Volleyball Bayernliga
VC Amberg zu wenig abgebrüht

Sport
Amberg in der Oberpfalz
16.11.2016
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Phasenweise an Spannung nicht mehr zu überbieten war das Bayernliga-Heimspiel des VC Amberg gegen den Tabellenführer VfL Volkach. Dass am Ende die Jungs von Trainer Andrej Büschel nach einer 1:3-Niederlage mit leeren Händen da stehen, lag ganz einfach daran, dass die "big points" der routiniertere Gegner machte.

Sichtlich nervös fanden die jungen Amberger Volleyballer vor voller Hütte mit wieder über 200 Zuschauern in der Sporthalle der Luitpoldschule zunächst gar nicht ins Spiel. Dies spiegelte sich auch in der hohen Aufschlagfehlerquote im ersten Satz wider. Doch mit zunehmender Spieldauer kämpfte man sich ins Match, führte plötzlich mit 23:22, der Satzgewinn war greifbar nahe. Vielleicht hätte das Spiel einen ganz anderen Verlauf genommen, hätten da nicht ein Aufschlagfehler und Schwächen in der Annahme zum unnötigen Satzverlust geführt. Der Frust hierüber hing den VC-Jungs dann im zweiten Satz lange nach, teilweise klappte gar nichts mehr, mehrere Spielerwechsel durch Trainer Andrej Büschel brachten keine Besserung. Mit 17:25 und einem 0:2-Satzrückstand schien das Spiel zugunsten des Tabellenführers aus Unterfranken gelaufen.

Doch nach einer Kabinen-Predigt kam das VC-Team wie verwandelt aufs Feld zurück. Mit mehr Sicherheit im Aufschlag und druckvollen Angriffen besonders über David Fecko auf der Mitte und Ilja Büschel auf der Diagonalposition holte man sich Satz drei relativ deutlich mit 25:21.

Der vierte Satz war dann an Spannung kaum mehr zu überbieten. Eine Aufschlagserie von Ilja Büschel brachte die Amberger Jungs mit 18:14 in Front, der Tiebreak schien in Reichweite. Aber ab da zeigte sich wieder einmal, dass den jungen VC-Spielern noch die nötige Abgebrühtheit fehlt, so einen Vorsprung nach Hause zu bringen. Beim Stande von 23:23 entschieden dann zwei unnötige Eigenfehler auf Amberger Seite das Spiel zugunsten des Tabellenführers aus Unterfranken.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass gegen den derzeitigen Spitzenreiter der Bayernliga an diesem Tag mehr drin gewesen wäre, zumal der Gegner sichtlich ein Stellerproblem hatte. Wertvolle Erfahrung konnten die jungen Amberger Volleyballer dennoch zumindest sammeln. Und an den nächsten beiden Spieltagen hängen vielleicht die Trauben weniger hoch, denn es geht nächsten Samstag zum Tabellenletzten Neunkirchen, eine Woche später zu Hause gegen den Drittletzten TV Faulbach. Zumindest von der Ausgangsposition her ist hier die Chance auf Erfolgserlebnisse durchaus realistisch.
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