Traumjahr 2016
Weltfußballerin: Auch Sara Däbritz steht zur Wahl

Sara Däbritz ist bester Laune. Bild: dpa
Sport
Amberg in der Oberpfalz
03.11.2016
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Das Jahr 2016 ist für Sara Däbritz ein Sahne-Jahr: Deutsche Meisterin mit Bayern München, Olympia-Gold in Rio, vor einigen Tagen das Silberne Lorbeerblatt von Bundespräsident Joachim Gauck und jetzt auch noch unter den zehn besten Spielerinnen der Welt. Und das mit 21 Jahren.

München. Die sensationelle Neuigkeit gab's ganz zufällig: "Ein Freund hat mir ne WhatsApp geschickt", erzählt Sara Däbritz. "Ich solle doch mal auf die Internetseite des DFB schauen." Dort gabs dann für die junge Fußballerin aus Ebermannsdorf (Kreis Amberg-Sulzbach) die ganz dicke Überraschung: Die Oberpfälzerin vom FC Bayern gehört zu den zehn Kandidaten zur Wahl der Weltfußballerin des Jahres 2016. "Ich war zunächst total sprachlos, damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet", sagte Däbritz am Donnerstagabend. Der Weltverband Fifa hat zehn Spielerinnen nominiert. Darunter ist auch die fünfmalige Weltfußballerin Marta aus Brasilien.Bei der vom 4. bis zum 22. November andauernden Wahl zählen die Stimmen der Spielführer und Cheftrainer von Nationalteams weltweit zu 50 Prozent. In die restlichen 50 Prozent fließen die Stimmen von Medienvertretern und Fans mit ein. Anfang Dezember veröffentlicht die Fifa eine Liste mit den drei Nominierten. Am 9. Januar wird die Weltfußballerin in Zürich mit dem Weltfußballer und dem Welttrainer des Jahres ausgezeichnet.

„Es ist eine große Ehre für mich, nominiert zu sein. Über alles andere hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich bin doch noch so jung", sagt die Oberpfälzerin weiter. Für sie sei aber allein schon die Nominierung Ansporn und Motivation. "Wenn man da ganz vorne sein will, muss man über Jahre Topleistungen bringen." Und die will sie in Zukunft noch öfter bringen. "Ich will mich immer weiterentwickeln."

Und deshalb wurde die Nominierung überhaupt nicht gefeiert. Schließlich ist am Samstag Bundesliga. Am Abend stand eine Trainingseinheit auf dem Programm. "Einige wussten noch gar nicht, dass ich nominiert bin", erzählt die Offensivspielerin. Großes Aufhebens machte sie auch nicht darum: "Beim Fußball geht's um die Mannschaft. Nur wenn die funktioniert, kann man gute Leistungen bringen." Eine Teamkollegin wusste aber ganz genau Bescheid: Melanie Behringer ist auch nominiert. "Ihr würde ich's total gönnen", meint Däbritz.

Für sie gab es am Donnerstag schon tagsüber einen kleinen Glückwunsch aus Ebermannsdorf aufs Smartphone. Am Abend wollte Däbritz wie immer mit ihren Eltern telefonieren. Eines wusste sie aber schon vorher. "Auch sie sind mächtig stolz."
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