs Jahrzehnten angehören.

Aus Schrot und Korn


"Ihr seid DJKler aus echtem Schrot und Korn", dankte Daller den Geehrten für ihre Treue. Außerdem kündigte er an, den Ehrenamtlichen-Abend künftig zur festen Einrichtung zu machen, denn ohne die Arbeit dieser Menschen "kann ein Verein nicht existieren, ihnen kann gar nicht genug gedankt werden".
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