SV Mitterteich mit guten Erinnerungen an den Medienhaus-Cup
Lust und Ehrgeiz

Beim Medienhaus-Cup 2013 schaffte der SV Mitterteich den Sprung ins Finale und triumphierte dort mit 2:1 über die SpVgg Bayreuth. Auch heuer wollen die Stiftländer eine gewichtiges Wort um den Turniersieg mitsprechen. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Amberg in der Oberpfalz
10.12.2015
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Der SV Mitterteich ist in der Halle nicht zu unterschätzen. Das hat der Landesligist vor zwei Jahren bewiesen, als er den Medienhaus-Cup gewann. Auch diesmal wollen die Stiftländer eine schlagkräftige Truppe schicken. Nicht mit dabei ist allerdings der Trainer.

Mitterteich. Geht es um den Medienhaus-Cup, fällt unweigerlich der Name des SV Mitterteich. Schon bei der Premiere im Jahr 2006 waren die Stiftländer bei diesem traditionellen und prestigeträchtigen Hallenfußballturnier dabei. Danach folgten weitere sechs Teilnahmen, bei denen der SVM ordentlich abschnitt. Den größten Erfolg landete er im Jahr 2013. Damals verließ der Landesligist nach einem 2:1-Sieg über die SpVgg Bayreuth als Sieger die Halle.

"Natürlich ist es unsere Pflicht, den Verein auch diesmal optimal zu präsentieren", verkündet SV-Trainer Reinhold Schlecht. Er selber wird am 27. Dezember in der Amberger triMAX-Halle einmal mehr nicht an der Bande stehen. Der 63-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass er seit längerem kein Freund des Hallenfußballs mehr ist: "Mit der Spielweise bin ich nicht einverstanden. Für mich überwiegen zu sehr Kampf und Krampf. Auch die Schiedsrichterleistungen lassen oft zu wünschen übrig", sagt Schlecht.

Deshalb übergibt er die Verantwortung beim Medienhaus-Cup an Betreuer Markus Siller, einem Mitterteicher Urgestein. "Bei Markus ist die Mannschaft in besten Händen. Gemeinsam werden wir versuchen, eine schlagkräftige Truppe auf das Parkett zu schicken."

Gerne erinnert sich Siller an das Jahr 2013. Da coachte er mit großem Erfolg die Mannschaft und holte zum ersten Mal den Siegerscheck nach Mitterteich. Zur Titelverteidigung reichte es im Jahr darauf nicht. Am Ende landete die Mannschaft auf dem fünften Platz. Wenigstens das Halbfinale setzt sich Siller diesmal zum Ziel. "Eingesetzt werden nur Akteure, die Lust, Spaß und Talent für den Hallenfußball mitbringen", grenzt Siller den Kader schon einmal ab. "Ältere Spieler bleiben auf jeden Fall zu Hause."

In der Punkterunde wehren sich die Stiftländer gegen den drohenden Abstieg. Nach 21 gespielten Runden stehen der 13. Platz und 25 Zähler zu Buche. Der Abstand zum ersten Relegationsplatz beträgt nur drei Punkte. Schon vor dem Saisonstart hatte Schlecht eine äußerst komplizierte Saison befürchtet. "Wir werden vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg kämpfen", lautete damals seine Prognose. Und er behielt Recht. Unter den gegebenen Umständen muss der SV-Trainer mit dem Erreichten zufrieden sein, auch wenn er sagt: "Etwas mehr Punkte hätten es schon sein können. Wir haben gerade zu Beginn der Saison im Juli und August aufgrund vieler Urlauber und Verletzten einfach zu viel Punkte liegen gelassen."

Zudem beklagt Schlecht, dass es ihm nicht vergönnt gewesen sei, über einen längeren Zeitraum mit der gleichen Startelf anzutreten: "Immer wieder war ich gezwungen, die Anfangself zu ändern. Im neuen Jahr wartet enorm viel Arbeit auf uns."
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